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- Innovative 1,3- und 1,9-Liter-Multijet-Diesel sind die Technik-Highlights
- 1,4-Liter-Benziner und kombinierter Erdgas-/Benzinantrieb weitere News
Der neue Fiat Punto wartet in seiner Klasse mit einer sehr umfangreichen Motorenpalette auf. Neben den vier auch bereits aus anderen Baureihen des italienischen Automobilherstellers bekannten Benzin- und Dieseltriebwerken feiern in der dritten Generation des markant-eleganten Kompaktwagens vier ganz neue Motoren ihre Premiere: ein 1,4-Liter-Vierventil-Benziner und zwei innovative Multijet-Diesel (darunter der kleinsten Common-Rail-Diesel der zweiten Generation). Dazu ein 1,2-Liter-Vierzylinder mit kombiniertem Benzin- und Erdgasantrieb, mit dem Fiat diese umweltfreundliche Antriebstechnik im
B-Segment einführt.
1,3-Liter-Multijet-Turbodiesel
Der 1,3-Liter-Multijet-Diesel des neuen Fiat Punto ist der erste Motor von Fiat-GM- Powertrain ? dem Joint Venture zwischen Fiat Auto und General Motors. Er wird im Werk Bielsko-Biala (Polen) produziert mit einer geplanten Stückzahl von 500.000 Einheiten pro Jahr.
Die Einspritzung des Vierzylinder-Vierventilmotors erfolgt nach dem revolutionären Multijet-System. Hierbei sorgt eine in ? je nach Anforderung ? mehrere Phasen aufgegliederte Einspritzung für hohe Leistungsausbeute, große Wirtschaftlichkeit und niedrige Emissionen. Der neue Fiat Punto ist weltweit der erste Kompaktwagen mit dem neuen High-Tech-Turbodiesel unter der Haube.
Das CommonRail-Triebwerk mit Multijet-Einspritzung basiert auf dem technischen Prinzip der Unijet-Dieselmotoren. Bereits bei ihnen sorgt die Piloteinspritzung für eine Temperatur- und Druckerhöhung im Zylinder, so dass ? im Moment der Hauptzündung ? eine bessere Verbrennung erzielt wird. Durch die Aufteilung der Haupteinspritzung in viele kleinere Einspritzungen bleibt die im Zylinder verbrannte Menge an Dieselkraftstoff zwar gleich, es wird jedoch eine noch graduellere und vollständigere Verbrennung erzielt. Ergebnis: bessere Kontrolle des Verbrennungsgeräuschs und damit mehr Laufruhe, reduzierter Schadstoffausstoß und mehr Leistung.
Die Multijet-Motoren unterscheiden sich von den Unijet-Triebwerken im Wesentlichen durch drei Komponenten: die weiterentwickelte CommonRail-Einheit, die ebenfalls weiterentwickelten Injektoren und ? als zentrales Element ? die neue Steuereinheit (Electronic Control Unit) für das Schließen und Öffnen der Injektoren. Um die Anzahl der Einspritzvorgänge zu erhöhen, waren Injektoren erforderlich, die eine Verkürzung der Einspritzintervalle zuließen. So sank die Zeit zwischen zwei Einspritzvorgängen von 1.500 auf 150 Mikrosekunden. Dazu wurde die minimale Einspritzmenge von zwei auf unter einen Kubikmillimeter gesenkt.
Während des Betriebs stimmt die Steuerelektronik kontinuierlich das Einspritzschema und die Anzahl der Einspritzungen (sowie die eingespritzte Dieselmenge) ab. Wenn die Kühlwassertemperatur unter 60°C liegt und die Drehmomentanforderung gering ist, erfolgen zwei kleine und eine große, eng aufeinanderfolgende Einspritzungen. Mit zunehmendem Drehmoment reduzieren sich die Einspritzungen auf zwei ? eine kleine und eine große. Bei hoher Drehzahl und großer Drehmomentanforderung erfolgt lediglich eine einzige Einspritzung. Bei einer Kühlwassertemperatur über 60°C besteht das Einspritzschema aus einer kleinen, zwei großen und einer weiteren kleinen Einspritzung.
Eine Technik, die das Leistungsverhalten des 1.3 Multijet 16V bestimmt. Der Vierzylinder-Vierventil-Reihenmotor verfügt über einen Hubraum von 1.251 Kubikzentimeter, leistet 51 kW (70 PS) bei 4.000 U/min und erreicht bei 1.750 U/min ein maximales Drehmoment von beachtlichen 180 Nm. Merkmale, mit denen der neue Multijet-Diesel im Vergleich mit anderen kleinvolumigen Dieselmotoren vorne liegt. Unter den Dieselmotoren mit einem Hubraum von 800 bis 1.500 Kubikzentimeter weist er die beste Literleistung auf: 41 kW/l Leistung und 144 Nm/l.
Davon profitiert auch der neue Fiat Punto. Der 1.3-Liter-Multijet-Diesel beschleunigt den italienischen Kompaktwagen in 13,4 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, verleiht ihm eine Höchstgeschwindigkeit von 164 km/h und verbraucht nach 99/100/EG 5,6 l/100 km (innerstädtisch), 3,9 l/100 km (außerstädtisch) und 4,5 l/100 km (kombiniert).
Der 1,3-Liter-Multijet-Diesel des neuen Fiat Punto ist auch sehr umweltfreundlich. Er erfüllt die Euro 3 / D4 Norm. Zudem ist er einer der wenigen Motoren weltweit, die dieses Resultat ohne aufwendige Abgasnachbehandlung mit Rußpartikelfilter erzielen.
Zu den besonderen Konstruktionsmerkmalen des neuen Triebwerks zählen die Kettensteuerung mit Schwinghebelbetrieb, die Hydrostößel und das Kurbelgehäuse mit Gehäuseuntersatz aus Aluminium. Der Aufbau das Zylinderkopfs aus Aluminium erlaubt mit richtungsgeführten Saugkanälen eine optimale Gemischaufbereitung ? ungeachtet der kleinen Bohrmaße. Die Versorgungs- und Verbrennungssysteme sind für sehr hohe Arbeitsdrücke ausgelegt, die von den 1.400 bar des Dieselkraftstoffs in der Speicherleitung (dem Common Rail) bis zu den 160 bar der Verbrennungsgase im Zylinder reichen. Turbolader mit Wastegate-Ventil und Ladeluftkühler sowie ein elektronisch gesteuertes EGR-Ventil inklusive Abgaskühlung sind weitere technische Details.
Der 1,3-Liter-Vierventil-Selbstzünder ist der kleinste Vierzylinder-Diesel mit Common Rail-Technik auf dem Markt. Er wiegt einschließlich Nebenaggregaten lediglich 130 Kilogramm, ist sehr kompakt (der Zylinderblock ist keine 50 Zentimeter lang und ganze 65 Zentimeter hoch) und birgt trotz minimaler Abmessungen eine Fülle innovativer Technik. So enthält jeder der vier Zylinder mit einem Durchmesser von weniger als 70 mm ganze sechs Komponenten in "Normalgröße": vier Ventile, einen Injektor und eine Glühkerze ? eine technische Spitzenleistung.
Trotz aller Miniaturisierung ist der neue High-Tech-Diesel robust, zuverlässig und wartungsfreundlich. Er ist für eine Lebensdauer von 250.000 km ausgelegt. Eine lange Laufleistung, während der keine Wartung der mechanischen Komponenten erforderlich ist. Durch die Steuerkette entfällt der turnusmäßige Wechsel des Zahnriemens. Ebenso sparen die langen Inspektionsintervalle von 30.000 km kundenfreundlich Kosten.
1,9-Liter-Multijet-Turbodiesel
Auf die innovative Mehrfacheinspritzung baut auch der 1,9-Liter-Multijet-Diesel. Der von dem bekannten 1,9-Liter-JTD-Turbodiesel mit seiner Unijet-Einspritzung abgeleitete Selbstzünder erfuhr eine Reihe von technischen Veränderungen, die eine Steigerung der Leistung und Verbesserung des Drehmoments im unteren Drehzahlbereich sowie eine Reduzierung des Arbeitsgeräuschs und der Vibrationen bewirken.
So wurde der Brennraum optimiert, um den Wärmewirkungsgrad zu verbessern. Neu sind auch einige Komponenten des Motors wie der Zylinderkopf samt Hydrostößeln, die Pleuel und die Kurbelwelle aus Stahl sowie die Kolben mit integriertem Kanal für den Kühlölumlauf. Ebenfalls neu sind der Abgaskrümmer aus hochfestem Material und der Ansaugkrümmer aus Aluguss.
Überarbeitet wurden auch die elektronisch gesteuerte EGR-Anlage und die Abgaskühlung. Das Kühlsystem wurde mit einer neuen Ölpumpe, einem externen Wärmetauscher für die Ölkühlung und einer leistungsstärkeren Wasserpumpe verbessert. Ergebnis der Optimierung ist ein zuverlässiger, leistungsstarker und verbrauchsarmer Common Rail-Turbodiesel-Motor modernster Bauart.
Die Aufladung des 1,9-Liter-Multijet-Diesel erfolgt von einem Turbolader mit fester Geometrie und einem elektronisch gesteuerten Wastegate-Ventil. Das Triebwerk glänzt durch eine harmonische Leistungsabgabe und große Laufruhe ? auch in der Warmlaufphase. Ebenso durch niedrige Emission (erfüllt Euro 3 Norm).
Der Zweiventil-Diesel schöpft aus einem Hubraum von 1.910 Kubikzentimetern 74 kW (100 PS), das maximale Drehmoment von 260 Nm wird bei 1.750 U/min erreicht (90 Prozent davon stehen zwischen 1.750 und 3.250 U/min zu Verfügung). Leistungswerte, die auch dem Fiat Punto zugute kommen. Das drehmomentstarke und temperamentvolle Triebwerk beschleunigt den neuen Kompaktwagen in 9,6 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, garantiert ihm eine Höchstgeschwindigkeit von 185 km/h und verbraucht nach 99/100/EG innerstädtisch 7,3 l/100 km, außerstädtisch 4,1 l/100 km und kombiniert 5,3 l/100 km.
1,4-Liter-Vierventil-Benziner
Das neue 1,4-Liter-Vierventil-Vierzylinder-Triebwerk ist das stärkste Aggregat aus der Fire-Familie. Bei seiner Entwicklung standen ein ausgewogenes Verhältnis von Leistung und Verbrauch im Mittelpunkt. Dies wurde u.a. durch eine präzise Abstimmung des Ansaugsystems und der Steuerzeiten erreicht, was den Füllungsgrad im gesamten Lastbereich optimierte. Ergebnis ist ein Leistungsverhalten, mit dem der neue Fiat Punto auch auf der Antriebsseite Spitzenstandards setzt.
Der drehfreudige und zugleich sparsame Motor baut auf eine elektronische Drosselklappensteuerung (drive by wire) und eine innovative Steuersoftware für das Motormanagement. Sie erfasst die jeweiligen Leistungsanforderungen als Drehmomentwert und koordiniert die Anforderungen bevor eine Umsetzung in die Hauptparameter der Motorsteuerung (Zündzeitpunkt, Drosselklappenstellung, Einspritzzeit) erfolgt. Das spart Zeit, bewirkt eine raschere Umsetzung sowie präzisere Steuerung der Verbrennungsabläufe und schlägt sich in einer überlegenen Laufkultur nieder. Dazu nutzt das System einen einheitlichen Kommunikationsstandard, was u.a. auch ESP oder Cruise Control in das "Regelwerk" mit einbezieht.
Weitere besondere Kennzeichen des 1,4-Liter-Vierventil-Vierzylinders sind zwei obenliegenden Nockenwellen mit Hydrostößeln und Zahnriemenantrieb, fünffach gelagerte Kurbelwelle mit acht Gegengewichten sowie eine Multipoint-Einspritzung (MPI). Dazu die geringe Abgasemission. Hierfür sorgt auch der direkt an den Flansch des Auspuffkrümmers geschweißte Katalysator, wodurch die Light-off-Zeit während der Warmlaufphase des Motors erheblich gesenkt wird. Folge: der moderne Vierzylinder erfüllt die Abgasnorm Euro 4.
Neben diesen Tugenden verfügt der neue 1,4-Liter-Vierventiler auch noch über eine exzellente Laufruhe. Verantwortlich dafür sind neben einer speziellen Motorlagerung noch die steife Struktur des Motorblocks samt Gehäuseuntersatz aus Aluminium, molybdänbeschichtete Kolben (optimiert die Passung zwischen Kolben und Laufbuchse) sowie ein Torsionsdämpfer an der Kurbelwelle.
Das Triebwerk schöpft aus einem Hubraum von 1.368 Kubikzentimetern 70 kW (95 PS) bei 5.800 U/min und erreicht ein maximales Drehmoment von 128 Nm bei 4.500 U/min. Es ist bei der Sporting-Version mit einem Sechsgang-Getriebe gekoppelt. Der drehfreudige Vierventil-Motor beschleunigt den Fiat Punto 1.4 16V Dynamic und Emotion in 9,9 Sekunden (Sporting 9,6 Sekunden) von 0 auf 100 km/h und verleiht ihm eine Höchstgeschwindigkeit von 178 km/h. Der Verbrauch beträgt nach 99/100/EG innerstädtisch 7,8 l/100 km bzw. 8,8 l/100 km (Sporting), außerstädtisch 5,1 l bzw. 5,3 l/100 km und kombiniert 6,1 l bzw. 6,6 l/100 km.
Alternativer Antrieb "Natural Power"
Die Antriebspalette des Fiat Punto komplettiert ein auf alternativen Treibstoff bauendes Triebwerk: ein wahlweise mit Benzin oder Erdgas arbeitender 1,2-Liter-Motor, der den Fiat Punto Natural Power antreibt. Er basiert auf dem 1,2-Liter-Vierzylinder-Fire Motor, der im Leitungs- und Einspritzsystem für seinen umweltfreundlichen Einsatz umgerüstet wurde. Er leistet im Gasbetrieb 38 kW (52 PS) bei 5.000 U/min und erreicht bei 3.000 U/min ein maximales Drehmoment von 88 Nm. Mit Benzin betrieben leistet er 44 kW (60 PS).
Der umweltfreundliche Antrieb verleiht dem Fiat Punto Natural Power eine Höchstgeschwindigkeit von 145 km/h bzw. 151 km/h und erfüllt die Abgasnorm Euro 3. Der Verbrauch beträgt im Erdgasbetrieb auf 100 km 4,3 kg CNG (Compressed Natural Gas) ? so wird Erdgas in verdichteter Form genannt ? bzw. 6,6 l/100 km im Benzinbetrieb (kombiniert nach 99/100/EG). Beim Ausnutzen der doppelten Tankfüllung beträgt die Reichweite über 800 Kilometer.
Die beiden Gasflaschen mit jeweils 32 Litern Inhalt sind im Kofferraum untergebracht. Eine Lösung, die weder das Platzangebot im Innenraum noch die Fahreigenschaften des Fiat Punto beeinträchtigt. Für hohe Betriebssicherheit sorgen eine Reihe von Vorrichtungen (druckfeste Leitungen, Magnet- und Rückschlagventile sowie Schmelzlote), die bei Unfällen oder Defekten die Gaszufuhr sperren oder kontrolliert begrenzen.
Der Vierzylindermotor, dessen Gesamtbauweise unverändert blieb, verfügt über zwei separate Leitungssysteme (ummantelte Hochdruckleitungen aus verzinktem Stahl für die Erdgas-Zufuhr sowie spezielle Einblasdüsen) und weist in Verbindung mit einer sequentiell getakteten Multipoint-Einspritzung im Benzin- wie im Erdgasbetrieb die gleiche Laufkultur auf.
Grundsätzlich ist der Fiat Punto Natural Power auf Erdgasbetrieb ausgelegt, wobei der Fahrer jederzeit mit einem Schalter im Cockpit auf Benzinbetrieb umschalten kann. Wenn der Gasdruck auf einen zu niedrigen Wert sinkt (leere Glasflaschen) wird automatisch auf Benzinbetrieb umgeschaltet.