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Unsachgemäße Montage der Winterreifen

Themenstarter

Wer haftet bei einem Unfall

 

Nach dem ersten Wintereinbruch können sich viele Werkstätten und Tankstellen kaum mehr vor Autofahrern retten, die die Reifen gewechselt haben wollen. Dieser große Ansturm kann zur Folge haben, dass die Räder mit den Winterreifen nicht immer mit der entsprechenden Sorgfalt aufgezogen werden. Der ADAC hat zwei Rechtsentscheidungen ausgesucht, die aufzeigen, wer haftet, wenn sich ein Rad wegen nicht fest sitzender Schrauben löst und es zu einem Unfall kommt.

 

Im ersten Fall, der vom Landgericht Stuttgart (Az: 25 O 652/97, NJW-RR 1998, 960, ADAJUR-Dok-Nr.32155) entschieden wurde, erhielt der Autofahrer den Unfallschaden voll ersetzt. Die Werkstatt hatte es unterlassen, den Kunden darauf aufmerksam zu machen, dass schon nach kurzer Fahrzeit die Befestigungsschrauben nachzuziehen sind. Die Stuttgarter Richter gaben dem Werkstattunternehmer auch deshalb die alleinige Schuld, weil bei der Montage auf die Alufelgen des Kundenfahrzeugs die Schmutz- und Rostpartikel nicht sorgfältig genug entfernt wurden. Eine gründliche Reinigung ist vor dem Aufziehen der Reifen auf Alufelgen stets erforderlich.

 

Etwas anders lag der Fall in einer Entscheidung des Amtsgerichts Trier vom 31.7.1998 (Az: 7 C 278/98, NJW-RR 1999, 250). Auch hier versäumte es die Werkstatt dem Kunden zu sagen, dass er nach einer bestimmten Kilometerzahl nachschauen müsse, ob die Räder fest sitzen. Den Werkstattbetreiber trifft an dem später wegen eines gelösten Rades entstandenen Unfalls allerdings nicht die alleinige Schuld. Auch wenn die Nachschaupflicht des Autobesitzers bei weitem nicht so groß ist wie das Versäumnis der Werkstatt, muss dem Kunden eine Mitschuld angelastet werden. Der Fahrer des Pkw hatte nach etwa 50 gefahrenen Kilometern eine leichte Unwucht wahrgenommen, daraus aber nicht auf lockere Radmuttern geschlossen. Nach Ansicht des Amtsrichters sollte auch allgemein bekannt sein, dass nach der Reifenmontage und einigen zurückgelegten Kilometern die Radschrauben zu kontrollieren sind. Aus diesen Gründen wurde auf eine Mithaftungsquote von 30 Prozent entschieden.


Flo-GT Flo-GT

MT First-Aid

tja deswegen wechsel ich meine reifen lieber selber...dann brauch ich auch keine angst zu haben, das was passiert.


Im Herbst war es mal wieder soweit die Winterreifen aufziehen zu lassen und ich fuhr zu einem Reifencenter welcher mir von einem Freund empfohlen wurde.

Da mein Auto etwas tiefer liegt musste ich auf eine "spezielle Hebebühne". Mir wurden dann die Sommerreifen abmontiert und die Winterreifen montiert.

Zwei Tage später musste ich feststellen, dass an allen vier Punkten an denen die Hebebühne mein Auto angehoben hatte die Schweller eingedrückt waren.

Ich also wieder zum Händler. Dieser sagten dann, dass ich Ihm einen Kostenvoranschlag bringen sollte und er würde dies dann mit der Versicherung abklären. Vorsichtshalber ließ ich mir die Versicherung gleich nennen.

Ich also zu einem Karosseriebetrieb im Ort und den Fall geschildert. Dort gab es nur Kopfschütteln. Der Schaden betrug dann insgesamt ca. 1800 Euro.

Die Karosseriefirma schrieb dann die Versicherung an und klärte alles für mich. Es stellt sich heraus, dass der Reifencenter eine Selbstbeteiligung von 20% auf den Schadenfall hat. Dieser betrug ca. 330 Euro.

Das Auto wurde also repariert und steht wieder da wie neu. Jetzt fing das Theater aber erst an.

Die Versicherung bezahlte ihre 80 % innerhalb einer Woche. Der Reifencenter ließ sich aber Zeit.

Nach mittlerweile 3 Monaten ist das Geld immer noch nicht bezahlt. Ich also hin und nachgefragt. Zuerst hieß es, dass die Rechnung nicht auf den Reifencenter ausgestellt ist sondern auf mich. Deshalb könne man dies nicht in den internen Unterlagen verbuchen. Man versprach aber sofort nach Eingang einer Rechnung mit ihrem Namen das Geld zu überweisen. Dies war an einem Dienstag. Am Mittwoch erhielt der Reifencenter die Rechnung. Laut Versprechen vom Dienstag solle das Geld spätestens am Montag auf den Konto sein.

Am Montag war das Geld natürlich nicht da. Am Dienstag auch nicht. Ich also wieder ans Telefon. Dort sagte mir die Chefin des Betriebes, das sie die Rechung erst am Montag erhalten hätten und dann sofort die Überweisung getätigt haben. Heute ist Freitag und ..................., richtig kein Geld.

 

Da ich selbst als leitende Person in einem Betrieb arbeite und dieses vorgehen nicht verstehen kann habe ich mich entschlossen dies einmal in solche einem Forum einzustellen.

 

Der Reifencenter befindet sich in Ofterdingen Kreis Tübingen und befindet sich neben der B27


Paßt ja ganz gut zum Thema...Dinge die beim Reifenwechsel passieren können (Fun-Videos):

 

frauen und autos

 

gruß,

sven


Sind aber nicht nur Frauen.

 

Gruß

 

Firecounter


Unsachgemäße Montage der Winterreifen

Ich habe zum Glück jetzt kein Problem mehr mit dieser Firma.

 

So wie ich gehört habe, habe die noch mehr Autos so " abgewickelt ". Als ich vor kurzem vorbei gefahren bin habe ich gesehen, dass die zu gemacht haben. Also keine Gefahr mehr.

 

Gruss Michael


Nicht nur Winterreifen werden … montiert !

 

Gerade im Sommerreifen / bzw. BREITREIFEN-Bereich bekommen wir oft SCHRECKENSMEDLUNGEN.

 

Gerade Breitraifen auf Alus gezogen können von diversen Montagebetrieben (und angeblichen Fachwerkstätten) durch fehlende oder mangelnde Qualifikation NICHT richtig ausgewuchtet werden.

Dem Kunden wird das dann oft als "Höhenschlag" im Reifen verkauft!

(tolle Maus …)


tjaaa....

nicht umsonst gibt es mittlerweile eine "meisterpflicht" auch für den klass. reifenhandel.

räder wechslen kann jeder wald- und wiesenbetrieb. aber die fachgerechte montage (inkl. rost und dreck entfernen) das machen die wenigsten.

geiz ist halt nicht immer geil. und wer nen radwechsel für 5 euro kriegt braucht sich meiner meinung weder zu wundern noch aufzuregen, wenn nicht alles korrekt und fachgemäß durchgeführt wird.

 

gruß

dirk


Zitat:

Original geschrieben von dr.kimble

tjaaa....

nicht umsonst gibt es mittlerweile eine "meisterpflicht" auch für den klass. reifenhandel.

räder wechslen kann jeder wald- und wiesenbetrieb. aber die fachgerechte montage (inkl. rost und dreck entfernen) das machen die wenigsten.

geiz ist halt nicht immer geil. und wer nen radwechsel für 5 euro kriegt braucht sich meiner meinung weder zu wundern noch aufzuregen, wenn nicht alles korrekt und fachgemäß durchgeführt wird.

 

gruß

dirk

Genau so ist es "Geiz ist nicht geil". Jeder will sparen und geht zum Discounter und dann wundern, daß die Qualität nicht die gleiche ist.

 

Aber abgesehen davon - es ist nicht richtig, daß es eine Meisterpflicht für Reifenmontage etc. gibt. Es gibt einen Verband, der es gerne einführen würde, jedoch ist es nicht möglich, da in der Handwerksordnung steht, daß Berufe, die innerhalb von 2-3 Wochen erlernt werden können, keiner Meisterpflicht unterliegen. Und somit geht es nicht.

 

Aber auch davon abgesehen. Was bringt die Meisterpflicht? Nicht! Warum, ganz einfach. Die die es sich leisten können, stellen einen Meister ein, teilweise aber auch nur fürs Gesetzt, d. h. der arbeitet dann teilweise noch nicht mal dort. Bei Zweigstellen gilt - ein Meister für mehrere Betriebe, d. h. unter Umständen ist der Meister gerade mal 2 Stunden in der Woche vorhanden. Also was bringt´s? Und wenn denn doch je eine Meisterpflicht da wäre, kann jeder Reifenhandelt. der 7 Jahre existiert sich eine Ausnahmegenehmigung ausstellen lassen.

 

Und davon abgesehen, ist es leider nicht so, das Meister gleich Können heißt. Wir hatten bei uns bisher 3 verschiedene Meister angestellt - und keiner von denen konnte was. Dafür hatten wir schon Arbeiter, die nichts gelernt haben und dennoch viel können.

 

Aber "Geiz ist geil" das macht was aus. Wenn die Preise immer weiter gedrückt werden, die Geschäfte immer weniger Gewinn machen, müssen sie auch immer günstigere Arbeitskräfte einstellen, die dann noch in immer kürzerer Zeit die Arbeit durchführen müssen. Ist doch klar, daß das nicht funktioniert. Billig Arbeitskräfte arbeiten auch meist entsprechend. Und das ist nicht nur im Reifenhandel so !!

 

Was die Urteile anbelangt:

Ganz klar, der Reifenhändler muß dem Kunden das mit dem Nachziehen mitteilen. Und ganz klar, wenn Stahlfelgen verrostet sind, muß die Nabe gereinigt werden. Aber das man als Reifenhandel Alufelgen reinigen muß und von jeglichem Schmutz befreien muß, ist absoluter Schwachsinn. Wie soll das gehen? Eine Radwaschmaschine kostet um die 6000,-- netto und es kostet Zeit. Wenn Kunden ihre Räder gewaschen haben wollen, dann zahlen die dafür - im Radwechsel mit drin ist das natürlich nicht. Das dies der Reifenhandel auf seine Kosten nimmt, geht gar nicht - dann ist nämlich gar nichts mehr verdient.

Davon abgesehen, rosten Alufelgen nicht - nur Flugrost und der ist nicht schlimm.

 

Süß ist, daß gerade der ADAC von einigen Jahren mal geschrieben hat, das Nachziehen nicht nötig wäre, wenn von vornerein die Schrauben fest gezogen werden würden - was natürlich Schwachsinn ist. Aber jetzt gibt es dann solche Veröffentlichungen **lach**

 

Gruß


Reifen & Felgen News: Unsachgemäße Montage der Winterreifen

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