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Saab und die Turbo-Technik: Eine leistungsstarke Partnerschaft
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- Seit 25 Jahren Turbo-Motoren in Saab Pkw - Der Saab 99 machte 1977 den Anfang - Heute Kompetenz-Zentrums von General Motors - Turbo-Lösungen für Benziner und Diesel
Die beiden Begriffe Saab und Turbo sind so untrennbar miteinander verbunden, wie die zwei Seiten einer Medaille. Seit nunmehr 25 Jahren ist Saab in Sachen Turbolader-Technik weltweit führend. Der beeindruckende Turbo-Antrieb ist auch die treibende Kraft für das sportliche und dynamische Markenimage von Saab.
Der Ausdruck Turbo steht üblicherweise für kraftvolle Leistungsentfaltung. Er ist ein Begriff, der längst aus den automobilen Technik-Handbüchern als Sinnbild in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen ist. Jeder weiß, was es bedeutet, auch wenn nur wenige eine korrekte Vorstellung von Aufbau und Funktion eines Turboladers haben. Ohne Saab wäre eine Beschreibung wie "Turbo-Leistung" vermutlich außerhalb der Automobilwelt kaum zu einem Begriff geworden.
Vor dem Auftritt von Saab wurde der Begriff Turbo fast ausschließlich bei Rennwagen und Dieselaggregaten in Schwerlastwagen und Bussen angewandt. Bei Straßenfahrzeugen war Turbo das ausschließliche Privileg einiger weniger Exoten oder limitierter Spezialserien. Die Technologie war zu wenig ausgereift und der Schub-Einsatz zu heftig für den Verkehrsalltag. Aber die Entwickler von Saab demonstrierten der Welt eindruckvoll, wie ein Turbo gebändigt werden kann.
Kostenfreie zugabe Um es auf den Punkt zu bringen: Turboaufladung ist ein Verfahren, um aus einem Aggregat mehr Leistung herauszuholen, indem die Abgase dazu verwendet werden, ein Kompressorrad anzutreiben. Dieses schaufelt seinerseits mehr Luft in die Brennräume, als ein herkömmlicher Motor selbst ansaugen könnte. Die verstärkte Luft-Ladung bewirkt höhere Verdichtung, liefert bei der Verbrennung mehr Energie - und damit mehr Leistung.
Damit kann, ganz im Gegensatz zu einem größeren Aggregat mit vielen Zylindern, eine kleinere Maschine mit Turbolader genau punktgenau zusätzliche Kraft entwickeln, wenn diese benötigt wird. Bei wenig geöffneten Drosselklappen wird kein Ladedruck aufgebaut, was den selben Spritverbrauch wie ein normales Aggregat mit sich bringt.
Dieses Verfahren ist besonders elegant, weil das Turboprinzip überschüssige Energie nutzt, um den Lader anzutreiben - im Prinzip eine völlig kostenfreie Zugabe, schließlich werden Kräfte genutzt, die sonst im wahrsten Sinne über die Abgasanlage verpuffen.
Aus anderem Blickwinkel: alle Verbrennungsmotoren besitzen Benzinpumpe, Wasserpumpe und Ölpumpe - warum also nicht auch eine Pumpe für Luft? Man vergeudet nicht einfach Energie, die auch unter Gesichtspunkten des Umweltschutzes noch genutzt werden kann.
Den Turbo neu erfunden Als der erste Saab 99 mit Turbo 1977 auf der IAA in Frankfurt präsentiert und später auch in Fahrtests erprobt wurde, galt sein Auftritt als der Beginn einer neuen Ära im Motorenbau. Diese aufregend neue Art von Leistungsentfaltung wurde erstmals in der breiten Öffentlichkeit bekannt. Journalisten, welche die ersten Testfahrzeuge fuhren, schwärmten von der rasanten Beschleunigung und dem gewaltigen Durchzug. "Die Urgewalt ist förmlich unterm Hintern und bei der Beschleunigung im Rücken zu spüren, und die schier unbändige Kraft scheint Auto und Fahrer förmlich hinweg zu fegen", so damals ein Journalist. Die Saab Turbos bügelten Steigungen scheinbar mühelos nieder und Reisezeiten schrumpften gewaltig zusammen. Alles, weil die Motoren ein Drehmoment boten, das zuvor lediglich von sogenannte "Superautos" bekannt war. In erster Linie aber zauberte Saab mit seinem Turbo ein zufriedenes Lächeln in die Gesichter der weltweit begeisterten Autofans.
Das Bild eines schwarzen, dreitürigen Saab mit diesen unnachahmlichen "Inca"-Gußrädern die im Stil der Turbo-Schaufelräder geformt waren, wurden zum Sinnbild dieses Kapitels der Automobil-Geschichte.
Nachahmung, so sagt eine Binsenweisheit, sei die höchste Form der Schmeichelei. In Falle von Saab trifft dieser Spruch sicherlich ins Schwarze. Fünf Jahre, nachdem die ersten Turbomodelle von Saab in den Handel kamen, schnellte die Zahl der Turbo-Automobile anderer Hersteller von gerade einer Handvoll auf mehr als 60. Saab hatte den Turbo zum Objekt der Begierde für Speed-Freaks gemacht. Plötzlich wollte jeder einen haben und die Hersteller lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, um einen der begehrten Turbos in der Produktpalette zu haben.
Die Turbolader-Technik war die treibende Kraft für die großen Verkaufserfolge von Saab in den 80er Jahren, die den schwedischen Hersteller unvermittelt auf die automobile Überholspur katapultierte. Plötzlich war die Marke Saab in aller Munde und die Produkte stiegen in der Käufergunst mächtig: Vor allem der Zuspruch anspruchsvollen Kunden wuchs, die mit den hochwertigen, sportlichen Fahrzeugen von Saab ihre Individualität besonders unterstreichen konnten.
Turbo total Unter den großen Fahrzeugherstellern der Welt ist Saab der einzige, der die Turbotechnik in der gesamten Produktpalette für Benziner- und Diesel-Modelle einsetzt. Und so ist es auch kein Wunder, dass Saab heute innerhalb des General Motors Konzerns die Rolle des Kompetenz-Zentrums für Turbo-Motoren einnimmt.
Die typische Kraftentfaltung eine Turbomodells birgt zudem lebenswichtige Sicherheitsaspekte. Sie erlaubt rasches und damit sicheres Überholen. Und die zusätzliche Schubkraft ist zudem spontan abrufbar: für eine kraftvolle Beschleunigung braucht der Fahrer den Motor nicht extrem hochzudrehen oder, wie in vielen Fällen notwendig, sogar einen Gang herunter zu schalten.
Der Turbo-Einsatz ist auch eine intelligente Lösung. Ein Turbo liefert ohne Aufwand die Leistung einer weit größeren und stärkeren Maschine, wenn Power gefragt ist. Ansonsten ist er stets die kompaktere, leichtere und effizientere Antriebseinheit und überzeugt zudem durch angenehme Laufruhe. Und er ist ein zuverlässiges Kraftpaket mit geringen Abmessungen. Saab hat die Turbo-Technik auf höchstes Niveau entwickelt und bewiesen, dass die heutigen Turbolader genauso langlebig sind, wie andere Motorenkomponenten, beispielsweise Lichtmaschine, Kupplung oder Getriebe.
Um einen solch kraftvollen Auftritt bieten zu können, packt Saab unter die Kühlerhauben seiner Modelle eines der leistungsfähigsten Motormanagement-Systeme, das derzeit in Großserie produziert wird. Es kann mehr als zwei Millionen Rechenvorgänge in einer Sekunde ausführen. Dabei wird eine größere Rechnerleistung geliefert als bei den Computern, die Menschen zum Mond fliegen ließen. Und dies vermutlich deshalb, weil Saab - für einen Hersteller dieser Größe eher ungewöhnlich - es vorzieht, sein eigenes System selbst zu entwickeln und zu produzieren, anstatt sich auf externe Anbieter zu verlassen.
Die Marken-Baumeister Turbotechnik ist integraler Bestandteil und Herzstück der sportlichen Tradition und Markenphilosophie des Unternehmens Saab. Das Credo heißt: Leistung in Verbindung mit Verantwortung bietet nicht nur größere Sicherheit beim Überholen, es kann auch mehr Energie aus jeder Tankfüllung Treibstoff gewonnen werden.
Der Turbo unterstreicht zudem deutlich die "Weniger ist mehr"- Philosophie von Saab. Saab Kunden haben kein Interesse an schnödem Leistungsfetischismus oder sinnloser Sprit-Abfackelei ohne driftigen Grund. Wie das Design-Credo von Saab ("Die Form muss der Funktion folgen") sich im Understatement des skandinavischen Designs wiederspiegelt, huldigen der Ingenieure in Sachen Turbo der gleiche Maxime.
Fazit: Die konkurrenzlose Kraftentfaltung der Turbomotoren von Saab ist aufregend und vernünftig zugleich, da sie auch die Verkehrssicherheit steigert. Saab erhöht mit dem Turbo den Fahrspaß: Ein Grund mehr, weshalb sich die Fahrer der schwedischen Premium-Marke stets gerne hinters Lenkrad schwingen |
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Zwei kleine Geschichten zum Turbo.
Den ersten Saab 99 Turbo, den ich erwarb (neu), war wirklich eine aufregende Sache.
Auch die Werkstatt hatte ein besonderes Augenmerk und erwartete mich schon nach 500 km zu einem Sicherheitscheck.
Die Turbine , groesser als eine Männerfaust leuchtete mir nach forscher Fahrt buchstäblich heim - feuerrot und knisternd, glaubte ich, bald würde die Motorhaube Brandblasen werfen.
Nichts dergleichen geschah, aber ganz beruhigt war ich nie.
Mein dritter Turbo, ein 900 Aero, war ein wunderbarer 16ventiler und der erste mit Kat.
Das Betanken mit bleifrei war noch nicht Routine und so musste kommen was so sehr befürchtet wird, - falscher Sprit getankt.
( Zu der Zeit fehlte noch eine entsprechende Vorrichtung um eine Verwechslung beim Betanken zu verhindern )
Hin und her gerissen, was nun zu tun ist, gab ich optimistisch Gas und fuhr los. Erst vorsichtig, dann immer mutiger, stellte sich heraus, dass die gehimmelte Lamda-Sonde das Temperament des Wagens ziemlich gezügelt haben musste und so fuhr ich fortan ( bis zum Verkauf ) etwa 10Tkm, wieder verbleiten Sprit.
Wenn ich mich recht erinnere kostete der "Rückbau" von Sonde und Kat etwa 900 DM.
Es scheint dem Motor nicht geschadet zu haben, denn der Tacho - ich schrieb schon dazu - , steht heute bei ca. 315000 km.