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Fast 95 Prozent aller Autofahrerinnen und Autofahrer halten Sicherheit für wichtiger als Komfort. Mehr als 70 Prozent befürworten die Einführung von ABS und ESP per Gesetz. Diese und mehr Erkenntnisse über die Akzeptanz elektronischer Sicherheits- und Assistenzsysteme liefert eine von der Continental AG in Frankfurt vorgestellte Sicherheitsstudie. Aus ihr geht auch hervor, dass viele Menschen nicht genau wissen, welchen Nutzen aktive Fahrzeug-Sicherheitssysteme bieten und wie sie funktionieren. Continental startet daher eine Offensive zur breitenwirksamen Aufklärung über ESP & Co.
Die Erkenntnisse über die Wertschätzung aktiver Sicherheitssysteme und ihren Bekanntheitsgrad in der Bevölkerung gewann Continental aus einer vom EMNID-Institut durchgeführten Studie. 1.000 Telefoninterviews wurden dazu im Sommer 2002 durchgeführt. Diese offenbarten große Wissenslücken: So kennen 63 Prozent der Befragten nicht die Wirkung des Elektronischen Stabilitäts-Programms ESP, und über 45 Prozent sind der irrigen Meinung, ihr Auto sei defekt, wenn das Bremspedal beim ABS-Einsatz pulsiert. Viele wissen auch nicht, mit welchen Sicherheitssystemen ihr Auto überhaupt ausgerüstet ist. Besonders schlecht informiert zeigten sich Frauen und ältere Menschen.
Die Gründe für die Informationslücken vieler “technik-ferner” Autofahrer liegen, so die Conti-Sicherheitsstudie, auch in wenig aussagekräftige Namen für viele Funktionen sowie in der verwirrenden Vielfalt von Abkürzungen für identische oder ähnliche Systeme.
So existieren für das Elektronische Stabilitäts-Programm neben dem Begriff ESP zahlreiche weitere Fahrzeughersteller-spezifische Bezeichnungen wie DSC, DTCS, PSM, VSC etc. Ein weiteres Manko: Viele Menschen sind bezüglich des richtigen Umgangs mit dem Antiblockiersystem ABS, der Antriebs-Schlupfregelung ASR oder dem Elektronischen Stabilitäts-Programm ESP nicht oder nur unzureichend informiert und trainiert.
Ein weiteres interessantes Ergebnis: Die ausgiebig diskutierte Annahme, der Autofahrer könne sich von komplexen Systemen entmündigt fühlen, betrifft nach Erkenntnissen der Conti-Sicherheitsstudie nur eine Randgruppe: 86 Prozent der Befragten würden - so die Umfrage - Systeme akzeptieren, die auch gegen den Fahrerwillen eingreifen, um einen Unfall zu verhindern.
Die Continental AG wird daher eine Informationsoffensive für automobile Sicherheitssysteme starten. Dabei beschränkt sich die Zielgruppe nicht nur auf die Autofahrer selbst; auch an eine engere Zusammenarbeit mit Fahrschulen, Verbänden und den Automobilherstellern ist gedacht. Denn nur gemeinsam lässt sich beim entscheidenden "Faktor Mensch" eine nennenswerte Verbesserung erreichen, damit die modernen Sicherheitssysteme ihre volle Wirkung entfalten können.
Der Continental-Konzern ist ein führender Anbieter für Bremssysteme, Fahrwerkkomponenten, Fahrzeugelektronik, Reifen und Technische Elastomere. Das Unternehmen hat im Jahr 2001 mit weltweit rund 65.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 11,2 Milliarden Euro erzielt.
Die Studie im Internet unter www.conti-online.com