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Neue Produktionsstätten in Asien und Osteuropa
Lippstadt/Hannover, 11. September 2002. Trotz der wirtschaftlich ungünstigen Rahmenbedingungen, ausgelöst durch die Terrorakte am 11. September 2001 in Amerika, und trotz der nachlassenden Automobilkonjunktur hat der Hella-Konzern seinen Wachstumskurs auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2001/2002 fortsetzen können. Der vorläufige konsolidierte Umsatz stieg um 2,0 Prozent auf 2,91 Milliarden Euro (Stichtag: 31. Mai; Vorjahr: 2,856 Milliarden Euro). Davon wurden 41 Prozent außerhalb Deutschlands erwirtschaftet. Überdurchschnittliches Wachstum verzeichnete der Automobilzulieferer vor allem in der Region Asien/Pazifik, wo die Umsätze um fast 10 Prozent auf 122 Millionen Euro wuchsen (Vorjahr 111 Millionen Euro). Umsatzrückgänge in Höhe von knapp 6 Prozent waren in Amerika zu verzeichnen (407 Millionen Euro, Vorjahr 431 Millionen Euro). In Deutschland konnten die Umsätze trotz des wirtschaftlich schwierigen Umfeldes um 1,7 Prozent auf 1,72 Milliarden Euro (Vorjahr 1,689 Milliarden Euro) gesteigert werden. Entgegen dem Wachstumstrend beim Umsatz sank die Zahl der Mitarbeiter im Hella-Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr 2000/2001 um 547 (- 2,4 %) auf 22.443 Beschäftigte (Vorjahr: 22.990) und hier vor allem in Amerika. In Deutschland waren am Bilanzstichtag 12.942 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, 90 Menschen (+ 0,7 %) mehr als im Vorjahr (12.852). Diese Zahlen gab der Automobilzulieferer anlässlich der IAA Nutzfahrzeuge 2002 in Hannover bekannt.
Das operative Ergebnis konnte im Vergleich zum Vorjahr weiter verbessert werden. "Die akzeptable Ergebnisentwicklung in einem wenig erfreulichen Wirtschaftsklima basiert vor allem darauf, dass wir unsere Kerngeschäfte der Kfz-Beleuchtung und Elektronik mit der Automobilindustrie und dem Kfz-Teilehandel erfolgreich miteinander verzahnt haben-, betonte Dr. Jürgen Behrend, geschäftsführender, persönlich haftender Gesellschafter des Unternehmens. "Besonders vor dem Hintergrund der Diskussion um die geänderte europäische Gruppenfreistellungsverordnung halten wir es für unabdingbar, auch weiterhin uneingeschränkt am Geschäft mit dem freien Teilemarkt teilzuhaben.-
Der weiterhin steigenden Bedeutung der Zukunftsmärkte in Asien hat Hella durch Ausweitung des wirtschaftlichen Engagements in China Rechnung getragen. So wurde im Juni 2002 in Changchun das neue 100-prozentige Tochterunternehmen Hella Changchun Tooling zur Fertigung von Kunststoffspritzguss-Werkzeugen gegründet. Ebenfalls im Juni hat das Jointventure-Unternehmen Hella Shanghai General Electronics (HSE) ein 11.000 Quadratmeter umfassendes neues Fertigungs- und Bürogebäude in Shanghai eröffnet. Dort werden unter anderem Scheinwerfer, Leuchten, Aktuatoren und Steuergeräte für die Automobilindustrie gefertigt. Mitte August wurde in Peking das Jointventure Beijing Hella Automotive Lighting Ltd. gegründet. Das Gemeinschaftsunternehmen, an dem Hella die Mehrheit der Anteile hält, wird seine Tätigkeit spätestens Ende 2002 aufnehmen. Gefertigt werden Scheinwerfer und Signalleuchten zunächst mit dem Schwerpunkt für Nutzfahrzeuge und später auch für Pkw.
Auch in Osteuropa verstärkt der Zulieferer seine Aktivitäten. So entstehen im Zuge der weiteren Internationalisierung des Hella-Konzerns mit Fertigungsstätten in Kundennähe zurzeit zwei neue Fabriken für Kfz-Lichttechnik in der Slowakei. Die Projektinvestitionen liegen bei 30 Millionen Euro. Im ersten Schritt werden an den Standorten Nové Mesto und Bánovce insgesamt etwa 250 Mitarbeiter beschäftigt, mittelfristig sollen dort etwa 750 Menschen Arbeit finden. Produktionsbeginn ist im Frühjahr 2003.
Der Hella-Konzern verfügt weltweit über 58 Fertigungsstätten, Produktions-Tochtergesellschaften und Jointventure-Unternehmen. Zu den Kunden zählen alle führenden Automobilhersteller der Erde sowie der Kfz-Teilehandel. In Forschung und Entwicklung beschäftigt Hella fast 1.700 Ingenieure und Techniker. Eine der weltweit größten und ältesten Handelsorganisationen für Kfz-Beleuchtung und Elektrotechnik/Elektronik versorgt Fachhandel und Werkstätten in mehr als 100 Ländern mit Ersatz- und Verschleißteilen sowie attraktiven Zubehörprodukten.