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Mercedes-Benz Atego 1223 L beim Arctic Truck Test 2003

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Mercedes-Benz Atego 1223 L beim Arctic Truck Test 2003

- Spezialist für den Verteilerverkehr

- Motorleistungen von 90 kW (122 PS) bis 240 kW (326 PS)

- Getriebe: Mechanisch, halb- oder vollautomatisch

- Bremsen: Telligent auch im unteren Gewichtssegment

 

Mercedes-Benz schickt den Atego 1223 L zum Arctic Truck Test 2003. Das zulässige Gesamtgewicht des Verteiler-Lkw beträgt 11,99 Tonnen. Der Motor OM 906 LA leistet 170 kW/ 231 PS. Als Besonderheit ist der Atego mit dem neuen automatischen Getriebe AGS 2 ausgestattet ?besonders wichtig für den Komfort und die Sicherheit im innerstädtischen Verteilerverkehr.

 

Die Schaltautomatik hat sich bereits in ganz ähnlicher Technik in den schweren Lkw der Baureihe Mercedes-Benz Actros bewährt hat und erfreut sich großer Beliebtheit bei Transportunternehmern und Fahrern. Abgestimmt auf die Belange des typischen Atego-Einsatzprofils haben die DaimlerChrysler-Ingenieure ein System aus automatisiertem Sechsgang-Getriebe (G 60/G 85), vollautomatisch betätigter Reibkupplung und umfangreicher Steuerungselektronik geschaffen. Dieses weltweit erstmals in einem Lastwagen der mittleren Gewichtsklasse angebotene System bietet einfachste Bedienbarkeit bei höchstmöglicher Wirtschaftlichkeit. Die wichtigsten Pluspunke beim Fahren mit der Telligent-Schaltautomatik im Mercedes-Benz Atego sind der Entfall der Kupplungsbetätigung (ein dickes Plus vor allem im Nahverkehr!), der Wegfall der Gangwahl im Automatik-Modus, der Entfall des Gangwechsel sowohl im manuellen als auch im Automatik-Betrieb, und nicht zuletzt die volle Kontrolle des Fahrers über alle Betriebszustände durch jederzeit frei wählbare Umschaltmöglichkeit zwischen manuellem und Automatik-Betrieb. Angenehm für Auslieferfahrten bei tiefen Kältegraden ist die Zusatzheizung von Eberspächer mit einer Heizleistung von 9 kW.

 

Das Atego-Programm umfasst Lkw und Sattelzugmaschinen von 6,5 t bis 26 t

 

Mit den Lkw der Baureihe Mercedes-Benz Atego bietet DaimlerChrysler eine ausgesprochen wendige und robuste Nutzfahrzeug-Familie an, die ein denkbar breites Einsatzspektrum vom leichten und schweren Verteilerverkehr über den leichten Fernverkehr bis hin zum leichten Baustellen- und Kommunalverkehr abdeckt. Die seit 1998 gebauten Lastwagen und Sattelzugmaschinen der Atego-Reihe treten mittlerweile in 42 Grundtypen an und bedienen als Solofahrzeuge alle Marktsegmente von 6,5 t bis 26 t zulässigem Gesamtgewicht; im Last- und Sattelzug sind 32 t, 36 t und fallweise sogar 40 t maximales Zuggewicht möglich. Zur Verfügung stehen die Antriebsformeln 42, 44, 62, 62/4 und 64 mit Radständen zwischen 3 020 mm und 6 960 mm. Angeboten werden stahl- und luftgefederte Lastwagen, luftgefederte Sattelzugmaschinen und Kipper in stahl- und luftgefederter Ausführung, dazu Betonmischer- und andere Sonderfahrgestelle für spezielle Einsatzzwecke.

 

Neu bei den vor allem im Verteilerverkehr eingesetzten Lkw Mercedes-Benz Atego haben die Typen 1833/2533. Sie erweitern das bisherige Leistungsspektrum (90 kW/122 kW bis 204 kW/279 PS) um die Lastwagen mit 240 kW/326 PS.

 

Unter der Kabine des Mercedes-Benz Atego arbeiten drei Grundmotoren mit vier und sechs Zylindern. Das Leistungsspektrum bei den Vierzylinder-Motoren OM 904 LA reicht von 90 kW (122 PS) über 110 kW (150 PS) bis 130 kW (177 PS). Die Motoren OM 906 LA mit sechs Zylindern bieten eine Leistung von 170 kW (230 PS) und 205 kW (279 PS). Neu für das Jahr 2003 ist der Atego 1833/2533. Hier kommt erstmals die Evolutionsversion des OM 906 LA zum Einsatz, genannt OM 926 LA. Dank Hubraum-Vergrößerung von 6,4 auf 7,2 Liter und weit reichender Detailverbesserungen im und am Triebwerk leistet der Neuling 240 kW (326 PS) und liefert einen Zugkraft-Höchstwert von 1 300 Nm. Das höchste Drehmoment steht hier wie bei allen anderen Motor- und Leistungsvarianten schon ab einer Drehzahl von 1 200/min zur Verfügung. Unter Alltagsbedingungen führt dies zu schaltarmem Fahren sowie gutem Anfahr- und Beschleunigungsvermögen.

 

Abgestimmt auf die jeweilige Motorleistung stehen mechanische Fünf- und Neungang-Getriebe von ZF sowie Mercedes-Benz-Getriebe mit sechs, zwölf oder 16 Gangstufen zur Verfügung. Die Mercedes-Benz-Getriebe sind weit gespreizt und damit für die Anforderungen im Verteilerverkehr optimal ausgelegt. Als Option ist in den Fahrzeugen der Baureihe Mercedes-Benz Atego ab 18 t zGG zudem die im Mercedes-Benz Actros serienmäßige Telligent-Schaltung zu haben. Verbunden ist diese arbeitsentlastende, materialschonende und sicherheitsfördernde Option mit dem 16-stufigen Direktgang-Getriebe G 211. Dank weiter Übersetzungsspreizung (17 zu 1) deckt dieses Getriebe sowohl den Bereich niedrigster Rangier-Geschwindigkeiten als auch ein hohes Autobahn-Rolltempo mit stets wirtschaftlichen Motordrehzahlen ab. Das umfassende Getriebeangebot in Verbindung mit leistungsfähigen und robusten Hinterachsen mit Übersetzungen im Bereich von i = 2,91 bis i = 6,85 erlaubt eine bestmögliche Auslegung des Antriebstrangs.

 

Ebenfalls neu für den Verteilerverkehr ist die Telligent-Schaltautomatik für die Mercedes-Benz Atego, die sich bereits in ganz ähnlicher Technik in den Schwer-Lkw der Baureihe Mercedes-Benz Actros bewährt hat. Die betriebswirtschaftlichen Vorteile der neuen Automatik ergeben sich aus der Verschleiß-Minimierung (weniger Verschleiß der Kupplungs-Reibbeläge, Schonung des Antriebsstrangs von der Getriebe-Synchronisation bis zur Hinterachse, kein Schaltgestänge) sowie der Absenkung des mittleren Kraftstoffverbrauchs durch einsatz- und situationsgerechte Wahl des Schaltzeitpunkts im Automatikbetrieb. Weitere Vorteile sind die erhebliche Verbesserung der Verkehrssicherheit durch eine geringere Ablenkung des Fahrers vom Verkehrsgeschehen (nachgewiesen in zahlreichen Studien mit Pkw-Automatikgetrieben bereits in den noch verkehrsarmen 70er Jahren) und der moderate Mehrpreis im Vergleich zu einer Wandler-Lastschaltautomatik. Für Spezialeinsätze wird im Mercedes-Benz Atego darüber hinaus ein elektronisch geregeltes Allison-Automatikgetriebe mit fünf Gangstufen, hydrodynamischem Drehmomentwandler und Wandler-Überbrückungskupplung angeboten.

 

Der Mercedes-Benz Atego kann auch auf Wunsch mit einer elektronisch-hydraulisch gelenkten Vor- oder Nachlaufachse ausgerüstet und eingesetzt werden. Die Vorteile dieser fortschrittlichen Achsen-Technik bestehen darin, dass die neue Achse bei geringerem Eigengewicht mehr Nutzlast, weniger Reifenverschleiß sowie kleinere Wendekreise erbringt.

 

Vier unterschiedliche Fahrerkabinen stehen für den Mercedes-Benz Atego zur Auswahl. Das Standard-Fahrerhaus (S), das Standard-Fahrerhaus mit einer um 180 mm verlängerten Rückwand, das lange Fahrerhaus (L) und das lange Fahrerhaus mit Hochdach. Das letztgenannte Fahrerhaus bietet eine Stehhöhe im Innenraum von 1 920 mm. Die Breite der Fahrerhäuser ist mit 2 490 mm, gemessen über die Kotflügel, bei allen Kabinen gleich. Im Verteilerverkehr ist ein leichter Ein- und Ausstieg gefragt, da bei diesen Fahrzeugeinsätzen nicht selten 30-mal am Tag ein- und ausgestiegen wird. Deshalb liegt der Kabinenboden der leichteren Atego-Modelle dank eines speziellen Rahmenkonzeptes mit abgesenktem Vorderteil je nach Fahrzeugtyp nur 818 mm über der Fahrbahn und wird über nur eine beleuchtete Trittstufe erreicht.

 

Mit der ? je nach Typ - serienmäßig oder als Sonderausstattung lieferbaren Telligent-Bremsanlage bietet der Atego die größtmögliche Bremssicherheit im Nutzfahrzeug-Bereich. Die häufig innerorts verkehrenden Verteilerfahrzeuge haben damit kürzere Bremswege und sind zudem dank der integrierten Rollsperre gegen unbeabsichtigtes Zurück- oder Vorrollen des Fahrzeuges beispielsweise an Steigungen oder Gefällen abgesichert. Hinzu kommen Ansprechverhalten und Bedienkomfort, wie sie vom Pkw her gewohnt sind. Für die gleichzeitig verbesserte Wirtschaftlichkeit sorgen die Integration der Dauerbremse und der gleichmäßige Belagverschleiß an den serienmäßigen Scheibenbremsen.

 

Seit der Markteinführung 1998 sind also eine Reihe von Neuerungen in das Atego-Programm eingeflossen. Dazu zählt die vorstehend genannte, baureihenabdeckende Verfügbarkeit der Telligent-Bremsanlage ebenso wie der kombinierte Tempomat. Dieser verbindet die bisher getrennt schaltbaren Funktionen des Antriebs-Tempomat, der die Geschwindigkeit unter Last konstant hält, und des Brems-Tempomats, der das Fahrzeug bei Talfahrten über die verschleißfreien Bremsen wie Konstantdrossel, Staudruckbremse und Retarder auf gleich bleibender Geschwindigkeit hält.

 

Situationsgerechte Fahrzeugdämpfung bietet die auf Wunsch lieferbare Telligent-Wankregelung für Pritschen-, Koffer- und Wechselbehälter-Fahrzeuge aus der Baureihe Mercedes-Benz Atego ab 18 t zGG. Sie stellt die Dämpfungshärte automatisch, also variabel abgestimmt auf die jeweilige Fahrsituation und die Straßenbeschaffenheit, ein.

 

Nach dem ersten Serieneinsatz in Sprinter und Vito wird auch im Atego werksseitig ein Navigationssystem angeboten. Das in Zusammenarbeit mit Bosch-Blaupunkt entwickelte APS (Auto-Pilot-System) weist den Weg zu einem zuvor eingegebenen Ziel mit Hilfe digitalisierter Landkarten und GPS, dem weltweiten Satelliten-Navigationsnetz. Die zur Wahl stehende Ausrüstung des Atego mit dem Flottenmanagement-Dienst ?FleetBoard? von Mercedes-Benz führt den mittelschweren Lastwagen in eine sehr zukunftsträchtige Dimension des Nutzfahrzeug-Einsatzes im Gütertransport ? weg vom ?Stand-alone-Gerät? und hin zu einem integrierten Transportmittel in einer geschlossenen Logistik-Kette.


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