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Erster Podestplatz für neuen Mühlner Volvo S60

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Volvo S60 Motorsport

Seidel nahm das Rennen vom vierten Startplatz aus in Angriff, nachdem Andree im Zeittraining auf seiner fliegenden Runde von einer langen Gelbphase in der Mercedes-Arena gebremst worden war. In seinem Start-Turn ging Seidel am Seat Léon Turbo 4x4 von André Engel vorbei und verbesserte sich damit auf Rang drei, ehe er an Andree übergab.

 

Der Kölner robbte sich unaufhaltsam an Timo Frings im Audi TT Turbo heran. Zum Zeitpunkt des zweiten Boxenstopps hatte Andree sich bereits direkt hinter Frings aufgehalten, aber keinen ernsthaften Angriff starten können, denn das Fahrverhalten des Volvo S60 hatte sich wegen eines defekten Stoßdämpfers hinten rechts sukzessive veschlechtert.

 

Bermes übernahm den Göteborger Fünfzylinder als Dritter und hielt diese Position bis ins Ziel. Wegen

des Stoßdämpfer-Problems konnte Bermes in derSchlußphase nicht mehr attackieren. Der Nordschleifen-Routinier verlegte sich stattdessen mit einer sicheren Fahrt darauf, den ersten Podiumsplatz für den neuen Volvo S60 aus dem Team von Bernhard Mühlner sicherzustellen.

 

Stimmen nach dem Rennen

 

Jörg Seidel: \"Im Startturn war der Volvo absolut perfekt. Ich konnte schnelle Rundenzeiten drehen, ohne das Auto dabei zu hart rannehmen zu müssen. Das hat mich in die Lage versetzt, mir mit André Engel einen interessanten Zweikampf zu liefern, bei dem wir uns auch einmal kurz berührt haben. Bei der leichten Kollision hat die Kurve allerdings ganz klar mir gehört. Ich war schneller als Engel und hatte das sichere Gefühl, dass wir über die Distanz hinweg noch weiter Boden auf die Spitze würden gutmachen können.\"

 

Ulli Andree: \"Zu Anfang meines Stints konnte ich nahtlos an die Leistungen von Jörg Seidel anknüpfen. Ich bin relativ schnell an Timo Frings herangekommen, obwohl sich der Wagen schon recht unruhig angefühlt hat. In Linkskurven hat sich ein strakes Übersteuern eingestellt, dass von Runde zu Runde schlimmer geworden ist. Wahrscheinlich ist der Stoßdämpfer hinten rechts

defekt. Das Mühlner-Team ist daran allerdings völlig schuldlos, denn es handelte sich um ein glutneuen Dämpfer.\"

 

Heinz-Josef Bermes: \"Unmittelbar nachdem ich den Volvo von Ulli Andree übernommen habe, ist mir aufgefallen, dass er hinten sehr nervös reagiert. Ulli hatte mich beim Boxenstopp schon vorgewarnt, deswegen war ich darauf gefaßt. Als ich gemerkt habe, wie knifflig die

Straßenlage in einigen Kurven war, habe ich mich darauf konzentriert, das Rennen sicher zu beenden, anstatt noch weiter anzugreifen - das konnte ich wegen des Dämpferproblems nicht mehr tun, ohne dabei viel zu riskieren. Ich wollte den Podestplatz auf keinen Fall mehr in Gefahr bringen, deswegen habe ich das Rennen kontrolliert zuende gebracht, zumal wir auf den Vierten etwa sieben Minuten Vorsprung hatten.\"

 

Bernhard Mühlner (Teamchef): \"Nach dem Unfall beim vorigen Rennen zur Langstrecken-Meisterschaft konnten wir nur mit einem statt wie geplant mit zwei Volvo S60 antreten. Der zweite Wagen muß auf Rohkarrosse neu aufgebaut werden. Das dauert seine Zeit und war bis zu

diesem Rennen auf keinen Fall zu schaffen. Mir war es allerdings wichtig, dieses Rennen mit dem zweiten Auto so gut wie möglich über die Bühne zu bringen. Im Training lagen die ersten vier Autos unserer Klasse innerhalb von drei Sekunden; zwischen dem Trainingszweiten und uns gar nur vier Zehntel. Das zeigt, wie hart der Wettbewerb in unserer Klasse ist, zumal mit BMW den beiden Allrad-Turbos von Audi und Seat sowie unserem Volvo S60 vier verschiedene Marken vorne liegen.

 

Im Rennen haben Jörg Seidel und Ulli Andree einmal mehr zeigen können, dass der Volvo das Zeug zum Klassensieg hat. Dass in Ullis Turn der Stoßdämpfer - übrigens ein fabrikneues Teil - putt gegangen ist, war Pech, hat aber letztlich einen möglichen Sieg verhindert. Ulli war ja trotz des

Defekts pro Runde zehn Sekunden schneller als die späteren Sieger Frings / Bauer im Audi TT Turbo. Mit dem dritten Rang bin ich aber dennoch sehr zufrieden.\"


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