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- Nutzfahrzeug-Vorstand Andreas Renschler: Neue Technologien und Produkte als wichtiger Bestandteil des Programms Global Excellence
- Deutlich weniger Unfälle durch aktive Sicherheitssysteme
Stuttgart/Papenburg - DaimlerChrysler Nutzfahrzeuge stellt bei den zweiten Technologietagen in Papenburg 50 Themen aus Forschung und Entwicklung zu den Bereichen Sicherheit, Umwelt und Technik vor. Die gezeigten Technologien werden Schritt für Schritt Anwendung in Nutzfahrzeugen von DaimlerChrysler finden.
Andreas Renschler, im Vorstand der DaimlerChrysler AG verantwortlich für das Geschäftsfeld Nutzfahrzeuge: "Die Investitionen in zukünftige Produktgenerationen sind eine wesentliche Säule des Optimierungsprogramms 'Global Excellence'. Wir fokussieren unsere Forschungs- und Entwicklungsarbeit auf neue Produkte und Technologien, die die Wettbewerbsfähigkeit des Geschäftsfelds Nutzfahrzeuge weiter stärken werden."
Die Entwicklungsarbeit für zukünftige Nutzfahrzeuge wird von verschärften Rahmenbedingungen geprägt. Dazu gehören gesetzliche Vorschriften bezüglich Umweltschutz, steigende Kraftstoffpreise sowie die angespannte wirtschaftliche Situation der Kunden, die auf minimale Ausfallzeiten, reduzierten Spritverbrauch und maximale Verfügbar-keit ihrer Fahrzeuge angewiesen sind.
Ein weiterer Faktor ist die global steigende Verkehrsdichte. In Deutschland wird sich nach einer Prognose des deutschen Bundesverkehrswegeplans die Zahl der gefahrenen Personenkilometer von 750 Milliarden Kilometern im Jahr 1997 auf 873 Milliarden Kilometer im Jahr 2015 erhöhen. Die Zahl der im Güterverkehr zurückgelegten Tonnenkilometer wird nach dieser Prognose im gleichen Zeitraum sogar um mehr als ein Drittel ansteigen. Während 1994 rund drei Millionen Güterfahrzeuge in Deutschland fuhren, waren es 2004 bereits 3,4 Millionen im Jahr. Ähnliche Steigerungsraten finden sich in Europa, NAFTA, Asien und dem Rest der Welt.
Trotz steigender Verkehrsdichte blieb die Zahl der Unfälle aufgrund der verbesserten Sicherheit von Pkw und Lkw unverändert. Dennoch ist es das erklärte Ziel von DaimlerChrysler, die Zahl der Nutzfahrzeug-Unfälle durch die Einführung neuer aktiver Sicherheitssysteme weiter zu senken. Die beiden häufigsten Unfallarten bei Nutzfahrzeugen sind Auffahrunfälle sowie das Abkommen von der Fahrbahn. Auffahrunfälle machen immerhin ein Viertel aller Lkw-Unfälle aus. Sie können mit dem neuen Notbremssystem, das ab 2006 optional in Mercedes-Benz Lkw angeboten wird, drastisch reduziert werden. Mit Sicherheits- und Assistenzsystemen wie dem Spurassistenten, der vor dem Abkommen von der Fahrbahn warnt, oder dem neuen ESP, das entsprechend dem Beladungszustand des Fahrzeugs arbeitet, kann eine weitere Gefahrenquelle entschärft werden. Insgesamt können mit den von DaimlerChrysler angebotenen Assistenzsystemen 70 - 80 % aller heutigen Unfälle vermieden werden.
Eine weitere Rahmenbedingung, die die Entwicklung künftiger Nutzfahrzeuge beeinflusst, sind die weltweit verschärften gesetzlichen Vorschriften zum Umweltschutz: So wird der Stickoxidausstoß in Deutschland im Jahr 2020 nur noch etwa ein Fünftel im Vergleich zu 1980 betragen, der Ausstoß von Dieselpartikeln fast nur noch ein Viertel. Die Entwicklung entsprechender Abgas-Technologien ist mit hohen Kosten für den Hersteller verbunden und wirkt sich auf den Fahrzeugpreis aus. Angesichts knapper Margen für die Kunden, z.B. bei Lkw-Spediteuren, stellt dies Hersteller vor eine äußerst schwer zu bewältigende Aufgabe.
Andreas Renschler: "Mit intelligenten Lösungen wie der spritsparenden BlueTec-Technologie wandeln wir diesen vermeintlichen Nachteil wieder in einen betriebswirtschaftlichen Vorteil für unsere Kunden um."
Die steigenden Kraftstoffpreise wirken sich als direkter Kostenfaktor für Nutzfahrzeug-Kunden auch auf die Hersteller aus. "Diese Entwicklung verstärkt unsere Initiative, kraftstoffsparende oder alternative Antriebslösungen zu entwickeln," so Renschler weiter.
DaimlerChrysler ist ein weltweit führender Hersteller von Nutzfahrzeugen mit alternativen Antrieben: Lkw, Transporter und Busse mit Erdgas, Brennstoffzellen- und Hybridantrieben sind in Europa, Amerika, Japan, China sowie Australien im Einsatz.
Bei der Brennstoffzellen-Erprobung passierten die DaimlerChrysler Nutzfahrzeuge einen weiteren Meilenstein: Die insgesamt 36 Brennstoffzellenbusse, die in Europa, Australien und seit September auch in China im Einsatz sind, haben bereits mehr als 1 Million Kilometer im Testbetrieb erfolgreich absolviert.