Rekordverlust bei PSA - Minus 5 Milliarden Euro Netto

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Der französische Autobauer PSA Peugeot Citroën hat im vergangenen Jahr mit fünf Milliarden Euro den höchsten Netto-Verlust seiner Geschichte verzeichnet.

Opfer der Sparmaßnahmen bei PSA: Die Peugeot-Zentrale in Saarbrücken wurde 2012 aufgegeben. Peugeot und Citroën residieren nun gemeinsam in Köln. Opfer der Sparmaßnahmen bei PSA: Die Peugeot-Zentrale in Saarbrücken wurde 2012 aufgegeben. Peugeot und Citroën residieren nun gemeinsam in Köln. Quelle: dapd

Paris - Der Umsatz des Konzerns ging um 5,2 Prozent auf 55,4 Milliarden zurück, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Im Pkw-Bereich brach das Geschäft sogar um gut zehn Prozent ein. Der Absatz in Europa sackte um fast 15 Prozent ab.

Verstaatlichung "nicht aktuell"

"Die Ergebnisse der Gruppe von 2012 zeigen die Verschlechterung im Autobereich in Europa", kommentierte PSA-Chef Philippe Varin die Zahlen. Trotz der historisch schlechten Zahlen kommt für die Regierung eine Verstaatlichung des zweitgrößten europäischen Autobauers nach Volkswagen nicht infrage. "Das ist absolut nicht aktuell", sagte Finanzminister Pierre Moscovici dem Radiosender France Info. Immerhin unterstütze der Staat ja bereits die PSA-Bank mit Garantien.

Die EU-Kommission hatte am Montag grünes Licht für französische Staatsbeihilfen für die firmeneigene Bank über 1,2 Milliarden Euro gegeben. Die Zustimmung ist allerdings zunächst auf ein halbes Jahr begrenzt und an einen Restrukturierungsplan geknüpft. PSA plant den Abbau von 8.000 Stellen und will sein Werk in Aulnay-sous-Bois bei Paris schließen.

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