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Am 15./16.Juni: Startschuss zum ADAC MX Junior Cup in Aichwald

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Aichwald, ein idyllisch gelegenes Städtchen in der Nähe von Stuttgart. Auftakt-Veranstaltung der angesehensten deutschen Motocross-Liga, der internationalen deutschen Motocross-Meisterschaft, der so genannten DMX nebst Rahmenprogramm, dem ADAC MX Junior Cup. So wie bereits vergangenes Jahr, als die 30 PS starken 85-ccm-Zweitaktmotoren im Schwabenland auf Höchstdrehzahl kreischten und die grobstolligen Hinterradreifen die lose Erde meterhoch schleuderten. Wie von einem Katapult wurden die 40 Piloten vom Zielsprung nacheinander in die Luft geschleudert, flogen in vier Metern Höhe im Zentimeterabstand durch die Luft und setzen traumhaft sicher in der Landeschräge auf. Motocross in Vollendung. Die Zuschauer am Streckenrand waren völlig aus dem Häuschen und werden es wieder sein, dieses Jahr. Sie werden wieder schwanken zwischen heller Begeisterung, Anspannung - und wenig später bei der Siegerehrung grenzenlosem Erstaunen. Denn statt hartgesottenen Mannsbildern werden drei Milchbubis auf dem Podest stehen, allesamt nicht einmal 15 Jahre alt.

Doch gerade dieser Dreiklang aus Erstaunen, Spannung und Begeisterung hat den ADAC MX Junior Cup zu dem gemacht, was er heute ist: die angesehenste internationale Jugend-Motocross-Serie in ganz Europa - für Fahrer aus ganz Europa. Denn die führenden Nationen im Motocross-Sport wie Frankreich oder Belgien haben´s längst vorgemacht. Nur wer sich schon als Youngster gegen starke Konkurrenz durchsetzen muss, kann auch später in der Europa- oder Weltmeisterschaft seinen Weg machen.

 

So wie beispielsweise Josef Dobes. Der heute 18-jährige aus Neuötting fuhr 1996 die Konkurrenz im Junior-Cup in Grund und Boden, mittlerweile ist der Yamaha-Pilot auf dem Weg in die Top-ten der WM. Erst im Mai dieses Jahres holte der Bayer einen feinen sechsten Platz in der 125er-Klasse beim GP von Italien. Oder Max Nagl. Der 14-Jährige gilt als die Nachwuchshoffnung im deutschen Motocross-Sport schlechthin. Den Weg dahin ebnete der ADAC MX Junior Cup. Acht von zehn Läufen gewann der Teenager in der vergangenen Saison. In diesem Jahr dominiert der Honda-Pilot - der übrigens im Jahr 2001 zum ADAC Junior-Motorsportler des Jahres gewählt wurde - den Nachwuchspokal des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB) in der 125er-Klasse nach Belieben und wagt sich bereits in die EM vor.

 

Verständlich, dass bei dem exzellenten Renommé der ADAC-Serie die Starterfelder proppenvoll sind. In diesem Jahr bricht man alle Rekorde. Nicht weniger als 135 Jungs und Mädels zwischen 10 und 15 Jahren aus 14 Nationen schrieben sich in die Starterliste für ADAC MX Junior Cup 2002 ein. Beinahe zuviel des Guten. Über das Zeittraining qualifizieren sich aus der Masse - der Rest darf ein B- oder C-Finale bestreiten - nur die 40 besten Offroad-Youngster für die beiden Finalläufe am Renntag. Die den Verantwortlichen und Fans der Motocross-Szene sicher nicht entgehen werden. Denn die sechs Läufe zum Junior-Cup finden wie in Aichwald überwiegend im illustren Umfeld der DMX statt.

 

Und da können die Jung-Crosser nebenbei gleich noch für ihre ehemaligen Kollegen Josef Dobes oder Maxi Nagl in der Profi-Liga am Streckenrand die Daumen drücken.


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