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Suzuki feierte heute einen verdienten Punktgewinn bei der Rallye Monte Carlo ? dem bekanntesten und wohl anspruchsvollsten Wettbewerb in der Junior World Championship.
Urmo Aava belegte bei dem als erster Lauf zur Junior World Championship ausgetragenen Bergrennen den hervorragenden 5. Platz. Während des dreitägigen Wettbewerbs waren insgesamt 1390 Kilometer zurückzulegen; auf 415 Kilometern waren Sonderprüfungen zu bestehen. Das launische Wetter stellte dabei das Können und die Risikobereitschaft der Fahrer ständig auf eine harte Probe.
Aavas Kommentar: "Ich bin froh, bei meinem ersten Asphaltrennen ans Ziel gekommen zu sein. Ich habe bewusst nicht auf die Zeiten geachtet, sondern mich darauf konzentriert, die Strecke und das Auto kennen zu lernen. Das war genau die richtige Taktik, wie meine großen Fortschritte auf Asphalt beweisen. Ich bin nicht nur ans Ziel gekommen, sondern sogar in die Punkte gefahren."
Leider hatten seine beiden Teamkollegen nicht so viel Glück. Salvador Canellas schied auf der 12. Etappe, auf Platz 10 liegend, wegen einer gebrochenen Achswelle aus.
Ville-Pertti Teuronen erwischte es auf der 13. Etappe. Auf Platz 5 liegend beschädigte er bei einer Kollision mit einem Felsen die Aufhängung so schwer, dass er aufgeben musste.
Urmo Aava fährt bei seinem ersten Asphaltrennen in die Punkte
Unsere Teams in Aktion
Suzuki Ignis Nummer 64, Ville-Pertti Teuronen (FIN)/Harri Kaapro (FIN)
Teuronens Kommentar: "Es war schon ärgerlich, noch kurz vor Schluss auszuscheiden. Aber so enttäuschend es auch ist, bin ich alles in allem doch zufrieden. Obwohl alles für mich sehr neu war, konnte ich viel Zeit im Auto verbringen und den Großteil des Rennens bestreiten. Ich bin sicher, während der drei Tage große Fortschritte gemacht zu haben, und fand das Auto sehr gut zu fahren. Ich hatte keinerlei technische Probleme, und bedauere, dass ich einen Fehler gemacht habe. Manchmal lernt man aber daraus am meisten!"
Suzuki Ignis Nummer 69, Salvador Canellas (E)/Xavier Amigo (E)
Canellas' Kommentar: "Bevor die Achswelle brach, lagen wir auf einem sehr guten Platz. Es ist zwar schwer, das zu akzeptieren, aber leider kann es passieren. Die Hauptsache ist, dass das Auto sehr zuverlässig ist. Mein Vertrauen in das Auto wuchs jeden Tag mehr, so dass ich gegen Schluss zu richtig Druck machen konnte. Ich freue mich schon auf das nächste Rennen in der Türkei. Ich bin sicher, dass wir dort dank der Erfahrungen, die wir hier in Monte Carlo gemacht haben, ganz vorne mit dabei sein werden."
Suzuki Ignis Nummer 71, Urmo Aava (EE)/Kuldar Sikk (EE)
Nach dem Ausscheiden von Canellas schob Aava sich auf den 5. Platz vor. Um diesen Punkterang zu halten, absolvierte er die letzte Etappe zwar schnell aber ohne zu großes Risiko.
Sein Kommentar: "Ich bin sehr glücklich, und bedauere meine Suzuki-Teamkollegen, die großes Pech hatten. Da ich viel zu lernen hatte, ging ich das Rennen eher vorsichtig an. Das Auto ist einfach fantastisch ? ich hatte nicht die geringsten Probleme damit."
Risto Laine, der Manager des Monster Sport Europe Teams, freute sich über das Abschneiden der Suzukis während der drei Tage. Die Autos hatten keinerlei technische Probleme und bewiesen eindeutige Siegerqualitäten. Der Suzuki Ignis fuhr mehr Bestzeiten ? insgesamt vier ? als jedes andere Auto.
Laines Kommentar: "Daniel Carlssons Abschneiden am ersten Tag hat eindeutig gezeigt, dass die Suzukis das Zeug zum Rallyesieger haben. Dank der enormen Fortschritte, die der Ignis gegenüber dem Vorjahr gemacht hat, sind wir in einer starken Position. Trotzdem gibt es immer etwas zu verbessern, und dank dieser Rallye kennen wir jetzt einige Bereiche, wo Leistungs-steigerungen möglich sind. Der Speed des Autos ist sehr erfreulich, und die Fahrer haben sich enorme Mühe gegeben. Für unsere zwei jüngsten Fahrer, Urmo und Ville-Pertti, war es wichtig, Erfahrungen zu sammeln. Sie werden mit Sicherheit in der Zukunft von dem profitieren, was sie bei diesem Rennen gelernt haben. Wir waren von der Leistung des Autos positiv überrascht, und freuen uns auf das nächste Rennen."
Der Präsident von Suzuki Sport, Nobuhiro "Monster" Tajima, war ebenfalls mit dem Potenzial, das der Suzuki Ignis bei der Rallye an den Tag legte, sehr zufrieden. Dennoch war er enttäuscht, dass es nur ein Auto ins Ziel schaffte.
Sein Kommentar: "Ich freue mich für Urmo und seinen verdienten 5. Platz. Leider hatten die anderen Autos großes Pech; aber das kann im Motorsport immer passieren.
Trotzdem können wir sehr zufrieden sein. Das Auto kann Etappen und ganze Rallyes gewinnen. Das haben wir bereits bewiesen und hoffen, es beim nächsten Rennen in der Türkei erneut unter Beweis stellen zu können."
Kommentar von Ryohei Matsumoto, Präsident von Suzuki Works Techno: "Wir wissen jetzt ganz genau, in welche Richtung wir das Auto weiter entwickeln müssen, um gute Resultate zu erzielen. Letztes Jahr hatten wir einfach manchmal Glück. In dieser Saison dagegen sind wir stolz darauf, unser wahres Potenzial unter Beweis stellen zu können."
Heute in der JWRC
Brice Tirabassi im Renault Clio siegte vor Kosti Katajamaki im Volkswagen und Marcos Ligato im Fiat. Wegen des wechselhaften Wetters am Col de Turini war die Reifenwahl sehr schwierig, und die meisten Teams fuhren eher vorsichtig, um ihren Platz im Klassement nicht zu gefährden.
Abschneiden der Suzukis auf Einzeletappen
SS11 Sospel Turini La Bollene 1 (32,58 km)
Sieger: Tirabassi (Renault) 28m57,7s
Teuronen (6.): 29m59,4s
Canellas (13.): 31m03,8s
Aava (4.): 29m42,1s
SS12 Lantosque Luceram 1 (19,52km)
Sieger: Katajamaki (Volkswagen) 15m48,7s
Teuronen (2.): 15m50,5s
Canellas (17.): 21m42,4s
Aava (14.): 17m38,4s
SS13 Sospel Turini La Bollene 2 (32,58km)
Sieger: Tirabassi (Renault): 28m01,1s
Teuronen: ausgeschieden
Aava (3.): 28m43,1s
SS14 Lantosque Luceram 2 (19,52km)
Sieger: Baldacci (Fiat) 15m42,4s
Aava (6.): 16m14,4s
Junior World Championship:
Gesamtklassement nach der Rallye Monte Carlo.
1 Brice Tirabassi (Renault) 5h12m36,1s
2 Kosti Katajamaki (Volkswagen) 5h14m37,8s
3 Marcos Ligato (Fiat) 5h17m52,8s
4 Alessandro Broccoli (Opel) 5h20m02,9s
5 Urmo Aava (Suzuki) 5h21m24,7s
6 Massimo Ceccato (Fiat) 5h21m36,3s
7 Sebalj (Renault) 5h24m00,0s
8 Mirco Baldacci (Fiat) 5h25m49,9s
Das nächste Rennen zur Junior World Championship findet vom 26. Februar bis 2. März in der Türkei statt.