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Continental mit 9-Monats-Zahlen des Jahres 2002
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Der Umsatz des Continental-Konzerns stieg während der ersten 9 Monate des Jahres 2002 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,0 Prozent auf 8.484 Mio Euro (Vj. 8.240 Mio Euro). Ohne Änderungen im Konsolidierungskreis, vor allem durch die Einbeziehung von Conti Temic, beträgt der Anstieg 0,6 Prozent.
Das operative Konzernergebnis (EBITA = EBIT vor planmäßigen Goodwill-Abschreibungen) erhöhte sich auf 547 Mio Euro, ein deutliches Plus von 77 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum mit 309 Mio Euro. Berücksichtigt man die im Vorjahreszeitraum angefallenen Restrukturierungsaufwendungen von 58 Mio Euro, liegt die Steigerung bei 49 Prozent. Die Umsatzrendite beträgt 6,5 Prozent. Das Konzernergebnis nach Steuern stieg gegenüber den ersten neun Monaten des Vorjahres um 173 Mio Euro auf 217 Mio Euro. Das Ergebnis pro Aktie erhöhte sich auf 1,68 Euro (Vj. 0,35 Euro).
Der Konzern hat auch beim Abbau seiner Finanzschulden weiter deutliche Fortschritte erzielt und die Nettofinanzschulden (Finanzschulden abzüglich flüssiger Mittel) im Vergleich zur Vorjahresperiode um 516 Mio Euro auf 2.414 Mio Euro verringert. Dies wurde trotz der Zahlung der zweiten Kaufpreisrate für Conti Temic in Höhe von 215 Mio Euro dank eines positiven Ergebnisses aus dem operativen Geschäft, eines Abbaus des Working Capital, des Verkaufs eigener Aktien und positiver Effekte aus Wechselkursveränderungen möglich. Damit hat sich die Gearing Ratio auf 135 Prozent nach 162 Prozent im Vorjahreszeitraum verbessert.
Continental Automotive Systems - Umsatz- und Ergebnissteigerungen
Der Konzernbereich Continental Automotive Systems (CAS) steigerte seinen Umsatz in den ersten neun Monaten deutlich um 16,3 Prozent auf 3.423 Mio Euro (Vj. 2.942 Mio Euro). Ohne Konsolidierungskreisänderungen (Einbeziehung von Conti Temic) beträgt der Anstieg 9,2 Prozent. CAS verzeichnete in allen Geschäftsbereichen Absatzsteigerungen und Marktanteilsgewinne sowohl in Europa als auch in Nordamerika. Das operative Ergebnis (EBITA) verbesserte sich auf 224 Mio Euro (Vj. 133 Mio Euro), die Umsatzrendite beträgt 6,5 Prozent.
Pkw-Reifen - Ergebnissteigerungen in Europa, Verluste in Nordamerika
Der Konzernbereich Pkw-Reifen verzeichnete während der ersten neun Monate des Jahres 2002 einen Umsatzrückgang um 5,2 Prozent auf 2.763 Mio Euro (Vj. 2.913 Mio Euro). Dafür maßgeblich sind der Verkauf der britischen Handelskette National Tyre Service vom Dezember 2001 und das schwache Ersatzgeschäft in den USA und Mexiko. Der Reifenabsatz lag stabil auf Vorjahresniveau. Das weltweite Geschäft in der Erstausrüstung der Automobilindustrie und das Ersatzgeschäft in Europa entwickelten sich positiv. Der Bereich Pkw-Reifen steigerte sein operatives Ergebnis (EBITA) deutlich um 66 Mio Euro auf 159 Mio Euro. Die Umsatzrendite beträgt 5,7 Prozent. Das Ergebnis des vergleichbaren Vorjahreszeitraums war mit Einmalkosten in Höhe von 13 Mio Euro belastet.
Nutzfahrzeugreifen - Sehr gutes Ertragsniveau nach Restrukturierungen
Der Konzernbereich Nutzfahrzeugreifen verzeichnete vom Januar bis September 2002 einen leichten Umsatzrückgang um 0,5 Prozent auf 979 Mio Euro (Vj. 984 Mio Euro). Dabei steht einem leichten Rückgang in Europa eine Steigerung in Nordamerika gegenüber.
Der Bereich verbesserte sein operatives Ergebnis um 100 Mio Euro auf 82 Mio Euro. Damit ergibt sich eine Umsatzrendite von 8,4 Prozent. War der Vorjahreszeitraum noch mit Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 45 Mio Euro belastet, so wirkten sich jetzt Erträge aus Grundstücks- und Maschinenverkäufen positiv mit rund 12 Mio Euro aus. Die deutliche Ergebnisverbesserung erklärt sich in erster Linie mit den Auswirkungen der getroffenen Restrukturierungsmaßnahmen.
ContiTech - Umsatz und Ergebnis bleiben auf hohem Niveau
Der Konzernbereich ContiTech verzeichnete während der ersten neun Monate einen Umsatzrückgang um 0,7 Prozent auf 1.332 Mio Euro (Vj. 1.342 Mio Euro). Ohne Änderungen im Konsolidierungskreis liegt der Umsatz knapp über dem Vorjahreswert. Während sich die Geschäftsbereiche Antriebssysteme und Transportbandsysteme positiv entwickelten, ergaben sich bei Fluid, Vibration Control und Benecke-Kaliko Umsatzrückgänge. ContiTech erreichte nach 120 Mio Euro im Vorjahreszeitraum ein operatives Ergebnis von 108 Mio Euro. Die Umsatzrendite liegt bei 8,1 Prozent. Im Vorjahreszeitraum hatten sich Erträge aus dem Verkauf zweier Geschäftseinheiten mit 27 Mio Euro positiv ausgewirkt.
Zum 30. September 2002 hatte der Continental-Konzern 64.700 Beschäftigte, ein Rückgang um 593 Personen im Vergleich zum Jahresende 2001.
Ausblick
Die Entwicklung der ersten neun Monate 2002 bestätigt die positiven Einschätzungen des Unternehmens für das Gesamtjahr. So rechnet Continental mit einem leichten Umsatzanstieg und geht nach Vorliegen der Zahlen für die ersten drei Quartale für das Gesamtjahr von einem operativen Ergebnis aus, das deutlich über dem des Jahres 2000 liegen wird.
Continental Automotive Systems, Pkw-Reifen und Nutzfahrzeugreifen werden dazu mit erfreulichen Steigerungen beitragen, während ContiTech das hohe Ertragsniveau des Vorjahres wieder erreichen wird.
Aufgrund der unbefriedigenden Ergebnisentwicklung im Reifengeschäft in Nordamerika besteht ein Abschreibungsbedarf für den verbleibenden Goodwill in Höhe von 49 Mio Euro, der als Aufwand im vierten Quartal im operativen Ergebnis der beiden Reifenbereiche ausgewiesen werden wird. Darüber hinaus muss die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern in den USA (entsprechen weitgehend den steuerlichen Verlustvorträgen) überprüft werden. Der infrage stehende Bilanzwert beträgt rund 180 Mio Euro und würde bei einer Wertberichtigung zu einem Anstieg des Steueraufwands führen und insofern den Jahresüberschuss 2002 verringern.