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Rarer Franzose: Simca 8 Cabriolet
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Simca – dazu fallen den meisten Oldtimerfans die kleinen giftigen Heckschleudern im Schuhkarton-Design der sechziger Jahre ein, eventuell noch die Aronde als klassische Limousine der Endfünfziger. Aber ein Cabrio mit Knickscheibe, aus der Feder von Farina? Doch, auch das gab es. Fredrik Backman tritt den rollenden Beweis an.
Fredriks Exemplar wurde 1952 in Mailand an einen bekannten Winzer ausgeliefert. Drei Jahre später beglich der Weinproduzent einen Teil seiner Verbindlichkeiten bei der bekannten schwedischen Industriemagnatenfamilie Wallenberg, in dem er den zweisitzigen Simca abtrat. So kam das Auto nach Schweden, wo es die nächsten knapp 50 Jahre verbringen sollte.
Dort, in seinem Heimatland, entdeckte Fredrik Backman 2004 den seltenen Simca über ein Inserat. „Ich war auf der Suche nach einem Cabrio aus den fünfziger Jahren, und dieses hier ist wirklich extrem rar. Außerdem finde ich die Form sehr schön.“ Hinzu kam, dass der Wagen für sein Alter von sehr gesunder Substanz war. Dennoch hat der 36jährige seine Neuerwerbung in drei Jahren komplett zerlegt und von Grund auf neu aufgebaut. „Dabei habe ich mich aber so weit wie möglich am Auslieferungszustand orientiert. So ist der neu angefertigte Kabelbaum originalgetreu mit Stoff umwickelt.
Im Innenraum konnte ich glücklicherweise die originalen blauen Lederbezüge retten. Auch sonst habe ich versucht, möglichst viel von der ursprünglichen Substanz zu erhalten – das ist mir sehr wichtig“, erklärt der gebürtige Schwede, der heute in Rüsselsheim als Automobil-Designer arbeitet. Im Armaturenbrett finden sich daher nach wie vor der halbrunde Jaeger-Tacho und die daneben liegende runde Uhr, die zusammen mit dem Tourenzähler in der Mitte des Cockpits angeordnet sind. Fredrik Backmans Glück war, dass der offene Zweisitzer so gut wie komplett war, denn Teile für diese Baureihe sind so gut wie nicht zu bekommen.
Lediglich das Emblem auf der vorderen Haube fehlte, die Beschaffung von Ersatz schien unmöglich. Doch manchmal hilft der Zufall: Bei einem Schrotthändler in Frankreich wurde der Simca-Restaurator aus dem hohen Norden fündig – obendrein zu einem Spottpreis.
Familiär vorgeprägt ist Fredrik Backman durch seinen Vater, der selbst leidenschaftlich Autos restauriert. Offenbar wurdedas entsprechende Gen an den Sohn weiter gegeben. „Oldtimer waren von Kindheit an meine Leidenschaft“, gibt Fredrik Backman zu. Das merkt man auch dem Fuhrpark des Skandinaviers an, der seit gut 10 Jahren in Deutschland lebt und arbeitet. Neben dem Simca Cabrio nennt Backman junior noch zwei „68er“ sein eigen: Einen Fiat 500 und einen Porsche 911.
Seit er den hübschen Sport-Simca im Jahr 2007 fertig gestellt hat, ist Fredrick Backman damit an schönen Tagen in seiner Freizeit unterwegs, zumeist im Umkreis von Frankfurt und Wiesbaden bis in die angrenzenden Mittelgebirge. In der Regel sind es hübsche Spritztouren zu zweit, die häufig in gemütlichen Biergärten ihr Ziel finden. Auf Oldtimertreffen ist er hingegen bisher nicht anzutreffen gewesen – Schade eigentlich, denn da würden manchem Besucher die Augen über gehen!
Seit er den hübschen Sport-Simca im Jahr 2007 fertig gestellt hat, ist Fredrick Backman damit an schönen Tagen in seiner Freizeit unterwegs, zumeist im Umkreis von Frankfurt und Wiesbaden bis in die angrenzenden Mittelgebirge. In der Regel sind es hübsche Spritztouren zu zweit, die häufig in gemütlichen Biergärten ihr Ziel finden. Auf Oldtimertreffen ist er hingegen bisher nicht anzutreffen gewesen – Schade eigentlich, denn da würden manchem Besucher die Augen über gehen!
von Michael Grote
Quelle: Carsablanca