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Mit zahlreichen neuen Produkten auf der IAA: Bosch setzt international auf Innovation und Wachstum

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Ausgaben für Forschung und Entwicklung erhöht

 

· Wachstumsprognose 2005 von vier Prozent

 

· Night-Vision-System erstmals vorgestellt

 

· Neue Produkte und Konzepte auch für Niedrigkostenauto angekündigt

 

FRANKFURT – Mit neuen Produkten und zukunftsweisenden Techniken präsentiert sich die Bosch-Gruppe auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt am Main. Als unabhängiger und weltweit führender Automobilzulieferer sieht sich das Unternehmen gut positioniert, um langfristig erfolgreich zu wachsen. "Die größten Wachstumschancen liegen in den aufstrebenden Märkten Asiens und Osteuropas. Das größte Marktvolumen, vor allem für hochwertige Fahrzeuge, gibt es aber nach wie vor in Westeuropa, Nordamerika und Japan," sagte Franz Fehrenbach, Vorsitzender der Geschäftsführung von Bosch, bei einer Pressekonferenz auf der IAA. "Bosch ist darauf in jeder Hinsicht eingestellt", betonte er. Dies gelte für die breite internationale Aufstellung der Bosch-Gruppe und eine nachhaltig hohe Innovationskraft. Bosch meldet pro Jahr mehr als 2 700 Patente an und ist bei Patentanmeldungen weltweit in der Automobilindustrie führend.

 

Um die weitere Zukunft des Automobils aktiv mit zu gestalten, will Bosch im laufenden Jahr die Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Unternehmensbereich Kraftfahrzeugtechnik auf rund 10 Prozent des Umsatzes erhöhen. Dieser Wert liegt weit über dem Durchschnitt in der Automobil-Zuliefererbranche. Insgesamt sind in Forschung und Entwicklung des Bereichs Kraftfahrzeugtechnik rund 18 000 Mitarbeiter beschäftigt. Bosch ist weltweit in rund 50 Entwicklungs- und Applikationszentren aktiv.

 

Im laufenden Geschäftsjahr 2005 rechnet Fehrenbach in der Kraftfahrzeugtechnik mit einem Umsatz von rund 26 Milliarden Euro, in der Bosch-Gruppe von 41 bis 42 Milliarden Euro. Angesichts einer weltweit nur verhalten steigenden Automobilproduktion dürfte sich damit die diesjährige Wachstumserwartung sowohl für die Kraftfahrzeugtechnik als auch die Bosch-Gruppe von rund 4 Prozent bestätigen.

 

Haupttreiber für dieses Wachstum sind vor allem neue Produkte, die in den vergangenen Jahren auf den Markt gebracht wurden: "Unser Geschäftsbereich Diesel Systems erzielte rund 40 Prozent seines Umsatzes mit Erzeugnissen, die jünger als fünf Jahre sind. Bei unseren Bremsregelsystemen sind es sogar gut 70 Prozent", so Fehrenbach. Diese Zahlen seien ein Indiz dafür, dass Bosch die hohen Zukunftsausgaben schnell in zugkräftige Produkte umsetze. Das Unternehmen profitiere dabei von seiner breiten Aufstellung, da auch aus der Verknüpfung bestehender Systeme immer wieder Neues hervorgehe.

 

 

Erstmals Night-Vision-System vorgestellt

 

Für die nahe Zukunft plant Bosch, gleich eine ganze Reihe weiterer neuer Erzeugnisse auf den Markt zu bringen. Bei den Fahrerassistenz-Systemen stellt Bosch auf der IAA erstmals das Night-Vision-System vor, das in der neuen S-Klasse von Mercedes zum Einsatz kommen wird. Die adaptive Temporegelung mit Stop-and-go-Funktion soll ab 2006 in Serie gehen, der semiautonome Parkassistent in 2007. Bis 2009 will Bosch darüber hinaus eine automatische Notbremsung in vorausschauende Sicherheitssysteme integrieren.

 

Intensiv entwickelt Bosch sowohl beim Benzin- als auch beim Dieselmotor nochmals verbesserte Einspritztechniken für noch weniger Verbrauch und Abgase. 2008 soll die Norm US07 für Dieselfahrzeuge erreicht werden. An verschiedenen Hybridprojekten wird gearbeitet. Und auch bei den Bremsregelsystemen kommt Bosch mit neuen Produkten auf den Markt: Das "ESP®plus" wird in diesem Jahr eingeführt, das "ESP®premium" mit einem noch dynamischeren Bremsdruck-Aufbau in 2006.

 

Neben solchen Spitzentechniken setzt Bosch auch auf neue Produkt-Konzepte. "Ganz gezielt entwickeln wir auch neue Erzeugnisse für Niedrigkosten-Fahrzeuge, wie sie vor allem in den Schwellenländern an Bedeutung gewinnen", so Fehrenbach. In den nächsten zehn Jahren rechnet Bosch damit, dass sich die Produktion von Fahrzeugen mit einem Nettopreis von weniger als 7 000 Euro überdurchschnittlich erhöht.


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