| 7. Februar 2012: | Ratgeber und Umfrage: So kommt Dein Auto durch den Frost! |
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Zündspule BMW R50 Bj. 60
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Hallo liebe Forumsgemeinde!
Ein verzweifelter Kumpel (Schrauber) hat mich (Elektroniker) heute konsultiert. Er baut eine alte BMW wieder auf, ist auch so gut wie fertig, bekommt aber beim Antreten keinen Zündfunken.
Was ich bisher rausgefunden habe:
- Es handelt sich wohl um eine Hochspannungs-Magnetzündung. - Die Spule sieht aus wie die hier: http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?VISuperSize&item=350318670440 - Gemessen habe ich von je einem Hochspannungsanschluss gegen Masse: Beide hochohmig! - Gemessen von Unterbrecherkontakt-Anschluss gegen Masse: ca. 0,1 Ohm - Kondensator: 240 nF.
Meine Diagnose: Zündspule defekt!
Doch inzwischen bin ich mir gar nicht mehr so sicher...
Kann es sein, dass der Hochspannungsteil der Zündspule gar keine Verbindung zu Masse hat? Dass quasi von einem Pin der Zündspule über die rechte Kerze über Masse zur linken Kerze und zurück an den anderen Pin der Zündspule der Strom fließt?
Bin für jede Hilfe Dankbar! |
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Der Link funktioniert irgendwie nicht. Gemeint ist diese Zündspule:
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=350318670440
Gruß,
Torsten
Hi Toto,
die Zündanlage lässt bei jedem Zündvorgang an jeder der angeschlossenen Kerzen einen Funken springen, deswg. hat diese Spule(nart) keine Masseverbindung (wie Spulen an älteren Harleys ebenso). D.H es gibt nur eine einzige Hochspannungsspule, die nat. keinen Massekontakt haben darf. Fehler bei dieser Zündungsbauart ist häufig, daß der Abrisszeitpunkt des Magnetfeldes nicht mit dem Öffnen der Unterbrecherkontakte übereinstimmt, dann gibt's keinen o. allenfalls einen "halbherzigen" Funken (wenn ich das alles noch recht erinnere, ich hatte schon länger keine Magnetzündung -und dann noch mit Problemen- in den Fingern). Apropos "Magnetfeld": Der Anker ist aber schon noch magnetisch, oder? Die früher verwendeten Stahlmagnete glänzten nicht gerade durch lange Lebensdauer (besonders, wenn sie außerhalb eines geschlossenen Magnetkreises gelagert wurden).
Grüße
Uli
1xHi Uli,
vielen Dank für Deine Antwort.
Wenn ich das richtig verstehe, produziert diese Art Zündung also eine isolierte Hochspannung zwischen den beiden Kerzenanschlüssen. D. h. die Kerzen sind in Reihe geschaltet und das Motorgehäuse verbindet die miteinander. Wenn man einen Kerzenstecker abzieht, funkt die andere Kerze auch nicht mehr.
Angenommen der Magnet ist nicht mehr magnetisch. Kann man den wieder aufmagnetisieren oder sollte man lieber die komplette Zündung auf Batteriezündung umbauen? Der Unterbrecher müsste das ja eigentlich hergeben?!
Viele Grüße,
Torsten
Hallo Torsten,
genauso ist es. Die Zündspule verbindet beide Kerzen, es springen immer Funken an beiden Kerzen gleichzeitig über, bei der einen zum Zünden des Gemisches, bei der anderen in den Ansaugtakt hinein. Im amerikanischen "Waste Spark Ignition", also "Zündung mit verschwendetem Zündfunken" genannt. Hat den Nachteil, daß eine Kerze "falschrum" betrieben wird. Edelmetallkerzen, die häufig nur einseitig einen Silber-/Platin-/Iridiumeinsatz aufweisen, brennen auf der falschen Seite genauso schnell ab wie normale Kerzen u. sind auch hinsichtlich anderer Vorzüge wirkungslos. Da helfen nur Kerzen mit Edelmetall auf beiden Elektroden.
Magnete aufmagnetisieren sollte möglich sein, diese Zündungsart war durchaus weit verbreitet, auch in Autos, und da wird fleißig restauriert (110% original nach Möglichkeit, weniger drückt den Preis
). Ich suche mal nach Adressen von Restaurateuren (sollte ich irgendwo haben, aber...). Umbau auf Standardzündung ist nat. möglich, allerdings werdet ihr dann eine andere Zündspule verwenden müssen. Die gibt's aber auch neu o. neu gewickelt (6V). Ansonsten habe ich gerade diese Adresse ergoogelt:
Zündung
Ev. hilft das ja schon weiter (obwohl ein Elektroniker das wohl auch selber (um)bauen könnte
).
Grüße
Uli
Breathe my Feinstaub
Zündspule BMW R50 Bj. 60
Hier gibt es auch noch einen kompetenten Fachmann.
Er kann auch Aufmagnetisieren.
Falsch. Wenn man bei laufendem Motor 1 Zündkerzenstecker abzieht, läuft der Motor auf 1 Zylinder weiter. Ein Verfahren, das manchmal angewendet wird, um die Vergaser zu "synchronisieren".
Wichtig aber in anderem Zusammenhang:
dort, wo die Zündkabel an die Spule angeschraubt sind, wirst Du in ca. 1 cm Entfernung jeweils eine pfeilförmige Blechspitze sehen. Diese beiden Blechspitzen müssen laut Werkstatthandbuch einen genau definierten Abstand zu den Schraubklemmen haben, in denen die Zündkabel verschraubt sind.
Weiterhin wichtig: den Abriss des Magnetzünders stellt man ein, indem man die Zündungsgrundplatte verdreht. Dies geschieht durch Lösen der beiden M6-Muttern rechts und links, sowie anschließendes Verdrehen der Grundplatte in ihren Langlöchern. Falls dort bereits alles verstellt ist, wirst Du keinen vernünftigen Zündfunken bekommen, selbst wenn der Unterbrecherabstand stimmt.
k.
Hallo Klaus,
bist Du Dir bzgl. der Zündspule ganz sicher?
Wenn's 'ne Bosch Doppelzündspule wäre, würde ich Dir recht geben. Allerdings wären dann beide Masseanschlüsse der beiden Spulen unterbrochen (s. Eröffnungstext des TE: Beide Hochspannungsanschlüsse hochohmig gegen Masse).
Noris u. Siba-Spulen hatten aber definitiv "massefreie" Sekundärspulen, das waren Doppelfunkenspulen mit nur einer Sekundärwicklung. Nun weiss ich allerdings nicht, was in der R50 verbaut war, bei R51/3 u. R69S waren's tats. zwei Sekundärspulen, von denen jede eine Kerze versorgte (und ev. intern nur einen gemeinsamen Masseanschluss, der dann bei Defekt die "Hochohmigkeit" erklärt. Insofern kannst Du nat. recht haben
).
Grüße
Uli
mooment......!!!!!
Ich fahre russische Ural und diese hat die selbe
Zündung drinn.
Die Zündspule passt auch 1:1 aus der Ural 650 - 6Volt
So die zündspule bekommt einmal vom Kondensator und
einmal vom Zündschloss +Strom.
Abgänge sind beide Kerzenkabel/Zündkabel.
Die zündspule agiert sozusagen auch als Weiche und beide
kerzen funken weiter , wenn eine der beiden abgezogen
wird.
eine Russische Zündspule kostet 18 € und ist das selbe ,
also würde ich mir überlegen mein Geld für ein BMW -
Zeichen rauszuhauen


Hi Ralf,
egal ob sich's um 'ne Doppelfunkenspule mit einer Primär- und nur einer Sekundärspule handelt (die keinerlei Verbindung zur Masse hat), oder um eine Doppelzündspule mit einer Primär, aber zwei Sekundärspulen (deren eines Ende jeweils auf Masse liegt), beide Versionen würden problemlos an der gleichen Zündanlage funktionieren.
Mit dem einen Unterschied, daß man bei der Doppelfunkenspule den abgezogenen Stecker über einen Nagel im Stecker oder, nach Abbau des Steckers, an Masse legen muss. Dann läuft auch hier der andere Zylinder allein. Bei der Doppelzündspule ist das zwar nicht zwingend erforderlich, allerdings sollte man das auch hier tun, denn ansonsten sucht sich die Zündenergie der leerlaufenden Spule ihren Weg innerhalb des Steckers oder durch dessen Isolation nach außen, je nachdem, was grad besser passt
, oder die Zündfunken springen innerhalb der Spule über und schädigen dabei deren Isolation irreparabel. Beides ist nicht gewünscht 
Zudem: die Dpule bekommt Strom nur aus Batterie o. der Gleich o. Wechselstromlima (o. aus der Magnet-Zündanlage), niemals aber aus dem Kondensator. Dessen Aufgabe ist einzig das Löschen des Abreissfunkens beim Öffnen des Kontaktes.
Grüße
Uli
Zündspule BMW R50 Bj. 60
Ich hatte es noch nicht erwähnt und hole es nach: ich besitze eine 55er R50. Dort zumindest funktioniert das mit dem einseitigen Abziehen des Steckers bei gleichzeitigem Weiterlaufen des übrigen Zylinders.
Aber zurück zur eigentlichen Fragestellung, nämlich nach dem fehlenden Zündfunken:
Wichtig beim Zusammenbau der Zündanlage ist, ob der Fliehkraftversteller mit seinem Nocken auch wirklich in der Nut der Welle sitzt. Ist eigentlich eine narrensichere Konstruktion, aber wenn die Teile etwas verleiert sind, kriegt man es auch als erfahrener Schrauber schon mal hin, den Fliehkraftversteller "verkehrt" zu montieren. Nicht lachen, ist mir auch schon mal geglückt.
Effekt: ums Verrecken wirklich gar kein Anspringen möglich.
Natürlich ist beim Magnetzünder selbst auch wichtig, dass die Markierungen desselben übereinstimmen. Der Magnetläufer hat eine Kerbmarkierung, die mit der Kerbe des "Gehäuses" (= Grundplatte, auf der der Unterbrecher sitzt), direkt unterhalb der Zündspule, übereinstimmen muss.
k.
1x