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- Überblick -
Die ExxonMobil Central Europe Holding GmbH (EMCEHG), Dachgesellschaft der Esso und Mobil Unternehmen in Deutschland, gab am Mittwoch in Hamburg einen Überblick über den Geschäftsverlauf des Jahres 2002 und einen Ausblick auf 2003.
Obwohl der Gewinn nach 995 Millionen Euro im Vorjahr auf 324 Millionen Euro im Jahr 2002 zurückging, war das Energieunternehmen mit dem erreichten Ergebnis zufrieden. "Das Vorjahresergebnis war wesentlich durch die Rückzahlung der Ems-Förderabgabe durch das Land Niedersachsen bestimmt", erläuterte Wingolf Lachmann, Vorstandsvorsitzender der EMCEHG auf der Pressekonferenz im Hamburger Esso Haus. "Wir sind sehr zufrieden, dass wir angesichts der wirtschaftlich schwierigen Lage im Jahr 2002 unser operatives Ergebnis ganz gut gehalten haben."
Das Berichtsjahr war für die gesamte deutsche Wirtschaft durch Konjunkturschwäche, steigende Arbeitslosenzahlen und geringe Kaufkraft geprägt. In der Mineralölwirtschaft kamen ein unvermindert scharfer Wettbewerb auf allen Märkten, steigende Rohölpreise und mildes Wetter zu Jahresbeginn hinzu. Trotzdem gelang es dem Unternehmen, den Mineralölabsatz mit 12,4 Millionen Tonnen nach 12,5 Millionen Tonnen im Jahr 2001 praktisch stabil zu halten, beim Gasabsatz legte es sogar von 15,7 Milliarden Kubikmetern auf 16 Milliarden Kubikmeter zu.
Auch der Raffineriedurchsatz stieg um 0,4 Millionen Tonnen auf 8,1 Millionen Tonnen, die Erdgasproduktion blieb mit 9,7 Milliarden Kubikmetern in etwa konstant.
- Erfolg mit Kundentreue-Aktion -
Der Absatz an den 1.351 Esso Stationen wuchs im Jahr 2002 durchschnittlich um 200.000 Liter auf 4,1 Millionen Liter. Er liegt damit um ein Drittel über dem Branchenschnitt. Hierzu hat das sehr erfolgreiche SWOP-Programm mit seinen Sammelpunkten beigetragen. Esso hatte als erste Gesellschaft ein Programm aufgelegt, das den Kunden attraktive Prämien bot. Allein von den beliebten Uhren wurden 1 Million Stück ausgegeben, die Spitzenprämie Mountain-Bike erhielten 134.000 treue Kunden.
- Neues Tankstellenkonzept -
Einen weiteren Impuls für das Tankstellengeschäft von Esso erwartet das Unternehmen durch die gerade begonnene Einführung des neuen Tankstellenkonzepts "On the Run". Der erste Prototyp dieser Tankstelle wurde in der vergangenen Woche in Rüdesheim eröffnet, bis Ende des Jahres werden es bereits 10 sein. Diese Tankstelle trägt den veränderten Kundenwünschen konsequent Rechnung. Während der nur am Kraftstoff interessierte Kunde direkt auf die Kassenzone zusteuern kann, bieten sich für den schnellen Einkauf breite Gänge mit niedrigen Verkaufsgondeln an. Tische mit Hochstühlen laden ein, die appetitlichen Snacks und frischen Backwaren vor Ort zu verzehren. Der Shop wird im Franchise-Betrieb geführt, wodurch Esso das Sortiment und die Preisbereiche festlegen kann. Das Personal erhält eine besondere Stationsmode und wurde speziell geschult, wobei Kundenfreundlichkeit im Vordergrund steht. Außen- und Innenansichten des neuen On the Run Konzepts finden Sie als Druckvorlagen unterhalb dieser Pressemeldung..
- Gasmarktliberalisierung muss marktwirtschaftliche Strukturen stärken -
ExxonMobil gehört zu den größten und effizientesten Erdgasanbietern Deutschlands. Mit rund 20 Prozent des deutschen Erdgasaufkommens trägt das Unternehmen erheblich zur sicheren Versorgung bei, je zur Hälfte aus Importen von ausländischen Schwestergesellschaften und aus einheimischer Förderung. Dieser Energieträger trug 2002 rund 20 Prozent zur einheimischen Primärenergieversorgung bei. Bereits 46 Prozent des Wohnungsbestandes werden mit Erdgas beheizt. ExxonMobil begrüßt die in den vergangenen Jahren deutlich verstärkte Liberalisierung des deutschen Gasmarkts, insbesondere die im April 2003 ins Energiewirtschaftsgesetz aufgenommene Verbändevereinbarung II. Das Gegenteil einer Liberalisierung wäre aber eine Regulierungsbehörde, die marktwirtschaftliche Strukturen außer Kraft setzte.
Investitionsanreize in Produktion und Infrastruktur müssen erhalten bleiben, um die Grundvoraussetzungen für eine sichere und wettbewerbsfähige Gasversorgung zu gewährleisten. Auch die europäischen Richtlinienvorschläge zur Versorgungssicherheit werden unter diesem Aspekt von ExxonMobil eher kritisch gesehen.
- Schmierstoffgeschäft erfolgreich zusammengeführt -
Im Autoschmierstoffgeschäft wird unter den beiden Marken Esso und Mobil eine Motorenöl-Palette angeboten, die alle aktuellen Hausnormen der Motorenhersteller abdeckt. Den Kunden im Industrieschmierstoffgeschäft stehen nun rund 500 verschiedene Produkte zur Verfügung, bei deren Auswahl zahlreiche hochkompetente Beratungsingenieure helfen. Auch der Kundschaft in den Bereichen Marine- und Flugschmierstoffe steht nunmehr ein in jeder Hinsicht verbessertes Angebot zur Verfügung. Die europaweite Optimierung der Produktionsstandorte und Vertriebswege hat die Synergien weiter verstärkt. Eine Folge dieser Optimierung war die im Oktober 2002 bekanntgegebene Schließung der Schmierstoffanlage in Hamburg-Harburg, die in der zweiten Hälfte 2003 abgeschlossen sein wird. Die Produktion wird von anderen Standorten übernommen.
- Mehr Mitarbeiter -
Die Mitarbeiteranzahl wuchs von 2.390 auf 2.969, im wesentlichen als Folge der Gründung der ExxonMobil Production Deutschland GmbH, Hannover (EMPG), die zahlreiche Mitarbeiter der BEB, Hannover, übernahm.
Im wesentlichen unverändert blieb die Investitionshöhe mit 146 Millionen Euro nach 152 Millionen Euro im Vorjahr.
- Das Unternehmen als verantwortungsbewusster Mitbürger -
Zu den hohen geschäftsethischen Normen, die im gesamten Konzern gelten, zählt auch das Ziel, dass durch den Betrieb des Unternehmens niemand verletzt werden darf. Die jahrzehntelange Arbeit auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit hat dazu geführt, dass die Häufigkeit von Arbeitsunfällen um mehr als den Faktor 150 unter dem Durchschnitt der deutschen gewerblichen Wirtschaft lag. Die zuständige Berufsgenossenschaft hat deswegen in dieser Woche ExxonMobil bei einer Arbeitssicherheitsprämierung mit dem 1. Preis in der Gruppe der Großunternehmen ausgezeichnet.
Esso, Mobil und alle anderen Gesellschaften unter dem Dach der ExxonMobil haben sich auch im abgelaufenen Jahr wieder erheblich in ihrem gesellschaftlichen Umfeld engagiert. Als Unternehmen, das auf Wissenschaft und Know How setzt, unterstützte es auch in Deutschland die Bildungseinrichtungen. Universitäten in Hamburg und Magdeburg erhielten Fördermittel, Schulen gebrauchte PCs, und die Ausstellung "Rettet den Tiger" wurde in Zoos und Hochschulen gezeigt. Seit Jahren ist das Unternehmen führend im Engagement beim Hamburger Programm "Lehrer erleben Wirtschaft", das in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Hamburg durchgeführt wird. Es bietet eine Palette von Ausbildungsplätzen an und ist Gründungsmitglied sowohl der Wirtschaftsakademie Hamburg als auch der Nord-Akademie Elmshorn.
Bekannt sind die seit vielen Jahren laufenden Programme zur Tigerzucht und zum Tigerschutz, aber auch die Baumpflanzaktionen in Deutschland haben bemerkenswerte Erfolge erzielt: Über eine halbe Million Bäume sind in den letzten sieben Jahren mit finanzieller Hilfe des Unternehmens gepflanzt worden. In Hamburg halten Spenden des Unternehmens die "Naturkundlichen Streifzüge" für Schulkinder am Leben, die jetzt im Buch "Wo wohnt die Schnirkelschnecke" beschrieben worden sind.
International hat sich das Unternehmen mit 100 Millionen Dollar am Forschungsprojekt Global Climate and Energy Program (G-CEP) der Universität Stanford beteiligt, das zur Forschung und Entwicklung neuer Technologien für verbesserte Energieversorgung bei deutlicher Senkung der Treibhausgas-Emissionen beitragen soll. Wissenschaftler und Industrie sollen dadurch weltweit näher zusammenarbeiten.
Einen besonderen Stellenwert hat das "Pegasus-Kultur-Programm". Dazu gehören der Pegasus-Preis für Hamburger Privattheater, die langjährige Unterstützung der Jungen Deutschen Philharmonie, einem Besten- Orchester begabter Musikstudenten sowie wechselnde Ausstellungen im Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg. Aktuelles Beispiel ist die Fotoausstellung des Lebenswerks von Gunter Sachs.
Auch direkte soziale Hilfe war im Jahr 2002 gefragt: Schon während der Flutkatastrophe stellten die Unternehmen sehr rasch eine Palette unterschiedlicher Hilfsleistungen im Marktwert von insgesamt über einer Million Euro zur Verfügung: Kraftstoffrabatte und Motorenöle für Hilfsorganisationen, Ölkanister für Familien und Kleingewerbetreibende im Überflutungsgebiet, 3 Millionen Kubikmeter Erdgas (das entspricht dem monatlichen Erdgasbedarf von rund 10.000 Haushalten) gingen als Spende zum Trocknen von Häusern an die Betroffenen. Auch die Mitarbeiter zeigten großes Engagement: Sie spendeten so viel, dass zusammen mit der Verdoppelung durch das Unternehmen rund 80.000 Euro an drei flutgeschädigte Kindergärten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und in Tschechien übergeben werden konnten.