Polizeigewerkschaft fordert bessere Ausrüstung gegen Drängler - "Fast die Hälfte der Raser kommt ungeschoren davon"

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Unmittelbar vor Beginn des Deutschen Verkehrsgerichtstages in Goslar fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) im Kampf gegen Drängler mehr Hightech-Ausrüstung auf den Autobahnen.

Osnabrück - Gewerkschaftschef Rainer Wendt sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwochausgabe): "Um nur Sekunden eher am Ziel anzukommen, gefährden dreiste Drängler Menschenleben. Damit sie leichter bestraft werden können, brauchen wir auf den Autobahnbrücken mehr Abstandsmessgeräte und für die Fahrer-Identifikation hochkarätige Digitalkameras." Aggressivität im Straßenverkehr ist eines der Themen auf dem 51. Verkehrsgerichtstag, der am Mittwoch in Goslar beginnt.

Wendt drang zudem auf die Einführung einer Halterhaftung bei Verkehrsverstößen. "Raserei ist der Killer Nummer Eins auf deutschen Straßen. Es muss Schluss sein mit den Ausreden der Halter, die immer wieder damit durchkommen, sie hätten nicht selbst am Steuer gesessen." Der Halter solle mitteilen müssen, wer gefahren ist, oder selbst das Bußgeld zahlen. "Das ist auch viel gerechter, denn fast die Hälfte der Raser kommt ungeschoren davon", sagte Wendt.

 

 

Quelle: DAPD

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