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Mercedes-Benz Unimog kommt künftig aus Wörth

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Mercedes-Benz Unimog kommt künftig aus Wörth

• Start der Unimog-Produktion am neuen Standort Wörth

• Schaffung neuer Arbeitsplätze für die Region

• Übergabe des 1. Unimog an die Sächsische Straßenbauverwaltung

 

Stuttgart/Wörth - Der erste Mercedes-Benz Unimog aus Wörther Produktion läuft am 26. August 2002 vom Band. Damit beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte des Universal-Motor-Geräts - kurz: Unimog. Und damit enden gleichzeitig 51 Jahre Unimog-Bau (gleichbedeutend mit mehr als 320.000 Fahrzeugen) am Standort Gaggenau. "Der Mercedes-Benz Unimog", so Dr. Klaus Maier, Leiter des Geschäftsbereichs Mercedes-Benz Trucks, "fährt hiermit weiter in eine sichere Zukunft. Denn mit der Verlagerung schaffen wir die Grundlagen für fortlaufende Wirtschaftlichkeit und weitere Prozessoptimierung."

 

Im Jahr 2001 wurden 2.700 Mercedes-Benz Unimog produziert. Das Umsatzvolumen in 2001 lag bei rund 300 Mio. Euro.

Die maximale Auslastung der Produktion in Wörth (die sog. "Kammlinie") liegt bei jährlich 3.500 Fahrzeugen im Einschichtbetrieb. Die Gesamtfläche der Produktion mit Werkstattbereichen beträgt 25.625 qm.

 

 

Räumliche Integration des Unimog in den Lkw-Bereich steigert Wettbewerbsfähigkeit

 

Die Verlagerung des Produktbereiches Unimog von Gaggenau nach Wörth ist das aktuell größte Strukturprojekt des Geschäftsbereiches Mercedes-Benz Lkw. Sie erfolgt in zwei Teilen:

 

• Stufe 1: Die Verlagerung der Produktion und der produktnahen Bereiche ist mit dem 26. August 2002 abgeschlossen. 380 Mitarbeiter zogen um. Das Gesamtgewicht aller zu verlagernden Güter lag bei 6.000 Tonnen. In der "heißen Phase" der Verlagerung, im August 2002, transportierten 480 Lkw das Umzugsgut nach Wörth.

 

• Stufe 2: Die Bereiche Produktbereichs-Leitung, Entwicklung, Controlling und Vertrieb (rund 300 Mitarbeiter) folgen im Frühjahr 2003.

 

Der Produktbereich Unimog ist seit Anfang 1999 organisatorisch in den Geschäftsbereich Mercedes-Benz Lkw eingebunden. Mit der Verlagerung der Produktion nach Wörth erfolgt nunmehr auch die räumliche Integration. Dies bedeutet eine weitere Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Mercedes-Benz Unimog. Zusätzliche Synergien ergeben sich z. B. durch eine gemeinsame Werkslogistik, Lackierung und Finish-Montage der Fahrzeuge, gemeinsame Versandabwicklung und die Nutzung der bereits vorhandenen Service- Einrichtungen.

 

Die neue Unimog-Fabrik wurde auf die Anforderungen des künftigen Produktangebots zugeschnitten. Bisher gab es ein spezifisches Fahrzeug für alle Anwendungen. Im Werk Wörth werden ab September 2002 zwei Produktlinien - für unterschiedliche Anwenderkreise - vom Band laufen. Sie bieten für das jeweilige Einsatzspektrum den optimalen Kundennutzen:

 

 

• Die geländegängigen Geräteträger U 300 / U 400 / U 500 für die Zielgruppen Kommunen, Behörden, gewerbliche Dienstleister, Bauwirtschaft und Transport wurden im April 2000 von Gaggenau aus in den Markt eingeführt.

 

• Die neuen hochgeländegängigen Transportfahrzeuge U 3000 / U 4000 / U 5000: Für Feuerwehren/Waldbrandbekämpfung, Energiewirtschaft, Katastrophenschutz, Expedition/Exploration und den Einsatz im Dienste der internationalen Sicherheit. Diese Produktlinie wird in wenigen Tagen auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und ab September 2002 in Wörth produziert.

 

"Das bewährte Geschäftsmodell Unimog indes wird sich nicht ändern", so Hans-Jürgen Wischhof, Leiter des Produktbereichs Unimog. "Wir bewahren uns das Reaktionsvermögen eines Produktbereiches mit mittelständischen Strukturen, das geprägt ist durch Flexibilität, schlanke Strukturen und kurze Entscheidungswege."

 

Neue Arbeitsplätze in der Region

 

Die Entscheidung zum Umzug des Mercedes-Benz Unimog schafft neue Arbeitsplätze in der Region. Im Großraum Karlsruhe beschäftigt die DaimlerChrysler AG in drei Werken (Gaggenau, Rastatt und Wörth) insgesamt 23.220 Mitarbeiter. Durch die Verlagerung kommen in Wörth 680 hochqualifizierte Arbeitsplätze dazu. Gleichzeitig werden durch den Ausbau des Werkes Gaggenau zum Kompetenzzentrum für mechanische und automatisierte Schaltgetriebe bis 2008 rund 1.100 neue Arbeitsplätze entstehen. Der Verlust der Unimog- Arbeitsplätze wird damit mehr als kompensiert.

 

Spezialisierung der Werke sichert Zukunft

Die konsequente Spezialisierung, die Bündelung gleichartiger Fertigungsprozesse und die damit verbundenen Skaleneffekte sind einige der Garanten für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen DaimlerChrysler–Standorte. Das Werk Wörth der DaimlerChrysler AG ist Mitte der 60er Jahre konsequent für die Komplettmontage von Fahrzeugen errichtet worden und hat sich zu einem der modernsten und effizientesten Lkw-Werke Europas entwickelt. Dort wurden im Jahr 2001 rund 80.000 Mercedes-Benz- Lkw der Baureihen Actros, Axor und Atego hergestellt.

Der Standort Gaggenau hat sich von der Manufaktur der kompletten Fahrzeugbandbreite zu Beginn der automobilen Industrialisierung über die spätere Ausrichtung auf Nutzfahrzeuge und – nach dem zweiten Weltkrieg auf den Unimog und schwere Lkw – kontinuierlich zum Spezialisten für Aggregate und Komponenten entwickelt.

 

Übergabe des 1. Wörther Unimog an die Sächsische Straßenbau-verwaltung

Anlässlich des Produktionsstarts des Unimog in Wörth wurde das erste Fahrzeug, ein U 400, an die Sächsische Straßenbauverwaltung übergeben. Es handelt sich hierbei zugleich um den 50. Unimog für die Unterhaltung von Straßen im Winter- und Sommerdienst. Bei der Schlüsselübergabe anwesend waren: Frau Bauoberrätin Dipl. Ing. Sieglinde Liebich vom Sächsischen Staatsamt für Wirtschaft und Arbeit und Herr Dipl. Ing. Dietmar Jahny, Leiter des zentralen Gerätedienstes der sächsischen Straßenbauverwaltung.

 

Bildmaterial hierzu kann im Internet unter http://media.daimlerchrysler.com heruntergeladen werden.

 

Internet-Adresse

Zusätzliche Informationen und Nachrichten von DaimlerChrysler finden Sie im Internet: www.media.daimlerchrysler.com


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