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Continental mit Zahlen zum ersten Halbjahr 2003
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- Konzernergebnis steigt deutlich
- Finanzschulden weiter abgebaut
- Positiver Ausblick
Die Continental AG, Hannover, hat trotz einer schwierigen Automobilkonjunktur im ersten Halbjahr 2003 bei Umsatz und Ergebnis ihren Wachstumskurs gehalten. Bereinigt um Währungskurseinflüsse stieg der Konzernumsatz im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres um 6,2 Prozent. Aufgrund der Währungskursentwicklung liegt er jedoch mit 5.647 Mio Euro effektiv knapp unter dem hohen Vorjahresniveau (5.659 Mio Euro).
Das operative Konzernergebnis (EBITA = EBIT vor planmäßigen Goodwill-Abschreibungen) erhöhte sich kräftig um 14,9 Prozent auf 399 Mio Euro (Vj. 347 Mio Euro). Die Umsatzrendite konnte damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 6,1 auf 7,1 Prozent gesteigert werden. Das Konzern-Ergebnis nach Steuern erhöhte sich deutlich um 19,7 Prozent auf 195 Mio Euro (Vj. 163 Mio Euro). Das Ergebnis pro Aktie legte auf 1,50 Euro (Vj. 1,26 Euro) zu.
Entwicklung von Umsatz, EBITA und Umsatzrendite (Werte in Mio Euro): (s. RTF-Datei)
Dr. Alan Hippe, im Vorstand für Finanzen, Controlling und Recht verantwortlich, stellte die erneut klar reduzierten Finanzschulden heraus. Verglichen mit dem ersten Halbjahr 2002 hat das Unternehmen die Nettofinanzschulden (Finanzschulden abzüglich flüssiger Mittel) um 625 Mio Euro abgebaut. Damit verbesserte sich die Gearing Ratio (das Verhältnis zwischen Nettofinanzschulden und Eigenkapital) auf 113 Prozent (Vj. 155 Prozent).
Continental Automotive Systems steigert Umsatz und Ertrag
Der Konzernbereich Continental Automotive Systems steigerte seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2003 um 2,0 Prozent auf 2.357 Mio Euro (Vj. 2.311 Mio Euro). Bereinigt um Währungskurseffekte lag das Plus bei 9,3 Prozent. Electronics und Luftfedersysteme erzielten die höchsten Zuwachsraten. Dabei legte der Absatz in Europa zu, während die Entwicklung in Nordamerika schwächer als im Vorjahreszeitraum verlief. Das operative Ergebnis (EBITA) verbesserte sich deutlich um 37 Mio Euro auf 186 Mio Euro (Vj. 149 Mio Euro). Die Umsatzrendite stieg auf 7,9 Prozent (Vj. 6,5 Prozent).
Pkw-Reifen mit verbessertem Ergebnis
Der Konzernbereich Pkw-Reifen steigerte seinen Umsatz leicht auf 1.825 Mio Euro (Vj. 1.816 Mio Euro). Ohne Veränderungen des Konsolidierungskreises und Währungskurseffekte betrug der Anstieg 6,6 Prozent. Aus Änderungen im Konsolidierungskreis ergibt sich für das erste Halbjahr eine Ergebnisverschiebung zwischen den Bereichen Pkw- und Nfz-Reifen in Höhe von 13 Mio Euro. Das operative Ergebnis (EBITA) des Pkw-Bereichs legte um insgesamt 29 Mio Euro auf 119 Mio Euro zu. Dabei glichen gute Ergebnisse in Europa Verluste im NAFTA-Raum mehr als aus. Die Umsatzrendite stieg von 5,0 Prozent im Vorjahreszeitraum auf jetzt 6,5 Prozent.
Nfz-Reifen durch Veränderungen im Konsolidierungskreis beeinflusst
Der Konzernbereich Nfz-Reifen verbuchte im ersten Halbjahr einen Umsatzrückgang um 9,1 Prozent auf 580 Mio Euro (Vj. 638 Mio Euro). Ohne die Veränderungen im Konsolidierungskreis sowie bereinigt um Währungskurseffekte ergibt sich ein Plus von 1,7 Prozent. Absatzsteigerungen gab es im Erstausrüstungs- und im Ersatzgeschäft in Europa sowie im Geschäft mit der Automobilindustrie in der NAFTA-Region. Negativ wirkten auf das Ergebnis höhere Materialpreisen und Mehraufwendungen für Sozialkosten in den USA. Das operative Ergebnis (EBITA) betrug 33 Mio Euro (Vj. 52 Mio Euro), die Umsatzrendite lag im ersten Halbjahr 2003 bei 5,8 Prozent (Vj. 8,2 Prozent). Auf vergleichbarer Basis - ohne Veränderung des Konsolidierungskreises (13 Mio Euro) und einem Ertrag aus einem Grundstücksverkauf im Vorjahr (6 Mio Euro) - liegt das Ergebnis auf Vorjahresniveau.
ContiTech mit Zuwächsen bei Umsatz und Ergebnis
Der Konzernbereich ContiTech verzeichnete während der ersten sechs Monate ein Umsatzplus von 1,5 Prozent auf 916 Mio Euro (Vj. 902 Mio Euro). Ohne Währungskurseffekte lag das Plus bei 3,1 Prozent. Das operative Ergebnis stieg um 5 Mio Euro auf 80 Mio Euro. Insbesondere die Geschäftsbereiche Luftfedersysteme, Profile und Fluid wiesen überdurchschnittliche Umsatzzuwächse aus. Die Umsatzrendite legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 8,3 auf 8,7 Prozent zu.
Mitarbeiterzahl gestiegen
Zum 30. Juni 2003 hatte der Continental-Konzern 65.698 Beschäftigte, eine Erhöhung um 1.319 Mitarbeiter im Vergleich zum Jahresende 2002. Dieser Effekt resultierte vor allem aus dem Produktionsausbau an Niedrigkostenstandorten durch Continental Automotive Systems.
Ausblick
Obwohl für das Gesamtjahr 2003 mit einem Rückgang der Automobilproduktion in Nordamerika und Europa zu rechnen ist, erwarten wir für den Continental-Konzern eine positive Entwicklung: Der Rückgang macht sich nur bedingt bemerkbar, weil das Konzern-Geschäft nur zu 60 Prozent direkt an Automobilhersteller gekoppelt ist. Außerdem ist Continental Automotive Systems zwar eng an die Fahrzeughersteller gebunden, aber nicht im selben Maß an die Produktionszahlen: Die Ausrüstungsraten von Pkw mit elektronischen Bremssystemen steigen auch bei rückläufiger Fahrzeugproduktion stetig. "Insofern haben wir unsere Erwartung für 2003 angehoben und gehen jetzt davon aus, dass wir ein operatives Ergebnis von mehr als 700 Mio Euro erzielen werden", kündigte der Vorstandsvorsitzende Manfred Wennemer an. 2002 lag das EBITA bei 694 Mio Euro. "Außerdem werden wir unser Ziel erreichen, die Gearing Ratio auf unter 100 Prozent zu drücken", sagte Wennemer.