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Abt Sportsline holt wertvolle Punkte in dramatischem DTM-Rennen
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Das österreichische Gastspiel der DTM (Deutsche Tourenwagen Masters) auf dem A1-Ring Austria wird wohl als das spektakulärste und unglaublichste Rennen in die DTM-Geschichte eingehen und noch lange für Gesprächstoff sorgen. 34.000 begeisterte Zuschauer erlebten, wie sich der Titelkampf dramatisch zuspitzte. Zu den Hauptdarstellern zählten einmal mehr die beiden Abt Piloten Laurent Aiello (Frankreich) und Mattias Ekström (Schweden).
Schon im nur acht Runden dauernden Qualifikationsrennen deutete sich an, dass sich die Gangart in der DTM im heißen Endspurt verschärft hat. Mercedes-Pilot Bernd Schneider quetschte sich noch in der ersten Runde an seinem Erzrivalen Laurent Aiello vorbei und machte so einen Punkt auf den Franzosen gut, da die Positionen bis ins Ziel unverändert blieben. Mattias Ekström feierte seinen zweiten Sieg in einem Qualifikationsrennen vor Schneider und Aiello.
Richtig zur Sache ging es dann im Wertungslauf, der die 21 Piloten über 24 Runden durch die Steiermark führte. Laurent Aiello, der auf dem A1-Ring im Titelkampf bereits den ersten "Matchball" hatte, bekam es während der gesamten Distanz mit fast jedem der insgesamt zehn Mercedes-Benz zu tun. Schon in der ersten Kurve wurde Aiello in die Zange genommen und fiel so zunächst auf Rang fünf zurück. Teamwork und ein perfekter Boxenstopp brachten Aiello jedoch wieder vor Schneider. Als der in der Anfangsphase souverän führende Mattias Ekström seinem Teamkollegen den Vortritt ließ, schien die Titelentscheidung zu Gunsten von Aiello gefallen.
Doch dann überschlugen sich die Ereignisse: Die Mercedes-Mannschaft nutzte ihre zahlenmäßige Überlegenheit, um Aiello das Leben schwer zu machen ein Kunstgriff, der zum Tourenwagen-Sport gehört und der Endphase einer Meisterschaft immer wieder Dramatik beschert. Plötzlich einsetzender Regen sorgte fünf Runden vor Schluss für zusätzliche Würze. In der vorletzten Runde lag Aiello noch klar vor Schneider und damit auf Titelkurs, doch eine Rangelei in der letzten Kurve warf den Franzosen auf Platz fünf zurück. Auch Mattias Ekström verlor seine Siegchance durch eine Kollision in der Schlussrunde.
Während Ekström im Wertungslauf leer ausging, könnten die drei Punkte, die sich Aiello am A1-Ring erkämpfte, von größter Bedeutung sein: Vor den letzten beiden Rennen hat der Pilot des Allgäuer Rennstalls jetzt 19 Punkte Vorsprung auf Bernd Schneider. Um den nächsten "Matchball" abzuwehren, müsste der Mercedes-Fahrer in Zandvoort sieben Punkte auf Aiello gut machen.
Eine starke Leistung zeigte auf dem A1-Ring Martin Tomczyk: Der mit 20 Jahren jüngste DTM-Pilot hielt Laurent Aiello im Wertungslauf den Rücken frei, ehe er wegen einer defekten Batterie aufgeben musste. Christian Abt wurde weit zurückgeworfen, als beim Boxenstopp das linke Hinterrad klemmte. Lokalmatador Karl Wendlinger beendete sein "Heimspiel" nach einem Dreher auf Platz 16.
Stimmen nach dem Rennen
Laurent Aiello (Platz 2 / Platz 5): "Das Rennen war genauso hart oder vielleicht sogar noch härter, als ich es erwartet habe. Leider habe ich durch einen nicht gerade optimalen Start in den Wertungslauf einige Positionen verloren, die ich gegen die ganze Mercedes-Mannschaft nur schwer wieder gutmachen konnte. Aber jetzt werden wir uns doppelt so gut vorbereiten, um in Zandvoort alles klar zu machen."
Mattias Ekström (Platz 1 / Platz 11): "Ich fühle mich so wohl bei meinem Team, dass es für mich überhaupt keine Frage war, im Rennen für Laurent zu kämpfen. Ich habe deshalb natürlich alles getan, damit er möglichst viele Punkte auf dem Weg zur Meisterschaft mitnehmen kann. Ich bin mir sicher, dass alle meine Teamkollegen das auch für mich tun würden, wenn ich in einer ähnlichen Position wäre."
Karl Wendlinger (Platz 13 / Platz 16): "So habe ich mir mein Heimspiel natürlich überhaupt nicht vorgestellt. Ich hatte im Qualifikationsrennen ein Untersteuern am Auto, das wir in der Pause etwas verbessert haben. Leider hat mich ein Dreher dann wieder zurück geworfen. Trotzdem glaube ich, dass die Zuschauer am A1-Ring voll auf ihre Kosten gekommen sind. Ich bin mir sicher, dass wir im nächsten Jahr noch mehr Fans an der Strecke erleben werden."
Christian Abt (Platz 12 / Platz 9): "Das war heute ein unglaubliches Rennen. Hätte ich bei meinem Boxenstopp nicht so viel Zeit verloren, wäre ich vielleicht ganz vorne mit dabei gewesen und hätte Laurent auch noch unterstützen können. Andere Teams beschweren sich ja ab und zu über die raue Gangart in der DTM wir machen das nicht. Wir haben heute viele harte Kämpfe gesehen, die am Limit waren und genau so muss der Motorsport in meinen Augen auch sein."
Martin Tomczyk (Platz 6 / Ausfall): "Ich habe nach meinem guten Start im Wertungslauf Laurent wieder vorbei gelassen und danach alles versucht, um ihm den Rücken so gut wie möglich freizuhalten. Dabei hatte ich einige schöne Zweikämpfe mit Mercedes, die eine Menge Spaß gemacht haben. Leider hat meine Elektronik dann ein bisschen verrückt gespielt, und ich musste aufgeben."
Hans-Jürgen Abt (Teamchef): "Natürlich ist es schade, wenn man zwischendurch schon Meister ist und im Ziel dann doch nicht feiern kann. Mercedes hat heute tollen Mannschaftssport gezeigt leider mit etwas ungleicher Aufteilung, weil wir statt zehn Autos nur fünf haben. Heute haben wir den ersten Matchball zum Titelgewinn vergeben aber den zweiten in Zandvoort werden wir verwandeln!" |
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Ist schon komisch, immer wenn der Christian in einer ähnlichen Situation ist, ("Harte Zweikämpfe" wo er den Kürzeren zieht ), jammert er nur rum und alle anderen sind Schuld!!!!!!