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Hella und Stanley gründen Holding in Melbourne

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Die Automobilzulieferer Hella KG Hueck & Co., Lippstadt, und Stanley Electric Co., Ltd., Tokyo, haben die Holdinggesellschaft Hella Stanley Ltd Pty mit Sitz in Melbourne, Australien, gegründet. Die Gesellschaft, an der beide Unternehmen jeweils 50 Prozent der Anteile halten, ist mit einem Gründungskapital von 5 Millionen australischen Dollar (etwa 3,1 Millionen Euro) ausgestattet und nimmt zum 1. März 2002 die Arbeit auf. Als erste Gesellschaft ist die Stanley Electric Hungary mit der neuen Holding verbunden. Dieses Werk für Kfz-Beleuchtung errichtet Stanley zurzeit im ungarischen Gyöngyös, geplanter Fertigungsbeginn ist im September 2002. Hella ist über die Holding an der ungarischen Gesellschaft beteiligt. Weitere Gemeinschaftsunternehmen werden folgen.

"Die Gründung der Holding ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer intensiven globalen Zusammenarbeit-, sagte Dr. Jürgen Behrend, geschäftsführender, persönlich haftender Gesellschafter der Hella KG Hueck & Co., anlässlich der Vertragsunterzeichnung in Melbourne. Bereits am 10. September 2001 hatten die beiden Zulieferer in Lippstadt einen Kooperationsvertrag für die Entwicklung und Fertigung von Kfz-Beleuchtung geschlossen. In dieser Partnerschaft unter Gleichen bewahren beide Unternehmen ihre völlige Selbstständigkeit und Unabhängigkeit. Ziel der Zusammenarbeit ist es, der zunehmenden Globalisierung in der Automobilindustrie Rechnung zu tragen. So rückt der asiatisch-pazifische Raum durch die Kooperationen von Ford/Mazda, Renault/Nissan sowie DaimlerChrysler mit Mitsubishi und Hyundai immer stärker in den Fokus auch der europäischen Zulieferer.

Während Hella den Entwicklungs- und Fertigungsschwerpunkt in Deutschland und Europa hat, ist Stanley vor allem in Asien aktiv. Für zukünftige globale Projekte der Automobilhersteller eröffnet sich für Hella und Stanley die Chance der gegenseitigen Nutzung ihrer Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten in Europa und Japan.

Die Kooperation mit Stanley ist ein weiterer wichtiger Meilenstein in der "Network Value" - Strategie des Autozulieferers Hella KG Hueck & Co.. Durch den Aufbau eines hinsichtlich Innovationsfähigkeit und globaler Präsenz besonders leistungsfähigen Netzwerks unabhängiger Zulieferunternehmen soll für die Automobilindustrie eine attraktive Alternative gegenüber den ständig zunehmenden Mega-Supplier-Konzentrationen geschaffen werden.

Der Hella-Konzern verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr 2000/2001 (1.Juni - 31.Mai) einen weltweiten Umsatz 2,856 Milliarden Euro. Die Kerngeschäftsfelder sind Kraftfahrzeug-Beleuchtung, Kfz-Elektronik und komplette Fahrzeugmodule (Frontends) sowie der Kfz-Teilehandel. Weltweit beschäftigt der Hella-Konzern knapp 23.000 Mitarbeiter.

Stanley Electric Co., Ltd., mit Stammsitz in Tokyo/Japan erzielte im Geschäftsjahr 2000/2001 (1.April - 31.März) einen Umsatz von 1,756 Milliarden US-Dollar und beschäftigt weltweit mehr als 10.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen entwickelt und fertigt Komponenten und Systeme für Kfz-Beleuchtung und -Elektronik sowie Halbleiter-Produkte.

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