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Skoda mit drei Octavia WRC beim deutschen WM-Debüt

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Deutscher Meister Matthias Kahle komplettiert Skoda-Team

16.08.2002

 

Mit drei Octavia WRC geht das Škoda Werksteam bei der ADAC Deutschland-Rallye (23.-25. August) an den Start. Das Debüt dieser Veranstaltung im Kalender der Rallye-WM ist auch mit einer Premiere für Matthias Kahle verknüpft: Der vierfache Deutsche Rallyemeister, der vor wenigen Wochen bereits auf einem Octavia WRC von Škoda Auto Deutschland die Deutsche Meisterschaft 2002 vorzeitig für sich entschied, bestreitet diese Rallye mit Copilot Peter Göbel als Mitglied des Werksteams.

 

"Für mich ist dieser Einsatz das Highlight meiner bisherigen Karriere", sagt der 33-jährige Görlitzer. "In einem Werksteam zu fahren, ist einfach eine tolle Sache. Die Werksautos sind gegenüber meinem Octavia WRC in der Deutschen Meisterschaft in mehreren Punkten weiterentwickelt. Obwohl ich schon mehrfach bei der Deutschland-Rallye gefahren bin, ist mein Heimvorteil nicht sehr groß, denn ein Teil der Wertungsprüfungen wechselt immer wieder. Natürlich verspüre ich eine Menge Erwartungsdruck, aber ich versuche, mich davon nicht beeindrucken zu lassen. Wenn ich das Tempo meiner Teamkollegen mitgehen kann, bin ich zufrieden."

 

Seine Teamkollegen Toni Gardemeister/Paavo Lukannder (Finnland) und Kenneth Eriksson/Tina Thörner (Schweden) halten sich mit Prognosen zurück. Kenneth Eriksson sagte nach den Reifen- und Fahrwerkstests: "Die Rallye ist für alle ausländischen Fahrer neu, insofern sind die Voraussetzungen für diese gleich. Auf den Wertungsprüfungen, vor allem in Baumholder, sind Autos mit Nehmerqualitäten gefragt, das kommt unserem Octavia WRC entgegen. Aber diese Rallye besteht aus so vielen unbekannten Faktoren, da sind Vorhersagen schwierig."

 

"Es wird eine ziemliche schwere Rallye werden", ist sich Toni Gardemeister sicher. "Es gibt einige Stellen in Baumholder, da hat der Asphalt so wenig Haftung wie anderswo der Schotter. Und falls es regnen sollte, wird es richtig glatt werden. Die Prüfungen in den Weinbergen sind wie bei anderen Asphalt-Rallyes, und da bin ich froh, dass unsere neue Evolutionsstufe des Octavia WRC mehr Leistung als bisher hat. Wir werden sie gebrauchen können."

 

Auch Teamchef Pavel Janeba sagt über die weiterentwickelte Version, die vor zwei Wochen bei der Finnland-Rallye auf Schotter erstmals eingesetzt wurde: "Wir sind zuversichtlich, dass die neue Entwicklungsstufe des Octavia WRC eine echte Verbesserung darstellt und wir den Erfolg unserer harten Arbeit bei der Rallye Deutschland sehen werden."

 

Zu den Teams, die dank guter Leistungen in der Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM) vom Veranstalter eine Wild Card erhielten, gehören auch Martin Möckl/Marcus Poschner. Mit ihrem von Skoda Auto Deutschland unterstützten Octavia Kit Car - einem Fronttriebler mit rund 260 PS - wollen sie bei dieser Rallye einmal echte WM-Luft schnuppern und sich dabei im Kreis der übrigen Konkurrenten aus der DRM möglichst weit vorn behaupten.

 

Die Rallye Deutschland besteht aus drei Tagesetappen, jeweils mit Start und Ziel in Trier. Die erste Etappe am Freitag (23.08., 6.45 Uhr - 19.30 Uhr) spielt sich vorwiegend in den Weinbergen an der Mosel ab, am zweiten Tag (24.08., 7.30 Uhr - 21.44 Uhr) stehen die harten Prüfungen auf dem Truppenübungsplatz Baumholder auf dem Programm, und die dritte Schleife (25.08., 6.30 Uhr - 16.00 Uhr) führt durch das Saarland. Der Fernsehsender VOX berichtet in einer Sondersendung am Sonntag, dem 25. August, von 15.00 Uhr - 16.30 Uhr über die Rallye.


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