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Peugeot 206 WRC bei der Rallye Deutschland (23. bis 25. August 2002)
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Grönholm will von Vorjahreserfahrungen profitieren
„Ich will Punkte mitnehmen“, hofft WM-Tabellenführer Marcus Grönholm vor der ADAC-Rallye Deutschland. Der Peugeot-Werkspilot ist einer der wenigen Fahrer, die den neuen WM-Lauf bereits kennen, denn beim WM-Probelauf im Vorjahr belegte er den vierten Rang. „Die Rallye ist anspruchsvoll, da der Charakter der Strecken auf allen drei Etappen sehr unterschiedlich ist. Es ist, als würde man drei verschiedene Rallyes fahren.“ Auf der ersten Etappe stehen enge und kurvige Asphalt-Sträßchen in den Mosel-Weinbergen auf dem Programm, am zweiten Tag raue Betonpisten auf dem Truppenübungsplatz Baumholder, bevor die Rallye auf der dritten Etappe über Top-Speed-Prüfungen im Saarland führt. „Für mich ist es ein Vorteil, dass ich hier schon gefahren bin“, so Grönholm. „Denn ich habe Streckenkenntnis und Erfahrung, außerdem besitzt unser Team dadurch bereits einen Aufschrieb.“
Richard Burns kennt die Strecken des zehnten WM-Laufs dagegen nur von Testfahrten: „Es wird eine schwierige Rallye. Die Prüfungen sind sehr kurvig, und am Samstag auf dem Truppenübungsplatz rutschig.“ Dennoch ist der Weltmeister optimistisch: „Ich kann dort siegen.“ Weil Asphalt-Spezialist Gilles Panizzi wegen eines gebrochenen Schlüsselbeins nicht starten kann, wird Harri Rovanperä den dritten Werks-206 WRC pilotieren. „Ich habe nicht getestet und bin die Asphalt-Spezifikation des Werks-Peugeot noch nicht gefahren, deshalb weiß ich nicht, was mich erwartet“, so der Finne, der sonst bei Schotter-Rallyes das dritte Werksauto steuert. „In Spanien wurde ich mit einem Kundenauto Siebter, deshalb bin ich optimistisch. Für die meisten Fahrer ist die Rallye neu, wir starten alle unter gleichen Voraussetzungen.“
Zeitplan
Freitag, 23. August 2002
WP1 Dhrontal 1 (12,42 km), 07.58 Uhr
WP2 Schönes Moselland 1 (23,82 km), 08.49 Uhr
WP3 Moselwein 1 (22,28 km), 09.32 Uhr
WP4 Dhrontal 2 (12,42 km), 12.10 Uhr
WP5 Schönes Moselland 2 (23,82 km), 13.01 Uhr
WP6 Fell-Ruwertal 1 (15,80 km), 14.09 Uhr
WP7 Moselwein 2 (22,28 km), 16.37 Uhr
WP8 Fell-Ruwertal 2 (15,80 km), 17.40 Uhr
Samstag, 24. August 2002
WP9 Maiwald 1 (18,73 km), 09.30 Uhr
WP10 Panzerplatte 1 (35,56 km), 09.58 Uhr
WP11 Maiwald 2 (18,73 km), 12.38 Uhr
WP12 Hahlkreuz (8,31 km), 13.06 Uhr
WP13 Erzweiler 1 (20,87 km), 13.29 Uhr
WP14 Panzerplatte 2 (35,56 km), 16.04 Uhr
WP15 Erzweiler 2 (20,87 km), 16.52 Uhr
WP16 Super S. St. Wendel (5,81 km), 19.17 Uhr
Sonntag, 25. August 2002
WP17 Peterberg 1 (15,03 km), 08.10 Uhr
WP18 St. Wendeler Land 1 (17,71 km), 08.38 Uhr
WP19 Bosenberg 1 (15,82 km), 09.11 Uhr
WP20 Peterberg 2 (15,03 km), 11.16 Uhr
WP21 St. Wendeler Land 2 (17,71 km), 11.44 Uhr
WP22 Bosenberg 2 (15,82 km), 12.17 Uhr
WP23 Super S. St. Wendel (5,81 km), 13.40 Uhr
Daten zur Rallye
Datum:
23. – 25. August 2002
Start und Ziel:
Trier (D)
Pressekontakt:
Peugeot Sport
T 00 33 6 83 84 36 16, J.-C. Lefebvre
T 00 33 6 07 78 55 38, A. Peuvergne
Michael Kramp, Rallye Deutschland
T 0221 95743434
F 0221 95743444
Internet:
http://www.rallye-deutschland.de
Strecke:
Asphalt
Sonderprüfungen:
23
Distanz:
416,01 km/1449,19 km (WP/Gesamt)
Die Rallye Deutschland auf Eurosport:
Freitag, 23. August
00.15 – 00.45 Uhr Vorschau
09.30 – 10.00 Uhr Vorschau (Wdh.)
Samstag, 24. August
00.15 – 00.45 Uhr 1. Etappe
09.30 – 10.00 Uhr 1. Etappe (Wdh.)
Sonntag, 25. August
00.15 – 00.45 Uhr 2. Etappe
09.00 – 09.30 Uhr 2. Etappe (Wdh.)
Montag, 26. August
00.15 – 00.45 Uhr 3. Etappe
08.30 – 09.00 Uhr 3. Etappe (Wdh.)
Dienstag, 27. August
12.30 – 13.30 Uhr Schlussbericht
Mittwoch, 28. August
11.00 – 12.00 Uhr Schlussbericht (Wdh.)
Donnerstag, 29. August
09.00 – 10.00 Uhr Schlussbericht (Wdh.)
Rückblick Finnland: Doppelsieg für Peugeot
Auf den schnellen Schotterstrecken der Rallye Finnland war das Peugeot-Werksteam nicht zu schlagen: Marcus Grönholm und dem Briten Richard Burns gelang der fünfte Peugeot-Doppelsieg der laufenden Saison. Der Finne feierte zudem einen Hattrick, denn er konnte nach 2000 und 2001 bereits zum dritten Mal seine Heimat-Rallye gewinnen. Im Ziel trennte das Peugeot-Duo 1.22 Minuten von den Verfolgern. Mit dem erneuten Doppelsieg baute Peugeot seine Führung in der Marken-WM vor Ford auf 25 Punkte aus. Tabellenführer Marcus Grönholm vergrößerte seinen Vorsprung in der Fahrer-Wertung auf 17 Zähler.
17 von 22 Wertungsprüfungen entschieden in Finnland Peugeot-Piloten für sich. Weltmeister Richard Burns musste seinem Teamkollegen Harri Rovanperä in Folge einer harten Landung nach einer der landestypischen Sprungkuppen und einem daraus resultierenden Turbolader-Defekt die Führung überlassen. Rovanperä schied später an den Folgen eines Reifenschadens aus. Damit war der Weg für Grönholm zum dritten Saisonsieg frei.
Peugeot in Deutschland
Die Rallye Deutschland zählt erstmals zur Rallye-Weltmeisterschaft. Doch bereits in der Vergangenheit war Peugeot auf den Strecken in den Weinbergen erfolgreich: 1985 siegte der Schwede Kalle Grundel am Steuer eines Peugeot 205 T16 bei der Rallye Deutschland, die damals zur Deutschen Meisterschaft und zur Rallye-EM zählte. Im Jahr darauf wiederholte die Französin Michèle Mouton den Erfolg im 205 T16 von Peugeot Deutschland. Der erste Einsatz des Peugeot 206 WRC bei der Rallye Deutschland fand im Jahr 2001 beim Probelauf der Rallye für eine Aufnahme in den WM-Kalender statt. Marcus Grönholm belegte nach einem Reifenschaden den vierten Rang und nutzte die Chance, die Strecken bereits kennen zu lernen.
Interview mit Corrado Provera, Direktor Peugeot Sport
Mit welchen Erwartungen reisen Sie zum ersten WM-Lauf auf deutschem Boden?
„Ich erwarte eine perfekte Organisation. Die deutschen Veranstalter der Rallye sind im vergangenen Jahr viel gereist und haben gelernt. Ehrlich gesagt – ich wäre überrascht, wenn dort keine professionelle Arbeit geleistet würde. Zum Beispiel gibt es neue Ideen, was die Verkehrsregelung und Zuschauerführung betrifft. Ich glaube, dass sehr viele Besucher kommen werden. In Deutschland gibt man sich Mühe, dass die Fans bequem zuschauen können und nicht wie Vieh behandelt werden.“
Was erwarten Sie aus Marketing-Aspekten?
„Der deutsche Markt ist für uns wichtig. Peugeot hat dort seinen Pkw-Absatz im ersten Halbjahr 2002 um über 11 Prozent und den Marktanteil auf 3,3% steigern können. Auch die Händler-Struktur ist besser geworden und es gibt positive Reaktionen der deutschen Kunden. Es ist für uns wichtig, den Bekanntheitsgrad weiter zu steigern.“
Sie waren bereits im vergangenen Jahr bei der Generalprobe der Rallye. Wie beurteilen Sie die Streckenführung?
„Die Streckenführung ist sehr speziell. Am Freitag geht es durch die Weinberge, am Samstag werden Prüfungen auf dem Militärgelände gefahren und Sonntag ist der Charakter der Prüfungen wieder anders. Das ist sehr faszinierend.“
Peugeot Sport liegt in Paris nur wenige Autostunden von Trier entfernt. Ist die Rallye für Sie etwas wie ein Heimspiel?
„In jedem Fall. Wir bringen hierher alle Mitarbeiter von Peugeot Sport mit, die sonst nicht zu einem WM-Lauf reisen können. Wir organisieren zum Beispiel Bustouren aus Paris. Besonders für die Peugeot-Mitarbeiter aus dem Osten Frankreichs ist die Rallye Deutschland sozusagen ein Heimspiel. Aber auch die Mitarbeiter von Peugeot Deutschland werden zahlreich vertreten sein, denn die Deutschland-Zentrale in Saarbrücken liegt nur eine halbe Autostunde von der Rallye entfernt.“