Motorkultur

SEMA Show Las Vegas 2010: Vorbildliche Kulturpflege (Fotos)

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Eigentlich sagt man, dass es keine Rolle spielt, ob man mit vier, sechs oder acht Zylindern unterwegs ist. Eigentlich. Bis man die SEMA besucht hat, die weltgrösste Messe für modifizierte Fahrzeuge und die damit verbundene Industrie. Die SEMA wird von acht Zylindern dominiert - keine Frage. Und wer nach einem Besuch dieses amerikanischen Superspektakels sein Herz nicht an acht Zylinder in V-Form verloren hat, der flunkert.

Einer, der das am eigenen Leib erleben durfte, ist Dirk setzte sich mit seinem Klassiker, einem Opel Rekord C Coupé, bei dem Forever Tuned Voting an die Spitze - was seitens SONAX mit einer Las Vegas Reise für ihn und seine Frau Sandra belohnt wurde. SONAX hatte sich mit Dirk einen echten Spezialisten und Kenner rausgepickt, was spätestens in "Sin City" klar wurde.

"No Bondo-Bomber"

Dirk gehört zu denjenigen, die sich nicht so schnell beeindrucken lassen. Schon garnicht von auf Hochglanz polierten Effektlacken, extremen Tieferlegungen oder brachialen Umbauten. Denn dafür hat Dirk schon zu viel gesehen, ist schon zu lange Teil der Szene und hat zuviele Erfahrungen an den eigenen Projekten sammeln dürfen. Vor allen Dingen aber kennt er sich aus mit den Stellen, die man nicht auf den ersten Blick sieht. Wer sein Rüsselsheimer Meisterstück schon mal in Realität bewundern durfte, der wird das sofort bestätigen.

Was Dirk in Las Vegas zu sehen bekam, beeindruckte ihn. Denn die Fahrzeuge, die auf der SEMA ausgestellt werden, sind perfekt gebaut. Keine versteckten Spachtelecken, frei wuchernden Kabelbäume oder flüchtig gestalteten Innenräume. Dafür Modifikationen auf höchsten Niveau, gepaart mit frischer Kreativität und garniert mit kompromissloser Leistung. Was der TÜV zu den ausgestellten Umbauten sagen würde, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Aber eine Straßenzulassung ist auch nicht das oberste Ziel eines Showcar-Besitzers.

(Motor-)Kulturpflege überall

Showcars gibt es auf der SEMA im Überfluss. Es gibt sogar so viele, dass man selbst nach ein paar Tagen auf der Messe immer noch das Gefühl hat, man hätte nur einen Bruchteil gesehen. Was allerdings die SEMA viel mehr auszeichnet - als das schiere Überangebot -, das ist das überwältigende Gesamtangebot. Hier merkt man bei jedem Schritt, dass man sich seiner Wurzeln bewusst ist. Denn neben dem modernen Fahrzeugangebot findet man mindestens genau so viele Hot Rods, Muscle Cars und modifizierte Klassiker. Das zieht sich nicht nur durch die nicht enden wollende Schar der Zulieferer, sondern zeigt sich auch bei den großen Herstellern: Ford präsentiert stolz seinen Mustang-Ponyhof, General Motors seine Sportwagenklassiker wie z.B. die Chevrolet Corvette, der Chrysler Konzern seine Mopars. Tradition wird groß geschrieben.

In der Gesamtheit ist es also das Angebot, das sprachlos macht. Dazu unzählige Helden aus den entsprechenden Szenen wie z.b. der Gymkhana-Virtuose Ken Block, der General Tire Wüstenprofi B.J. Baldwin oder die bekannten Customizing TV-Stars West Coast Customs, die dafür sorgen, dass man den Besuch nicht so schnell vergisst.

V8 infiziert

Dass sich Dirk ein V8-Projekt aus Übersee zulegen wird, steht nach seinem Las Vegas-Besuch außer Frage. Nicht außer Frage steht allerdings, dass der Klassiker, wenn er denn einmal durch seine Hände gegangen ist, die SEMA Konkurrenz nicht zu scheuen braucht.

 

 

 

Quelle: Chromjuwelen

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