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Ihren dritten Gesamtsieg beim dritten Lauf zur Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM) 2002 errangen Matthias Kahle und Peter Göbel bei der Pneumant-Rallye mit Start und Ziel in der Lutherstadt Wittenberg. Mit insgesamt 5:11,1 Minuten Vorsprung auf das zweitplatzierte Team Wallenwein/Zeitlhofer beendete die Skoda Besatzung die auch zur Europameisterschaft zählende Rallye an dem Ort, an dem Matthias Kahle 1993 sein Rallyedebüt gegeben und sich damals schon mit einem Klassensieg für höhere Aufgaben empfohlen hatte.
"Es war ein absolut komplikationsloses Wochenende", sagte Matthias Kahle nach zwei Rallyetagen mit 21 Wertungsprüfungen. "Wir hatten keinerlei Probleme mit dem Auto, und ich konnte mich voll aufs Fahren konzentrieren. Das hat bei diesem hohen Anteil an Schotter-Prüfungen besonders viel Laune gemacht. Die Pneumant-Rallye ist meine Lieblingsveranstaltung, und wenn man die Begeisterung der unglaublich vielen Zuschauer hier spürt, ist der Spaß noch größer."
Nach dem der hoch eingeschätzte Finne Saku Verimaa (Mitsubishi) nach einem technischen Defekt früh die Segel gestrichen hatte und auch Kahles Verfolger Uwe Nittel (Mitsubishi) aufgeben musste, konnten Kahle/Göbel unbedrängt ihren Sieg nach Hause fahren und ihre Meisterschaftsführung ausbauen. Für leichte Irritationen bei dem Skoda Team sorgten lediglich ein paar Rehe und einige Hasen, die mehrfach die Strecke kurz vor dem heranbrausenden Octavia WRC überquerten. "Matthias bremst auch für Tiere", konnte Beifahrer Peter Göbel anschließend besorgte Tierfreunde beruhigen und war sich sicher: "Das lag nicht nur an dem beruhigenden Vorsprung."
Auch in der Markenwertung wuchs der Vorsprung von Skoda auf die Konkurrenz. Hierzu steuerte auch das Team Martin Möckl/Marcus Poschner (Skoda Octavia Kit Car) wertvolle Punkte bei, denn das Team landete nach turbulentem Auftakt schließlich noch auf dem dritten Rang in seiner Klasse. Martin Möckl pokerte bei der Reifenwahl für die ersten beiden Wertungsprüfungen zu hoch und hielt sich gleich zwei Mal für einige Zeit neben der Piste auf. Mit knapp drei Minuten Rückstand auf die Konkurrenz startete er eine starke Aufholjagd, die mit Punkten in der Markenmeisterschaft belohnt wurde.
Weniger Glück hatten die Pfälzer Andreas Gerst/Bertram Schwalié, die in einer Kurve der sechsten Wertungsprüfung auf einen Reifenstapel gerieten. Nach einer Rolle musste das Octavia-Team mit stark ondulierter Karosserie aufgaben. Bis zum nächsten DRM-Lauf (Castrol-Rallye Thüringen am 31.5./1.6.) wird das Auto jedoch wieder einsatzfähig sein.
Der Stand der Fahrermeisterschaft:
1. Kahle/Göbel (Skoda) 140 Punkte
2. Haaf/Kölbach (Citroën) 104 Punkte
3. Wallenwein/Zeitlhofer (Mitsubishi) 99 Punkte
4. Gaßner/Schrankl (Mitsubishi) 82 Punkte
5. Corazza/Querengässer (Honda) 80 Punkte
6. Möckl/Poschner (Škoda) 66 Punkte
Der Stand der Markenmeisterschaft:
1. Skoda 206 Punkte
2. Citroën 125 Punkte
3. Opel 95 Punkte