Ford Transit Mk4
Worauf achten/Empfehlung Transit '96 2.5 D
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Hallo zusammen!
Interessiere mich für einen Transit aus dem Jahre 1996 mit der 2.5 Diesel maschine, mit rund 95.000 km.
Worauf sollte ich beim Kauf achten? Was hat er für Schwächen aber auch für stärken?
Ist das Fahrzeug grundsätzlich zu empfehlen? Was hat der Transit für eine Anhängelast?
Bin für alle info's dankbar!
Gruß zalus |
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Hi,
meine Tochter wollte unbedingt einen Transit, deshalb weiß ich ein bisschen was. Großes Problem ist Rost, nicht nur am Blechkleid, sondern auch häufig am Rahmen und an den Verbindungspunkten zum Aufbau. Penibelst kontrollieren! Die Einspritzpumpe (Lucas, es gibt wohl auch eine andere) leckte. Mit etwas Glück haben wir einen sehr kompetenten Schrauber gefunden, der dieses Teil wieder aufbaute, hat trotzdem 600€ gekostet. Das Auto ist sehr laut! Die Idee, mit zusätzlichen Dammmatten zu arbeiten habe ich wieder verworfen, da eigentlich überall richtig dickes Zeug verbaut ist. Wohl ein konstruktives Problem. Zahnriemen soll alle 60tkm gewechselt werden. Die Aufhängung der Lichtmaschine ist wohl auch nicht sonderlich haltbar, mittlerweile schon zum zweiten Mal gerichtet. Mehr als die rote Plakette ist nicht drin.
Das hört sich ja erstmal alles nicht so positiv an!
Ab 1986 ist der Motorraum mit Schaumstoff ausgekleidet.
Die Dämmung nach innen ist gegeben.
Wenn mann allerdinngs auf einen Kasten zugreift, wirkt der Leeraum, egal, ob mit oder ohne Trennwand, wie ein Verstärker jeden Lärms, egal, ob er von innen oder aussen, vom nebenherfahrenden, kommt...
Das ist halt bei Bussen oder Transportern so, das ist bei VW oder MB nicht anders.
Die Anhängelast beträgt mind. 1300 kg.
Da fangen sie an, wenn man eine Auflastung haben möchte, muss man sich ans Werk wenden. Nach über 2 Monaten, hab ich allerdings noch immer keine Antwort aus Köln bekommen.
Es soll lt. sk eine Umrüstung für gelb und oder grün geben, wieviel diese Aktion kostet, kann ich nicht sagen.
Das Problem Umweltzone hat sich spätestens dann von allein erledigt, wenn die Masse der Fahrzeuge eh nur nur noch mit Euro 4 oder höher unterwegs ist, und man auch in der letzten Gemeinde begriffen hat, das der Autoverkehr nicht der eigentliche Verursacher der Stäube in den Innenstädten ist.
Nun zurück zum 2,5er, mit oder ohne Turbo, mit Lucas oder Boschpumpe?
Die Leck/Rücklaufleitungen, für nicht mal einen Euro als Meterware zu bekommen, halten dem Biodiesel im Diesel nicht lange stand.
Sie werden hart und brechen auf, damit bekommt er, wenn das passiert ein saumässiges Startverhalten.
Der Zahnriemenwechsel, kostet alle 60000km rund 200Euro, wenn man sich nicht selbst an die Arbeit wagt.
Wenn der Motor in dem Fall eh angegriffen wird, kann man auch gleich die Ventile einstellen, das ist dann ein Abwasch.
Bei Ersatzteilen für die Bremse vorn und hinten gilt, erst messen dann bestellen. Nach Daten des Fahrzeugscheins können für hinten 4, für vorne 7 Versionen für Klötze und Beläge und für hinten 4 Radbremszylinder in Frage kommen.
Egal, welche Version verbaut ist, preislich sind sie nahezu gleich.
Wartungsfreie Kardanwelle?
Ja, wenn man wirklich keinen Schmiernippel findet.
Lass Dir das Inspektionsheft mit den dazugehörigen Anlagen zeigen, um zu sehen was wurde schon gemacht, was kommt bald auf mich zu.
Stärken?
Hat er auch, auch abseits asphaltierter oder betonierter Wege.
Um Anhänger durch Sand, Lehm oder über Wiesen zu ziehen, ohne Angst haben zu müssen, dass er sich eingräbt.
Schwächen
Man muss ihn nach Rost absuchen, und, wenn man ihn länger behalten möchte, entsprechende Vorsorge treffen, die zwar nicht teuer ist, aber durchaus, wenn es trocken und warm ist, 2-3Tage Zeit beansprucht.
Mancher T4, Sprinter oder LT ist schlimmer dran.
Der 2,5er Saugdiesel ist ein durchaus zuverlässiger Antrieb, aber eben konstruktionsbedingt ein recht rauer Geselle.
Ich stimme zu, wenn Biodiesel verwendet wurde, Finger weg! Die Schäden stehen in keiner Relation zum Wert der Kiste!
Rost: Bei allen Transportern dieses Alters ein richtiges Problem. Wobei ich fast vermute, das der Nachfolger noch schlimmer ist...
Radläufe, Hecktüren/Klappe, Seitenwand unter der Schiebetürenführung sind die Lieblingsstellen. Oftmals findet man speziell an den vorderen Radläufen wahre Kunstwerke der Spachtelkunst!
Der Rahmen ist recht massiv, aber in der Zone hinter der Hinterachse gammelt es gerne unter Unmengen bitumenbasierendem Zeugs. Auch sind manchmal die vorderen Rahmenteile angegriffen, da manche Spezialisten die Ablauflöcher teilweise mit Unterbodenmasse zukleistern....
Sonst... Na ja die Startprobleme wenns richtig kalt ist, sind immer wieder ein nettes Thema hierorts!
Umweltzone: Mein 2,5er TD hat zwar den Dieselkat, hilft aber auch nix, da der kein gelbes Pickerl für die deutschen Zonen kriegt! Macht mir allerdings derzeit noch nichts aus.
Aber sonst ein zuverlässiger und sehr sparsamer Kollege!
@Hartgummifelge: Stimmt, ab 86 gab es eine Geräuschdämmung. Aber ab dem Facelift, wurde auch etwas mit der Dämmung ereicht. Mir sind die früheren Modelle, auch der Bus, in deutlicher Erinnerung!
Den Kasten am Dröhnen zu hindern, hat allerdings manche Zeitgenossen auf merkwürdige Ideen gebracht. So fand ich nicht nur einen Transit an dem sich jemand mit Bauschaum vergangen hat. Mit dem Ergebnis das durch das Kondenswasser ganz interessante neue Rostnester entstanden! Auch das ist eine Sache die zu Überprüfen sich lohnt!
Aber zu dem damaligen Konkurrenten, dem MB 100, waren die ab 86er Orte der Stille...
Ich hab festgestellt das der Preisvorteil bei den Bremsen zwischen Nachbau und Original hierorts nicht so riesig ist. Und mit der Fahrgestellnummer krieg ich dort auch immer die passenden Teile. Das ist beim Nachbauhändler leider nicht so der Fall, das könnte natürlich in Deutschland anders sein.
Die Nachbaubeläge der Scheibenbremsen haben auch gleich beim Abgesang die Scheiben mitgenommen.... Fleisch wäre noch genug gewesen, aber mit den Riefen war kein Pickerl mehr möglich.