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Mitsubishi: Kahlschlag in der Europa-Zentrale
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Mitsubishi strukturiert das Europageschäft neu. Vor dem Hintergrund der Absatzkrise will der Autobauer alle wesentlichen Funktionen nach Japan verlagern, den Standort Amsterdam schließen und knapp die Hälfte der Belegschaft abbauen.
Die Mitsubishi Motors Corporation (MMC) habe beschlossen, "aktiv zu handeln und die gesamte Organisation für die kommenden Herausforderungen zu verstärken", teilte das Unternehmen am vergangenen Freitag (23.3.) mit. Die langfristige Strategie sei der Wandel von einem auf Offroad-Fahrzeuge spezialisierten Hersteller hin zu einem breiter aufgestellten Anbieter umweltfreundlicher Pkw und Crossover-Automobile.
Deswegen seien die derzeitige Größe und die Aufgaben von Mitsubishi Motors Europe (MME) nicht mehr der Entwicklung der Automobilindustrie und der strategischen Überlegungen für Europa angemessen. In der Folge wird Mitsubishi sämtliche Design- und Entwicklungsbereiche nach Japan verlagern. Auch die produktrelevanten Funktionen (Vertrieb, Marketing, Produkt-Management, Geschäftsplanung etc.) sollen fortan von Japan aus gesteuert werden. Bei MME verbleiben lediglich Unterstützungsfunktionen wie Logistik, Planung und Einkauf, Finanzen, Personal und Verwaltung.
Die MME-Zentrale wird im Zuge der Neuausrichtung von Amsterdam nach Born verlagert, wo auch das Zentrallager angesiedelt ist. Dieses soll künftig auch den After-Sales-Bereich betreuen. In der Folge werden 45 Prozent der aktuell noch knapp 200 Mitarbeiter ihre Stelle verlieren. Das Produktionswerk NedCar, ebenfalls in Born, ist von diesen Maßnahmen jedenfalls vorerst nicht betroffen.
Mitsubishi trifft die Krise hart. So hatte der Autobauer in diesem Jahr bereits erklärt, aus dem Engagement der Dakar-Rallye auszusteigen. Zudem wurde die Teilnahme an den beiden Automessen AMI und IAA abgesagt. Die Belegschaft in Deutschland wird aktuell ebenfalls reduziert, um Kosten zu sparen.
Quelle: Autokiste