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Opel Special Vehicles GmbH eröffnet Niederlassung im Werk Bochum

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Die Opel-Tochtergesellschaft Opel Special Vehicles GmbH (OSV) in Rüsselsheim hat jetzt mit einer Gesamtinvestition von 540.000 Euro eine Dependance im Werk Bochum eröffnet. OSV ist ein Joint-Venture zwischen Opel und Zender GmbH, Mühlheim-Kärlich. Hintergrund für die Erweiterung der Geschäftstätigkeiten ist die gestiegene Auftragslage bei OSV. Zusätzlicher Vorteil: In Bochum hergestellte Fahrzeuge müssen für bestimmte Fahrzeugmodifikationen künftig nicht mehr nach Rüsselsheim transportiert werden. In der neuen Halle, die während der Werksferien fertig gestellt wurde, rüsten ab heute 23 Mitarbeiter zunächst die Modelle Astra und Zafira mit Park-Pilot- und den Zafira mit DVD-Systemen aus. Ziel ist, individuelle Einbaulösungen, die immer häufiger von Kunden gewünscht werden, verstärkt direkt vor Ort auszuführen und die Zahl der Mitarbeiter sukzessive auf rund 50 zu erhöhen.

 

Die neue Fertigung im Werk Bochum hat eine Fläche von 3.640 m² plus eine Abstellfläche von 5.200 m² für die reibungslose Logistik der Fahrzeuge. „Wir werden bereits im Jahr 2003 rund 35.000 Fahrzeug-Umbauten in Bochum durchführen und planen, die Zahl der Aufträge auszubauen“, erläutert Johannes Schneider, Leiter der Zweigniederlassung OSV Bochum. So soll neben dem Einbau von Park-Pilot- und DVD-Systemen ab kommendem Jahr auch die Fertigung des Astra Caravan Sport aufgenommen werden.

 

OSV Rüsselsheim hat bereits den nächsten Expansionsschritt ins Auge gefasst: der Geschäftsführer der Opel-Tochter, Peter Schuch, benötigt mit seinen rund 300 Mitarbeitern zusätzliche Fläche, um die ständig steigende Nachfrage nach Aus- und Umbauten bewältigen zu können. Daher soll der Umbau von Polizeifahrzeugen im kommenden Jahr innerhalb des Opel-Werkes Rüsselsheim in einen anderen Bereich des Werkes umziehen, um so die Herstellung der Erdgasfahrzeuge in einer Halle zu konzentrieren. Für das Jahr 2003 sind bei OSV Rüsselsheim bereits 60.000 Fahrzeug-Modifikationen geplant, darunter auch die Herstellung des mit Erdgas betriebenen Astra Caravan 1.6 CNG.

 

Die Adam Opel AG bietet bereits seit 2001 den Opel Zafira 1.6 als Erdgasfahrzeug an. Er ist laut aktueller Umweltliste des Verkehrsclub Deutschland der umweltfreundlichste Van. Opel ist dabei der einzige Hersteller in Deutschland, dessen Erdgasfahrzeuge über das innovative Antriebskonzept monovalentplus verfügen: Sie sind auf den Gasbetrieb optimiert und können im Bedarfsfall auf Benzinversorgung umgeschaltet werden. Das Fahrzeug ist daher im Gasbetrieb besonders verbrauchsgünstig (im Durchschnitt 5,5 kg auf 100 Kilometern). Die Produktionskapazität bei OSV für die beiden Erdgas-Modelle wird im nächsten Jahr bei 22.400 Einheiten liegen. Insgesamt sind in Deutschland derzeit ca. 12.000 erdgasbetriebene Fahrzeuge registriert, in Italien, dem größten europäischen Markt für Erdgasfahrzeuge, sind es rund 370.000 und weltweit sind es rund 1,5 Millionen. Das Erdgas-Netz der Tankstellen bietet zur Zeit nahezu 300 Anlaufstellen in Deutschland.

 

Aktuell engagiert sich Opel auch an der Initiative „Rhein-Ruhr gibt Gas“, die von Ernst Schwanhold, Minister der für Wirtschaft und Mittelstand, Energie und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, in Zusammenarbeit mit einigen Unternehmen im Juli 2002 ins Leben gerufen wurde. Die Beteiligung an dieser Aktion steht in engem Zusammenhang mit der Dreifachstrategie der Adam Opel AG, die Emission von CO2 und Schadstoffen nachhaltig zu senken. Dazu gehören die Entwicklung und Produktion verbrauchsoptimierter Fahrzeuge der ECO-Reihe, der Erdgasantrieb und Brennstoffzellenfahrzeuge. „Unternehmerisches Handeln heißt für Opel immer auch nachhaltiges Handeln. Wir verbinden unseren Anspruch an die wirtschaftliche Leistung stets mit aktiver sozialer Verantwortung und praktiziertem Umweltschutz“, erklärt Klaudia Martini, Mitglied des Vorstands der Adam Opel AG. Der Ausbau neuer Geschäftsfelder ist eine logische Folge: OSV bietet den Kunden im Rahmen dieser Strategie Produkte und Dienstleistungen von großem Nutzen und hoher Qualität, ganz individuell auf den jeweiligen Bedarf zugeschnitten.

 

Die Opel Special Vehicles GmbH in Bochum

 

• Beteiligung Adam Opel AG 74,9 %

• Beteiligung Zender GmbH 25,1 %

• Start der Bauarbeiten Juli 2002

• Produktionsbeginn August 2002

• Investitionssumme Adam Opel AG 540.000 Euro

• Grundfläche Fahrzeug-Modifikationszentrum 3.640 m²

• Abstellflächen für Fahrzeuge 5.200 m²

• Anzahl Mitarbeiter August 2002 23

• Gesamt-Produktionskapazitäten 2002 5.350

• Einbauten Parkpilot (2002) 3.850

• Einbauten DVD-Systeme (2002) 1.500

• Gesamt-Produktionskapazität 2003 35.000


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