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Neues Nissan-Designzentrum für Europa in London eröffnet
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- Kreativ-urbane Arbeitsatmosphäre für 50 internationale Designer
- Ex-Wartungsdepot der ?British Rail? in Paddington zum Kreativ-Zentrum ausgebaut
- Weltweites Netz von sechs Designstudios formt die Nissan der Zukunft
London, 22. Januar 2003 - Carlos Ghosn, Präsident und CEO der Nissan Motor Company, und Shiro Nakamura, Senior Vice President und weltweit für das Nissan Design verantwortlich, haben heute im Londoner Stadtteil Paddington das neue europäische Designcenter des Unternehmens offiziell eröffnet. Es führt die bislang auf die Standorte Geretsried (bei München) und Cranfield (England) verteilten Teams an einem Ort zusammen und bietet rund 50 internationalen Designern und Modellbauern einen maßgeschneiderten Arbeitsplatz. ?Für Nissan spielt Design eine fundamentale Rolle; es ist eine starke Antriebsfeder bei der Umsetzung unseres weltweiten Wachstumsplans NISSAN 180?, betonte Carlos Ghosn in seiner Eröffnungsansprache, ?das heutige Ereignis zeigt, wie wichtig uns die Fortführung eines charakterstarken Designs für auf Europa zugeschnittene Nissan-Modelle ist.? Shiro Nakamura begründete die Wahl von London als Standort für das neue Kreativ-Zentrum mit ?dem einzigartigen Ambiente, das unseren Designern die nötigen Freiräume zur Entdeckung, Definition und Umsetzung ihrer Ideen gibt.? Paddington im Londoner Westen gilt als aufstrebender Stadtteil mit multikultureller Bevölkerungsstruktur, der Zugang zu einflussreichen Strömungen in zeitgenössischer Kunst, Architektur und Mode eröffnet.
Als Sitz für sein jüngstes Designcenter wählte Nissan ?The Rotunda?, ein 1969 errichtetes ehemaliges Wartungsdepot der ?British Rail? nahe des Grand Union Canals und des In-Viertels ?Little Venice?. Der 1994 unter Denkmalschutz gestellte Oval-Bau gilt als klassisches Beispiel des britischen Post-Modernismus und Landmark-Designs im Londoner Westen. Nach Aufgabe des 3.500m2 großen Areals durch die Bahn in den 80er Jahren verwahrloste das preisgekrönte Gebäude zunehmend ? erst die im August 2002 auf Nissan-Initiative eingeleitete General-Renovierung durch die Architekten Tate und Hindle verwandelte die Kulturruine in das hochmoderne Kreativstudio von heute. Das Interieur folgt der japanischen Philosophie des ?Wa? (zu deutsch: Harmonie) und stellt eine Synthese europäischer und japanischer Einflüsse dar. Graffitis, Tag-Schriftzüge und von Gaudi inspirierte Malereien, die an die jüngere Vergangenheit der Rotunda erinnern, wurden von den Innenraumarchitekten wo möglich erhalten und vor eventuellen Beschädigungen geschützt.
Zentrale Rolle im Netz der sechs weltweit tätigen Nissan-Designcenter
Im globalen Netzwerk der sechs Nissan-Designcenter ? in Japan unterhält das Unternehmen drei, in Nordamerika zwei Studios ? spielt das neue Europa-Center eine strategisch herausragende Rolle. Das beweist nicht zuletzt die nochmalige Aufstockung des dort tätigen Personals um 25 Prozent. Zwar soll NDE (Nissan Design Europe) primär Autos für den europäischen Markt entwickeln, daneben aber auch Input bei Projekten für Überseemärkte liefern.
Die technische Ausstattung des dreistöckigen Baus umfasst einen Bereich mit CAD (Computer Aided Design)-Arbeitsplätzen, je einen Präsentations- und Schauraum, Fräsmaschinen zum Anfertigen von Tonmodellen und eine so genannte ?Chill out?-Zone, in der sich die Mitarbeiter entspannen und Ideen austauschen können. Eine weitere technische Besonderheit stellt das spezielle Lichtsystem dar: Es erlaubt den Designern, zur Unterstützung ihrer Arbeit Tageslicht mit unterschiedlicher Intensität in die Räume zu ?zaubern?.
Drei Studio-Chefdesigner für die Entwicklung neuer Serienwagen und Studien
Leiter des Paddington-Studios ist Shuji Takano (Vice President Design), dem drei unabhängig voneinander tätige Studioleiter unterstehen: neben dem Japaner Makoto Yamane (37) der Österreicher Christopher Reitz und der Schweizer Stéphane Schwarz.
Reitz (34) begann seine Karriere 1993 bei VW, ehe er 1996 zu Audi wechselte. Dort war er an der Interieur-Entwicklung der Modelle A4, A4 Cabrio und A2 sowie der Studie AL2 (IAA 1997) beteiligt. Seit 1999 ist Reitz bei Nissan, wo er unter anderem das Gesamtdesign der Studio Crossbow 4x4 für die IAA 2001 verantwortete. Zuletzt leitete er das Interieur-Design des neuen Micra und stand jener Designcrew vor, die für die pfiffige Cabrio-Studie Micra C+C auf dem letztjährigen Pariser Salon eine Menge Applaus erntete.
Die erste Station von Stéphane Schwarz (37) war 1990 Pininfarina in Turin, wo er das Exterieur der Studien ?Ethos? (1992) und ?Ethos II? (1993) entscheidend beeinflusste. Der Schweizer wechselte im Februar 1994 zu Nissan und war dort zunächst mit Arbeiten am Primera P11 (Vorgänger der heutigen Generation) beschäftigt. Aktuell machte sich Schwarz durch das bahnbrechende ?Monosilhouette?-Design des neuen Primera, mit dem er neue Wege beim Design einer Stufenhecklimousine aufzeigte, einen Namen. Daneben war er für die auf der Tokio Motor Show 2001 enthüllte Studie ?Kino? verantwortlich.
In ganz Europa beschäftigt Nissan heute 12.000 Menschen
2001 verkaufte Nissan in Europa fast 467.000 Fahrzeuge an Neuwagenkunden, davon stammten über 80 Prozent aus europäischer Produktion. Innerhalb seiner Europa-Organisation beschäftigt das Unternehmen in den Bereichen Design, Forschung & Entwicklung, Fertigung, Vertrieb, Marketing und Logistik über 12.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.