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Der Toyota RAV4 - Ein Auto für alle Fälle

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Toyota RAV4

 

Als der Toyota RAV4 auf dem Genfer Autosalon von 1994 seine Weltpremiere feierte, wurde er spontan mit Beifall bedacht. Sein Drei-in-einem-Konzept war damals eine absolute Neuheit: Die Kombination von Geländewagen-Aussehen und Antriebstechnik mit den konstruktiven Merkmalen eines Personenwagens und den Fahrleistungen eines sportlichen Kompaktwagens versprach ein Auto, das bis heute als perfekter Partner für Alltag und Freizeit gilt. Ein Auto für alle Fälle eben.

 

Als das Multitalent im Sommer 1994 endlich seinen Verkaufsstart in Deutschland feierte, sprach man hierzulande von einem Jahrhundertsommer, dessen Hitzewelle von Juni bis August dauerte. Im Frühjahr hatte der Deutsche Bundestag der Verhüllung des Berliner Reichstags durch den amerikanischen Künstler Christo zugestimmt, im Mai wurde der Tunnel unter dem Ärmelkanal feierlich eingeweiht und im November wurde der damals 25jähriger Kerpener Michael Schumacher zum ersten Mal Weltmeister in der Formel 1 - mit nur einem Punkt Vorsprung.

 

Dass auch der neue RAV4 vom Start weg einen klaren Wettbewerbsvorteil hatte, war sofort klar. Toyota begründete mit dem kompakten und komfortablen Allradler nicht weniger als ein neues Segment. Und dies so erfolgreich, dass sogar Auto Bild neidlos anerkennen musste: "Es gibt nur wenige Typen, die sind schon bei ihrer Geburt topfit - und bleiben es ein Leben lang. Der RAV4 ist so einer."

 

Und so gelang es dem RAV4 mühelos, dem Vorurteil, dass japanische Autos stets Kopien europäischer Vorbilder seien, entgegenzutreten. Mit geradezu spielerischer Nonchalance entwickelte sich der sympathische Toyota zu einem echten Trendsetter und machte seinem Beinamen "FunCruiser" alle Ehre. Ein Beiname, der übrigens griffig umschreibt, was sich hinter der Abkürzung RAV4 verbirgt: Recreational Active Vehicle with 4Wheel Drive.

 

Zum Verkaufsstart als Dreitürer mit 129 PS starkem 2,0-Liter-Benzinmotor und permanentem Allradantrieb angeboten, gesellten sich in flotter Folge weitere Versionen hinzu: 1995 folgte die fünftürige Karosserie, 1996 und 1997 attraktive Sondermodelle und 1998 das RAV4 Cabrio, bis im Jahr 2000 die neue Generation des kompakten SUV die Straße unter die Räder nahm. Der neue RAV4 war nun auch mit Frontantrieb erhältlich und bekam im Jahr 2001 mit dem Toyota 2,0 D-4D Common Rail Dieselmotor einen echten Schrittmacher als Antriebsaggregat eingepflanzt.

 

So stiegen die Zulassungen derart rasant an, dass der RAV4 im Jahr 2003 mit 17.833 Einheiten sogar das gesamte deutsche Segment der Offroader anführte. Die kumulierten Verkaufszahlen des Erfolgstypen werden noch vor Ablauf des Jahres 2004 fünf Nullen vor dem Komma aufweisen: Die Vertriebsexperten von Toyota Deutschland rechnen noch im Herbst mit dem 100.000. in Deutschland verkauften RAV4.


nah und...? Warten wir bis die 100.000 verkauft sind


Ist das ein echtes Toyota Foto oder ist das von Playmobil?!


der_Derk der_Derk

Relax-Ing.

Das Foto ist echt - das war der Prototyp des RAV aus dem Jahre 1989. Sehr schade, daß er nicht ganz in der Form umgesetzt wurde... ;)

 

Zitat:

Und so gelang es dem RAV4 mühelos, dem Vorurteil, dass japanische Autos stets Kopien europäischer Vorbilder seien, entgegenzutreten.

Stimmt - da wurde ausnahmsweise mal ein japanisches Konkurrenzprodukt kopiert... :D


Sieht aus wie der Jimny :)


Der Toyota RAV4 - Ein Auto für alle Fälle

gab es den Jimny im jahre 89 schon? :D

 

und wer von wem spioniert wissen nur wieder die oberschlauen! :rolleyes:


der_Derk der_Derk

Relax-Ing.

Der Jimny war ja auch nicht gemeint - aber den Vitara gab es schon vorher...

 

Toyotas RAV erschien damals kurz nachdem der Suzuki Vitara den Höhepunkt seiner Verkaufszahlen hatte, und vermied exakt die beim Vitara häufig kritisierten Punkte - mäßige Fahrleistungen und eine recht holprige Federung. Na gut, dafür blieb die Geländetauglichkeit auf der Strecke. Aber immerhin konnte man in Herstellung und Entwicklung auf PKW-Komponenten zurückgreifen, und rein statistisch gesehen reichte die Schlechtwegetauglichkeit für die meisten Bedürfnisse immer noch aus. Von daher war das Spaßmobil recht kühl durchdacht... ;)

Ich fand es nur schade, daß gerade unser damaliger RAV beinahe alles widerlegte, was seinerzeit über das Fahrzeug berichtet wurde. Weder Verbrauch noch Verarbeitung und Haltbarkeit konnten dem Toyota-Anspruch gerecht werden... :(

Das Fahrvergnügen hingegen entsprach voll und ganz dem Beinamen... :D


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