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Neuer 1,4-Liter-Benzin-Direkteinspritzer mit 63 kW (86 PS) im Polo
Lupo FSI in der Rolle des technologischen Vorreiters
Wer derzeit moderne und sparsame Verbrennungsmotoren bauen will, kommt am System der Direkteinspritzung nicht vorbei. Der Volkswagen Konzern hat diesen Weg bereits 1989 mit dem ersten direkt einspritzenden Diesel, dem TDI, erstmals beschritten und damit aufgezeigt, welches Potenzial in dieser Motorentechnik steckt. Die wesentlichen Vorteile der Direkteinspritzung – hohe Leistungsausbeute und geringer Kraftstoffverbrauch – lassen sich auch auf die Benzinmotoren übertragen. Auch hier war Volkswagen einmal mehr Vorreiter, als Ende des Jahres 2000 der erste Volkswagen mit Benzin-Direkteinspritzung präsentiert wurde. Im Lupo FSI feierte der Benzin-Direkteinspritzer mit 1,4 Liter Hubraum und 77 kW (105 PS) seine viel beachtete Premiere. Mit einem Durchschnittsverbrauch von 4,9 Litern Kraftstoff auf 100 Kilometern Fahrstrecke avancierte der Lupo FSI zum ersten Fünf-Liter-Auto mit Benzinantrieb. Gegenüber einem konventionellen Benzinmotor gleichen Leistungsniveaus bescherte der FSI im Lupo einen Verbrauchsvorteil von rund 30 Prozent.
Nachdem die FSI-Technik mittlerweile auch in den Modellen Golf und Bora – dort in Form eines 1,6-Liters mit 81 kW (110 PS) – eingesetzt wird, folgt nun im neuen Polo eine dritte Variante. Der Polo FSI besitzt unter seiner Motorhaube einen neuen Benzin-Direkteinspritzer mit 1,4 Liter Hubraum, der 63 kW (86 PS) bei 5.000 U/min leistet. Der Vierzylinder baut auf dem vom Lupo bekannten FSI auf, wurde aber in Hinblick auf die motorinnere Reibung, den Akustikkomfort und den Verbrauch optimiert. Im Durchschnitt verbraucht der Polo FSI nur 5,8 Liter Benzin auf 100 Kilometern und erzielt damit ein um neun Prozent besseres Ergebnis als ein vergleichbarer, 55 kW (75 PS) starker Benzinmotor mit konventioneller Gemischaufbereitung. Jener verbraucht im Polo im Durchschnitt 6,4 Liter Superbenzin auf 100 Kilometern Fahrstrecke. Im Stadtverkehr ist der Polo FSI sogar um 13 Prozent sparsamer als ein gewöhnlicher Vierzylinder.
Hinter der Abkürzung FSI verbirgt sich der Name Fuel Stratified Injection, was die geschichtete Benzin-Direkteinspritzung von Volkswagen kennzeichnet, die bei diesen von Volkswagen entwickelten Triebwerken realisiert wird. Der Kraftstoff wird dabei, nachdem er über ein Common-Rail-System den Zylindern zugeführt wurde, mit einem Druck von 100 bar direkt in die Brennräume eingespritzt.
Zur hohen Verbrauchseinsparung trägt die Schichtladung bei, die im niedrigen und mittleren Drehzahlbereich bei einem FSI-Motor realisiert wird. Zu den besonderen Herausforderungen dieser Motorentechnik gehört auch die effiziente Abgas-Nachbehandlung, bei der ein NOx-Speicherkat zum Abbau der im Abgas enthaltenen Stickoxide zum Einsatz kommt. Der Polo FSI erfüllt dadurch selbstverständlich die Abgasnorm Euro 4, verbunden mit den in Deutschland gewährten Steuervorteilen.
Der neue Polo FSI wird grundsätzlich in Verbindung mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe angeboten. Neben der Basisausstattung sind alle Ausstattungsniveaus mit dem neuen Benzin-Direkteinspritzer im Polo kombinierbar.
Der Lupo FSI wird auch weiterhin als sportliche und besonders sparsam ausgelegte Motorisierungs- bzw. Ausstattungsvariante mit modifizierter Lupo Technik als Leichtbau-Version ausschließlich in Verbindung mit einem automatisierten Fünfgang-Direktschaltgetriebe ausgeliefert.