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Nach den Querelen der letzten Zeit bei seinem belgischen Team Alstare-Suzuki hat Max Neukirchner gestern seinen Wechsel perfekt gemacht und den Vertrag bei Ten-Kate-Honda in Nieuwleusen unterzeichnet. Er wird Nachfolger von Carlos Checa.
Nach fast dreijährigem Engagement bei Suzuki zeigte sich der 26jährige Sachse gestern erleichtert. Mit der Verpflichtung für Honda beendet er nun die lange Phase der Streitigkeiten, die mit Alstare-Teamchef Francis Batta aufkam, nachdem er aufgrund seiner diversen Verletzungen wiederholt ausfiel. Batta hatte den Vertrag, der eigentlich bis zur Saison 2010 lief, vorzeitig gekündigt. Zum einen führten die Aussagen des Arztes Neukirchners - der aufgrund des Gesundheitszustandes die Verantwortung für einen zeitnahen Einsatz des Rennpiloten nicht übernehmen wollte - dazu, dass Alstare nicht mehr an die rasche Genesung des Stollbergers glaubte. Zum anderen hatte Neukirchner ohne Zustimmung des Teams sein Comeback angekündigt. Weiterer - und wie es scheint entscheidender - Vorfall war die Tatsache, dass Neukirchner kürzlich zu einem Gesprächstermin in der Teamzentrale in Alleur nicht erschienen war.
Die gesundheitliche Leidensgeschichte Neukirchners, der eigentlich als Titelanwärter in die Saison 2009 gestartet war, begann im Mai 2009 mit einem mehrfach gebrochenen Mittelfuß und einer Fraktur des Wadenbeins. Als er nach der Genesung bei Tests im Juli in Imola stürzte und sich einen Brustwirbel brach, setze sich die lange Verletzungsphase nahtlos fort. Aktuell arbeitet Neukirchner intensiv an seiner Genesung, um am 26. Oktober das erste Mal zu Tests auf der Honda CBR1000RR sitzen zu können.
Brisantes Detail des Wechsels zu Honda: Neukirchner nimmt im Honda-Team den Platz von Carlos Checa ein. Ausgerechnet Checa war es, der Neukirchner im vergangenen Jahr beim Rennen in Valencia um den Sieg gebracht hatte, als er ihn kurz vor dem Ziel in einer Kurve vom Motorrad holte. Für Neukirchner endete dieser Unfall mit einem Schlüsselbeinbruch. Neukirchner wird bei Honda nun Teamkollege des Briten Jonathan Rea.
Von Tom Kedor
Quelle: MOTOR-TALK