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Der Autohersteller Daimler Chrysler hat heute die wohl größte Rückrufaktion der Konzerngeschichte gestartet. Weltweit müssen 1,3 Millionen Mercedes-Pkw (davon etwa 300.000 Fahrzeuge in Deutschland) in die Werkstätten zurück. Damit ruft der Konzern mehr Autos zurück, als die Firma im Jahr produziert und man nennt diesen Schritt "einen Beitrag zur Steigerung der Qualität".Beteiligt ist auch die Firma Robert Bosch, die für die Elektronik bei der Nobelmarke Mercedes-Benz zuständig ist. Erst im Februar hatte General Motors 155.000 Autos zurückgerufen, weil ein von Bosch hergestellter Bremskraftverstärker überprüft werden sollte.
Betroffen sind laut Angaben des Autoherstellers alle Fahrzeuge mit Sechs- und Achtzylinder-Benzinmotor aus dem Produktionszeitraum Juni 2001 bis 2004. Bei diesen Fahrzeugen gibt es Mängel bei der Lichtmaschine. Weitere Mängel treten bei den Baureihen E- und CLS - Klasse bezüglich der Software des Batteriesteuergerätes auf. Schwerwiegender sind jedoch die Fehler an den Bremsen der E, SL und CLS - Klasse, die von 2001 bis heute hergestellt wurden.
Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) waren im vergangenen Jahr insgesamt 1.407.649 Fahrzeuge betroffen. Die höchste Zahl der zurückgerufenen Autos pro Aktion lag nach den Angaben des Bundesamtes bei 337.068 Einheiten.