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Dunlop überprüft ganzjährig eingesetzte Reifen-Spezifikationen
Hanau, im Juli 2002 - Während sich die Top-Piloten der exklusiv auf Dunlop fahrenden DTM (Deutsche Tourenwagen Masters) noch mitten im Meisterschaftskampf befinden, planen die Motorsport-Spezialisten des Hanauer Reifenherstellers schon für die nächste Saison. So bewiesen die Pneus mit dem Flying D beispielsweise nach dem Wettstreit auf dem Lausitzring am zweiten Juli-Wochen-ende bereits ihre hohe Performance auf Turn eins des Triovals - in enger Zusammenarbeit mit den Fahrzeugherstellern. Ergebnis: Bereits die jetzige Spezifikation des DTM-Pneus hält den extremen Belastungen in der überhöhten Oval-Kurve dank ihrer großen Reserven stand. Demnach laufen schon im Sommer der aktuellen Saison Tests für die nächste, in die sämtliche Erkenntnisse aus den aktuellen Rennen einfließen.
Dunlop-Ingenieure kennen keine Winterpause
Wenn bei der DTM die Zielflagge des letzten Rennens fällt, startet der Hanauer Renndienst schon wieder durch: Erste Vortests mit Prototypen fanden bereits im Anschluss an den letzten Wertungslauf 2001 statt. "Eine Saison dauert für uns zwölf Monate-, so Renn-dienstleiter Manfred Theisen. "Eine Winterpause gibt es nicht mehr.- Sämtliche Daten und Erfahrungswerte aus der zurückliegenden Saison werden von den Dunlop-Experten aus Hanau ausgewertet und in Zusammenarbeit mit den britischen Kollegen in Birmingham für die Entwicklung neuer, noch besserer Reifen-Konstruktionen und -Mischungen zusammengestellt. Änderungen im DTM-Reglement wie etwa die Einführung eines größeren Vorderrades (für die Saison 2002 von 235/640 R 18 auf 240/650 R 18) oder die geplante Einbeziehung von Turn eins des Lausitzring-Triovals in der Saison 2003 sind hierbei schon berücksichtigt.
Enge Zusammenarbeit mit Fahrzeugherstellern
Dabei arbeiten die Dunlop-Ingenieure sehr eng mit den Fahrzeug-herstellern zusammen. Kommen bei den Vortests noch teils die aktuellen Rennwagen, teils schon weiterentwickelte Interims-modelle zum Einsatz, werden zu Beginn des jeweils kommenden Jahres die Dunlop-Spezifikationen mit der jüngsten Evolutionsstufe der DTM-Renner getestet. Im Vorfeld der laufenden Saison 2002 unterzogen die Dunlop-Ingenieure beispielsweise eine Auswahl neuer Spezifikationen für das größere Vorderrad der DTM-Renner aufwändigen Prüfungen. Jeweils ein Fahrzeug jedes Herstellers testete die Auswahl der besten Spezifikationsvarianten, welche die Dunlop-Spezialisten in den zurückliegenden Monaten entwickelt hatten. Kurze Turns von wenigen Runden lieferten hierbei die ersten Erkenntnisse, ehe Long-Turns mit voller Renndistanz gefahren wurden, um die Gesamt-Performance der jeweiligen Spezifikation zu ermitteln. Zum Abschluss trafen die Fahrzeug-hersteller in Abstimmung mit den Testfahrern und den Dunlop-Ingenieuren die Entscheidung über die endgültige Spezifikation, die 2002 nunmehr den unterschiedlichen Anforderungen durch Außentemperatur und Streckenverhältnisse gerecht werden muss.