Skoda Team Kahle/Göbel gewinnt vorzeitig Deutsche Rallye-Meisterschaft

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Nach sechs von sieben Läufen zur Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM) 2002 steht das Team Matthias Kahle/Peter Göbel (Skoda Octavia WRC) bereits als Titelträger fest. Mit vier Gesamtsiegen und zwei zweiten Plätzen auf dem Konto ist die Skoda Besatzung für die Konkurrenz nicht mehr einzuholen.

 

Nach einem harten und spannenden Kampf auf den Rallyestrecken der Südeifel musste sich Matthias Kahle im Ziel seinem Konkurrenten Armin Kremer (Ford Focus WRC) knapp um 4,7 Sekunden ge-schlagen geben. Doch der zweite Platz reichte aus, um die Meisterschaft sicherzustellen. "Am Ende habe ich mich einmal in der Reifenwahl bei den wechselhaften Wetterbedingungen vergriffen, aber das spielt jetzt angesichts des Meistertitels keine Rolle. Ich freue mich natürlich riesig über meinen vierten Titelgewinn, es ist der dritte in Folge und der ersten auf einem Skoda Octavia", strahlte Matthias Kahle im Ziel der Rallye Daun. "Ich danke dem Team, das immer ein tipptopp vorbereitetes Auto hingestellt hat, und in dem ich mich auf Anhieb heimisch gefühlt habe."

 

Die Belohnung für Kahles nationale Bravourleistung stand schon vor dem Gewinn der Meisterschaft fest: Kahle/Göbel werden bei der Rallye Deutschland, einem Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft, in das Škoda Werksteam aufgenommen.

 

Spannend bis zum Schluss war die Eifel-Rallye auch für das Skoda Team Martin Möckl/Markus Poschner. Mit ihrem Octavia Kit Car belegten sie den zweiten Platz in der Klasse und steuerten damit wertvolle Punkte zur Markenwertung für Škoda bei. "Am Samstag waren mir die Prüfungen etwas zu kurz - unsere Reifen bauten immer erst spät genü-gend Temperatur und Grip auf", berichtete Möckl am Ende einer "insgesamt problemlosen Rallye".

 

Unter besonderen Vorzeichen stand diese Rallye für Andreas Gerst auf dem Octavia Kit Car des Mayener Skoda Partners Fischbach & Mann. Sein Stamm-Beifahrer Bertram Schwalié war am Donnerstag vor der Rallye als Opfer eines von ihm nicht verschuldeten Verkehrsunfalls ins Krankenhaus eingeliefert worden. Vom Krankenhaus aus regelte er telefonisch noch die Vertretung durch Copilotin Tanja Neidhöfer. Am folgenden Morgen verstarb er jedoch an den Unfallfolgen. "Seine Familie hat uns gebeten, bei der Rallye trotzdem an den Start zu gehen, und so haben wir uns nach einer internen Diskussion einstimmig entschieden, hier zu starten", begründete Teamchef Armin Schwegler die Teilnahme in Daun trotz des Unglücksfalls.

 

"Für mich ging es vor allem darum, die Konzentration zu behalten", sagte Andreas Gerst. "Zwischendrin erhielt ich noch einen Anruf von Bertrams Familie, die mich bestärkt hat, in Bertrams Sinne die Rallye zu Ende zu fahren. Das habe ich auch getan, aber das Ergebnis ist zweitrangig." Gerst/Neidhöfer beendeten die Eifel Rallye auf dem achten Platz des Gesamtklassements und als Dritte der Klasse.

 

Der Stand der Fahrermeisterschaft

 

1. Kahle/Göbel (Skoda) 240 Punkte

2. Haaf/Kölbach (Citroën) 180 Punkte

3. Gaßner/Schrankl (Mitsubishi) 170 Punkte

7. Möckl/Poschner (Skoda) 112 Punkte

14. Gerst/Neidhöfer - Schwalié (†) 50 Punkte

 

Der Stand der Markenmeisterschaft

 

1. Skoda 373 Punkte

2. Citroën 233 Punkte

3. Opel 156 Punkte


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