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Wer heute schon ein Elektroauto kaufen möchte, trifft auf ein ernüchternd überschaubares Angebot. Häufig handelt es sich um auf E-Betrieb umgerüstete Benziner-Serienmodelle, die in länderübergreifenden Unternehmenskooperationen gebaut und vertrieben werden. So auch beim Karabag Doblo E-Kombi, einem Fiat-Umbau der italienischen Firma Micro-Vett, der in Deutschland vom Importeur Karabag vertrieben wird.
Ein wassergekühlter 81-PS-Motor bringt den Kombi auf maximal 130 Stundenkilometer bei einer Reichweite von bis zu 85 Kilometern (Grundvariante mit 22,8 kWh-Lithium-Polymer-Akku) beziehungsweise 130 Kilometern (Ausstattung mit 33,3 kWh-Akku gegen Aufpreis von ca. 8.800 Euro). Eine volle Akku-Aufladung am Haushaltsstrom dauert sechs bis neun Stunden. Schneller geht’s mit 400 (380) Volt-Anschluss – dann ist der E-Kombi schon in zwei bis drei Stunden wieder voll fahrbereit.
Kein Sparmobil
Zur Serienausstattung gehören ein Ladekabel, Fahrer-Airbag und eine Benzinheizung. Gegen Aufpreis ist eine Fülle weiterer Ausstattungsoptionen erhältlich. Allerdings gräbt der Spaß unter Umständen eine tiefe Schneise ins Sparbuch – eine Klimaanlage beispielsweise zaubert muntere 3.000 Euro zusätzlich auf die Rechnung, und wer Wert auf Beifahrer- und Seitenairbags legt, kommt schnell auf weitere 960 Euro. Bei einem Anschaffungspreis von knapp 60.000 Euro (beziehungsweise ca. 68.000 Euro für das Modell mit leistungsfähigerem Akku) entpuppt sich der Öko-Raumriese bei einem Blick auf die Details nicht unbedingt als Spardose.
Ob sich viele Käufer finden, die bereit sind, für einen vor allem für den Citybetrieb und für Fahrten in die nähere Umgebung konzipierten Kombi den Preis eines Mittelklasse-Sportwagens hinzublättern, bleibt fraglich. Normalverdiener, die ein Elektroauto kaufen möchten, dürfte diese Preisgestaltung eher abschrecken.
Quelle: Emissionslos