Škoda Team Kahle/Göbel unverändert auf Titelkurs

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Mit ihrem zweiten Platz bei der Saarland-Rallye, dem fünften Lauf zur Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM), wahrten Matthias Kahle und Peter Göbel ihre Meister-schafts-Chancen. Zunächst hatten sie vom Start weg bei teilweise heftigen Regenschauern mit ihrem allradgetriebenen Škoda Octavia WRC die Führung erobert, doch wurden sie auf der vierten Wertungs-prüfung Opfer eines Kardanwellen-Defekts. Nach-dem sie auch die beiden folgenden Prüfungen mit nur zwei angetriebenen Rädern absolviert hatten, konnte der Schaden am Servicepunkt schnell repa-riert werden. Bis dahin waren Kahle/ Göbel jedoch auf den elften Platz des Gesamtklassements ab-gerutscht.

 

Die zehn Wertungsprüfungen des zweiten Rallye-tages standen ganz im Zeichen der spektakulären Aufholjagd des Škoda Teams, das die Rallye schließlich auf dem zweiten Platz hinter Sandro Wallenwein/Pauli Zeitlhofer (Mitsubishi) beendete. „An Sandro kam ich nicht mehr heran, dafür fuhr er einfach zu gut“, machte Matthias Kahle im Ziel dem Sieger ein Kompliment. „Aber mit meinem zweiten Platz kann ich leben, denn es hätte auch schlimmer kommen können – mit einem Antriebsdefekt kann man auch ausfallen. Meine Titelchancen sind nach meinem zweiten Platz unverändert gut“, sagte der Deutsche Rallyemeister der immer noch mit 41 Punkten Vorsprung (für einen Gesamtsieg gibt es 40 Punkte) auf Wallenwein die Tabelle anführt.

 

Deutlich härter traf es seine Markenkollegen Martin Möckl/Marcus Poschner mit ihrem Škoda Octavia Kit Car. Möckl, der auf der ersten Etappe durch eine

Bestzeit auf der zweiten Wertungsprüfung auf sich aufmerksam gemacht hatte, fiel auf der allerletzten Prüfung mit einem Defekt an der Einspritzanlage aus. Bis dahin lag der Bayer auf Platz zwei in seiner Klasse und auf dem sechsten Rang im Gesamt-klassement. „Ich bin wahnsinnig enttäuscht“, sagte Martin Möckl, „denn nach dem Erfolgserlebnis mit der Bestzeit ist soviel Pech eine sehr kalte Dusche.“

 

An seine Stelle rückte Andreas Gerst, mit seinem Copiloten Bertram Schwalié gleichfalls auf einem Octavia Kit Car unterwegs. Der Pfälzer, seit seinem Unfall bei der Pneumant-Rallye erstmals wieder am Start, war mit dem Resultat sehr zufrieden. „Das Team hat das Auto komplett neu aufgebaut und di-rekt aus der Werkstatt hierher gebracht. Ich hatte keine Zeit für einen Test, und insofern ist es hier gut gelaufen“, sagte Gerst. „An manchen Stellen war unsere Getriebeübersetzung etwas zu lang, aber das war kein gravierendes Problem. Wichtig war, mich hier wieder an den Umgang mit dem Octavia Kit Car zu gewöhnen und mich auf die Eifel-Rallye vorzubereiten. Das lief besser als erwartet.“

 

In der Markenwertung baute Škoda im Saarland seine Führung vor Citroën und Opel weiter aus. Der nächste Lauf zur DRM, die Internationale ADAC Eifel-Rallye Daun, findet am 20./21. Juli statt.

 

Der Stand der Fahrermeisterschaft

 

1. Kahle/Göbel (Škoda) 210 Punkte

2. Wallenwein/Zeitlhofer (Mitsubishi) 169 Punkte

3. Haaf/Kölbach (Citroën) 148 Punkte

.

8. Möckl/Poschner (Škoda) 91 Punkte

 

Der Stand der Markenmeisterschaft

 

1. Škoda 322 Punkte

2. Citroën 189 Punkte

3. Opel 136 Punkte


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