Kältemittel-Streit spitzt sich zu - Brüssel besteht auf R1234yf

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Die deutschen Autohersteller haben sich bislang erfolgreich gegen die Verwendung des umstrittenen Kältemittels R1234yf gesträubt. Die EU-Kommission will nun keinen Aufschub mehr gewähren.

EU-Industriekommissar Antonio Tajani: Kein Aufschub für deutsche Autohersteller. EU-Industriekommissar Antonio Tajani: Kein Aufschub für deutsche Autohersteller. Quelle: dapd

Brüssel - Dies meldet die "Automobilwoche". Die Kommission sieht keinen Grund für eine weitere Verzögerung, sagte ein Sprecher des Industriekommissars Antonio Tajani der Branchenzeitung zufolge. Dies habe die EU-Kommission auch der Bundesregierung mitgeteilt.

Mercedes-Produktion in Sindelfingen. Daimler hatte sich nach internen Tests kategorisch geweigert, seine Produktion auf das neue Kältemittel umzustellen. Mercedes-Produktion in Sindelfingen. Daimler hatte sich nach internen Tests kategorisch geweigert, seine Produktion auf das neue Kältemittel umzustellen. Quelle: dapd Zum Jahresende 2012 war die Übergangsfrist für die Typenzulassung neuer Fahrzeuge mit dem alten Kältemittel R134a als Klimaanlagenbefüllung abgelaufen. Seit dem Jahreswechsel sollen neue Fahrzeugmodelle nun mit dem neuen Klimamittel R1234yf typgeprüft und befüllt werden.

Daimler hatte nach internen Tests, bei denen die neue Substanz Feuer gefangen hatte, die Verwendung von R1234yf abgelehnt und mit Unterstüzung des VDA und der Bundesregierung um weiteren Aufschub gebeten. Auch VW und BMW stehen der Substanz kritisch gegenüber. Und haben noch kein einziges Fahrzeug mit R1234yf homologieren lassen.

Quelle: Automobilwoche

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