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Erste Pole Position für neuen Volvo S60 - zwei Unfälle verhindern möglichen Sieg

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Nur durch zwei unverschuldete Unfälle hat der Volvo S60 von Mühlner Motorsport beim sechsten Lauf zur Deutschen Langstrecken-Meisterschaft auf dem

Nürburgring einen möglichen ersten Sieg verpasst. Die Kollisionen in der ersten Renn-Halbzeit warfen die Strategie des Teams über den Haufen und ermöglichten in der Endabrechnung nur noch Platz fünf.

Bereits im Zeittraining untermauerte Stammpilot Ulrich Andree das Potenzial des neuen Volvo S60, den das Team von Bernhard Mühlner erst in diesem Jahr entwickelt und zur Rennreife gebracht hat. Andree, einer der Drahtzieher hinter dem Nordschleifen-Projekt mit dem Göteborger Fünfzylinder, erzielte die erste Trainingsbestzeit für den Volvo S60 in dessen Klasse bis 2,5 Liter Hubraum. Mit seiner Zeit von 9.39,437 Minuten stellte der Kölner den Wagen in dessen erst viertem Einsatz gleich auf die Pole Position.

Für das vier Stunden lange Rennen hatten Mühlner und Andree sich eine andere Strategie zurecht gelegt als die Konkurrenz. Ersatzfahrer Wolfgang Kaufmann, der den verhinderten etatmäßigen zweiten Stammpiloten Andreas Middendorf vertrat, sollte im ersten Teil verhalten agieren, Andree dann in der zweiten Halbzeit zum Angriff blasen und einen möglichen Sieg sicher stellen.

Deswegen ließ sich Kaufmann, der sich auf Anhieb erwartungsgemäß gut auf den für ihn neuen Fronttriebler einstellen konnte, zunächst hinter einen BMW M3 und einen Audi TT auf die dritte Position zurückfallen. Der Molsberger hielt sich an die taktische Marschroute - aber die wurde bald von zwei Unfällen durchkreuzt. Zuerst verbremste sich ein BMW und rumpelte Kaufmann bei der Einfahrt in die letzte Schikane des Grand Prix-Kurses genau aufs linke Hinterrad. Kurz nach dem fälligen Reparatur-Boxenstopp krachte ihm ein Porsche im Nordschleifen-Streckenabschnitt Bergwerk aufs rechte Hinterrad. Erneut musste Kaufmann außerplanmäßig die Box ansteuern, um den Schaden reparieren zu lassen. Dabei musste sogar die Spurstange gewechselt werden.

Nach den beiden Einschlägen war die Straßenlage des Volvo S60 natürlich nicht mehr ideal. Außerdem hatte auch ein Radlager Schaden genommen, sodass Bremsscheibe und -belag nicht mehr harmonierten und infolge dessen die Bremsbalance unweigerlich nach vorn verstellt wurde. Mit einem durchwachsen liegenden und noch schlechter bremsenden Auto konnte Pole-Sitter Ulli Andree in der Schlussphase nicht mehr als den fünften Rang herausholen.

Stimmen nach dem Rennen

Ulli Andree: "Nach meiner Trainingsbestzeit waren wir natürlich auch für den Verlauf des Rennens sehr zuversichtlich. Wir wollten den ersten Teil des Rennens verhalten angehen und in der Schlussphase attackieren. Leider haben die beiden Unfälle, in die Wolfgang Kaufmann verwickelt war, uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Weil das Auto nach den beiden Treffern krumm und die Bremsbalance nicht mehr im Lot war, konnte ich in meinem Turn nicht mehr angreifen. Der fünfte Platz ist unter den gegebenen Umständen zwar durchaus noch in Ordnung, aber nach dem Trainingsergebnis doch ein bisschen enttäuschend. Ich hoffe, dass wir beim nächsten Mal das Potenzial des Volvo S60 auch in ein zählbares Resultat ummünzen können.-

Wolfgang Kaufmann: "An beiden Unfällen konnte ich nichts machen. Das sieht man schon daran, dass ich jeweils genau am Hinterrad getroffen worden bin. Ich war also bei beiden Kollisionen schon am Einlenken, die Kurven haben jeweils klar mir gehört. Natürlich bin ich wegen dieses Rennverlaufs enttäuscht. Der Volvo S60 ist einer der besten Tourenwagen, den ich je gefahren bin. Wir hätten gewinnen können, keine Frage - das Auto hat das Zeug in seiner Klasse zu den ganz Großen zu gehören. Für mich wäre es schön gewesen, beim ersten Sieg dieses neuen Wagens dabei zu sein.-

Bernhard Mühlner (Teamchef): "Die beiden Kollisionen und ihre Folgen sind doppelt schade. Nach der Pole Position von Ulli Andree war uns klar, dass wir sehr gute Siegchancen haben würden. Im Rennen hat dann zum ersten Mal auch noch die Technik wirklich lückenlos mitgespielt. Wir sind von den Kinderkrankheiten, die den neuen Volvo S60 bei den ersten Einsätzen noch befallen hatten, verschont geblieben. Es hätte also wirklich alles gepasst, wenn die beiden Unfälle nicht gewesen wären. Natürlich denken wir vor diesem Hintergrund mit Zuversicht und Selbstvertrauen an den nächsten Lauf - aber eine gewisse Enttäuschung ob des verlorenen Sieges überwiegt so kurz nach dem Rennen natürlich noch.-

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Danke
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