| 7. Februar 2012: | Ratgeber und Umfrage: So kommt Dein Auto durch den Frost! |
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Am Straßenrand: Mercedes 450 SEL Crayford
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Das man beim Schlendern über den Parkplatz des Berliner Meilenwerks auf interessante Fahrzeuge stößt ist kein Geheimnis. Das man aber manchmal wirklich zweimal hinschauen muss, kommt in der Regel nicht so oft vor. An einem dieser kühlen Herbstage entdeckte ich diese, an sich völlig normale, alte S-Klasse der W116er Baureihe, nur die Dachreling störte das "normale Erscheinungsbild". Eine Dachreling bei einer S-Tonne? Da stimmt doch was nicht... also Karre abstellen, ranschleichen und dem Wagen etwas mehr Aufmerksamkeit schenken und siehe da, es handelt sich um einen der äußerst seltenen...
Kombiumbauten der britischen Karosserieschmiede Crayford Auto Developments Ltd. Die Firma Crayford wurde 1962 von David McMullan und Jeffrey Smith gegründet und hat als erstes Projekt einem Mini (später ca. 800) das Dach abgesägt und Cabrios in Kleinserie hergestellt. In den 70ern und 80ern machte sich das Unternehmen auch mit diversen anderen Cabrioumbauten einen Namen. So entstanden beispielsweise u.a. Cabriovarianten auf Basis des VW Scirocco I (Crayford Tempest), des Audi 100, des Opel Commodore, Rekord und Manta um nur einige zu nennen. Interessanterweise erfolgten die Umbauten der deutschen Hersteller (Opel und co) durch die in Köln beheimatete Karosserieschmiede Karl Deutsch für Crayford. Die Kombiumbauten betreffen nicht nur Mercedes der Baureihen W116 (S-Klasse) und W115 (/8), sondern auch Audi 100 und Triumph TR-7, sowie des Rover P6.
Was also in der heutigen Zeit der sauteure Audi RS6 ist, war zu der damaligen Zeit der Mercedes 450 SEL Crayford! Einen größeren und komfortableren Kombi gab es praktisch nicht, die dicken Stationwagons der amerikanischen Hersteller mal ausgenommen. Die Autos wurden im Grunde ab der B-Säule neu aufgebaut und laut Gerüchteküche sollen die Heckklappen vom Ford Granada entnommen und angepasst sein. Man darf auch nicht den Aufwand vergessen der im Innenraum betrieben wurde. Die Sitze sind umklappbar und die Qualität entsprach der Serienreife. Mercedes übernahm sogar die komplette Garantie für Crayford-Umbauten. Nur wenige Fahrzeuge haben es überhaupt auf die Straße geschafft, da nur auf Bestellung produziert wurde und die Umbaukosten für die damalige Zeit utopisch waren. Zum Vergleich: Der Umbau des hier gezeigten 450 SEL Crayford Estate (vorgestellt auf der London Motor Show) kostete 1976 satte 16,550 Pfund (ca. 50.000 DM - Für alle Checkerkids: Die Deutsche Mark war unsere Währung vor dem Euro...), während ein Ferrari 308 mit gerade mal 11.251 Pfund zu Buche schlug. Es ist einer von nur einer handvoll weltweit, die mittlerweile oft aus den USA zu Restaurationszwecken nach Deutschland kommen.
Mitte der achtziger Jahre gab Crayford sämtliche Umbau-Aktivitäten auf. Das Unternehmen existiert weiterhin und widmet sich dem Bau von ATVs, Booten und Spezialfahrzeugen für besondere Zwecke (für Rettungsdienste, Feuerwehr und dergleichen). Letztendlich stellt sich für mich nicht die Frage ob Audi RS6 oder Mercedes 450 SEL Estate, denn eine Sofia Loren kann nicht falsch gelegen haben, als sie sich ihren W116 Estate bestellte.
Quelle: Motoraver Magazin |
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In Irland
Sehr interessant. Kannte Crayford vorher gar nicht. Geschweige denn eine S-Klasse Kombi
Geeeeil!!!
Ich hatte nebenbei früher so einen 116-er, natürlich nur als Limo
Medizinmann
Hui, hätte ich nicht gedacht, dass MB jemals sowas unter eigener Marke verkauft hat...
Die aufgesetzte Dachverlängerung wirkt recht ungelenk und das mit der Granada Haube glaube ich bei dem Anblick gerne...der 116er ist definitiv ein schönes Auto, aber der Umbau wirkt irgendwie lieblos, die hintere Seitenscheibe ist doch viel zu groß!
*mecker mecker*
Aber ein großartiger Fund, sowas sieht man nicht alle Tage!
da_baitsnatcha
Den Checkerkids Kommentar hätte man sich sparen können, das wirkt unprofessionell.
Am Straßenrand: Mercedes 450 SEL Crayford
Es gab vor ein paar Monaten einen Bericht über einen deutschen Umbau des W116 gesehen. Der sah aber doch etwas besser aus. Dieser Keckbürzel war da nicht zu sehen. Im Grunde sah der 450SEL aus wie ein rieseiger W123 Kombi.
Von welchen Umbauer der Wagen war, weiß ich allerdings nichtmehr.
Und dass die Elngländer in der damaliegen Zeit doch manchmal etwas seltsamme Autos gebaut haben, dürfte einen sofort klar sein, wenn man sich nureinmal den Lutus Europa von 1965 ansieht.
Österreicher
Von der Geschichte her fast das gleiche wie beim E23 Kombi-Spezialumbau.
Aber sher interessant. Habe ich vorher auch nicht gewusst und geschweigedem gesehen.
Schaut wirklich abgefahren aus
, man erkennt deutlich die Granada-Heckklappe.
Ich hätte das irgendwie anders gelöst z.b. mit der Heckklappe vom W123 T
...prototype...
Wäre schwerlich gegangen, da der W123T erst 1979/80 herauskam.
Der mit dem L300 Tanzt
wow nicht schlecht
aber man sieht schon das die heckklappe und die seitenscheiben vom granada sind eindeutig
gruß dpugi
Am Straßenrand: Mercedes 450 SEL Crayford
Stimmt! Verdammt
Aber wenn schon meckern, dann richtig recherchieren -> 1978 lief die Produktion an
super!
hatte letztes jahr auf der autobahn bei frankfurt meinen augen nicht getraut als ich einen
w140 kombi gesehen hatte, sah auch sehr bullig aus. :-D
Jo, wir schaffen das!
Moin, moin,
selten aber nicht gerade schön dieser 116er T.
Wünschen wir uns nicht alle immer mal wieder einen A8, S-Klasse oder 7er als Kombi...?
Aber dafür scheint es keinen Markt zu geben, zumindest nicht in D.
Skoda hat ja jetzt mit dem Superb einen richtig großen Caravan vorgelegt, mal sehen wer da nachzieht...
mfg
Toller Hintergrundbericht zum Crayford..... wer hätte das gedacht.
...
Wüschen werden sich den nicht wenige, nur kaufen werden den wenige... ;-)