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Wieso kommt mir der Bericht irgendwie komisch vor?

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Neuartiges adaptronisches Werkzeug: drei Prozent Kraftstoff durch Honen sparen

Verbrennungsmotoren mittels eines neuartigen adaptronischen Honwerkzeugs sparsamer zu bauen, ist nun Ingenieuren des Fraunhofer Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU gelungen. Mithilfe dieser neuen Unrundbearbeitung der Zylinderbohrungen erhoffen sich die Forscher, eine Verbrauchssenkung von bis zu drei Prozent zu erreichen.

 

Heutzutage werden Kolben und Zylinder nahezu ideal rund gefertigt. Jedoch deformieren sich die Zylinder beispielsweise im warmen Motor wie auch bei der Motorfertigung. An der Einheit Kolben-Zylinder treten Leistungsverluste auf. Der Kraftstoffverbrauch steigt und mehr Öl wird zur Schmierung benötigt. Die Folge sind Verschleißerscheinungen. Die Zylinderformabweichungen verursachen gut die Hälfte der Gesamtreibung im Motor und sind damit für bis zu 80 Prozent des Ölverbrauchs verantwortlich.

 

Genau an dieser Stelle haben die Forscher des Fraunhofer IWU mit einer gesteuerten schnellen inversen Unrundbearbeitung angesetzt. Damit soll die Zylinderbohrung eine Geometrie erhalten, die unter Betriebsbedingungen der optimalen geometrischen Zylindergestalt sehr nahe kommt. Das Ergebnis ist, wie das Institut verrät, dass der Motor weniger Treibstoff und Öl verbraucht und der Verschleiß reduziert wird. Die Forscher erhoffen sich durch die Unrundbearbeitung eine Verbrauchssenkung beim Kraftstoff von bis zu drei Prozent.

 

Bei der Bearbeitung der Zylinderbohrung ist die Überlagerung von aktorischer und konventioneller Aufweitung des Werkzeugs möglich. Während der Verarbeitung von Soll- und Ist-Kontur werden Bearbeitungsmatrizen generiert und über eine Schnittstelle der Maschinensteuerung übergeben. Daraus werden Stellwerte für die Piezoaktoren abgeleitet und über Spannungsverstärker die Aktorspannungen bereitgestellt. Ein Schleifringsystem an der Gelenkstange gewährleistet die Energieübertragung für die Aktoransteuerung.

 

Das adaptronische Werkzeug besteht aus einem Werkzeuggrundkörper sowie drei radial und axial versetzten schwimmend gelagerten Schneidgruppen, die sich über den Werkzeugdurchmesser aus Stützleiste, Aktorpaket und Honleiste zusammensetzen. Die aktorische Aufweitung des Werkzeugs wird durch drei in Reihen-Parallel-Anordnung betriebenen piezoelektrischen Multilayeraktoren realisiert.

 

Das Werkzeug bildet die Grundlage für die Entwicklung eines eigenen Formhonverfahrens für die präventive Honbearbeitung von Zylinderbohrungen. Die Vorteile der veränderten Form der Zylinderbohrung beschreibt das Institut als vielfältig: Durch die Reduzierung des Öl- und Kraftstoffverbrauchs verringert sich die Schadstoffkonzentration im Abgas. Die Lebensdauer der Motoren steigt und nebenbei sinken ebenfalls die Geräuschemissionen bei der Kolbensekundärbewegung. Außerdem können die Fertigungskosten reduziert werden.

 

Zu sehen ist das neue Werkzeug auf der Hannover Messe 2012 (23. bis 27. April 2012) am Stand der Fraunhofer-Allianz Adaptronik FAA.

 

Autor(en): Katrin Pudenz

 

Kann mir einer sagen seit wann denn bitte Kolben bzw Zylinder rund gefertigt werden? Zu meiner Kfz-Mechatroniker zeit waren die noch um Beispiel ballig-oval.

Also irgendwie hab ich das Gefühl die wollen da auf hautpsache was "neues" verkaufen.

 

ATZ Blog - Ladenhüter

Mit Rekordumsätzen war 2011 das erfolgreichste Jahr in der deutschen Automobilgeschichte. Das freut mich sehr. Nachdenklich macht mich aber, dass die verkauften Hybridfahrzeuge und Fahrzeuge mit alternativen Antrieben in Deutschland zusammen nur einen Marktanteil von unter einem Prozent erreichen. Wo bleibt da der viel zitierte Wertewandel unserer Gesellschaft?

 

Die umweltfreundlichen Gasantriebe blieben mit 11.000 verkauften Fahrzeugen Ladenhüter. Von den wenigen 2150 verkauften Elektrofahrzeugen gingen nur enttäuschende 100 zu normalen Kunden. Für die vielgepriesenen Hybridfahrzeuge fanden sich nicht einmal 13.000 Kunden. Das sind weniger als im Jahr davor. Dem gegenüber stehen über drei Millionen verkaufte Neufahrzeuge mit effizienten Otto- und Dieselmotoren. Warum also sollten Kunden zu einer heute noch unbequemen und teureren Fahrzeugtechnik greifen?

 

Ab 2015 kann sich der Automobilmarkt aber spürbar verändern. Nach geltender europäischer Gesetzgebung bleibt ein Automobilhersteller nur dann straffrei, wenn seine verkaufte Fahrzeugflotte auch die individuelle CO2-Zielsetzung erreicht. OEMs mit einer sozial unverträglichen Fahrzeugflotte werden am Markt nur geringe Überlebenschancen haben. Die Unternehmenslenker sollten sich nicht allein auf die jährlich sinkenden CO2-Flottenwerte mit Otto-und Dieselantrieben verlassen und sich mit Elektrofahrzeugen schmücken. Sie sind nicht die kurzfristige Lösung.

 

Für den Zwischenschritt können uns die heutigen Ladenhüter helfen. Dazu brauchen wir eine durchdachte politische Unterstützung und ein attraktiveres Modellangebot. Die schwedische Politik hat über gezielte Subventionen schon gehandelt, und ein großer OEM arbeitet bereits an einem breiteren Modellprogramm. Ich hoffe, weitere ziehen bald nach.

 

(Autor: Dr. Johannes Liebl, Herausgeber ATZ | MTZ)

 

Wenn ich mal so frei Antworten darf - weils dem Ottonormaldeutschen einfach nich passt. Und eben mal wieder quasi jedes andere Land der Welt weiter / besser ist als wir.

Ich geb zu, ich würde mir auch eher en Tahoe, Silverado oder Escallade Hybrid kaufen anstatt en "ich stinke" oder mich mit nem "Adams-Blatt" zu schmücken. Da kann ich nur noch LOL zu dem Blog sagen


Für mich stellt sich bei diesem "3% rausquetschen auf Teufel komm raus" eher die Frage nach Wirtschaftlichkeit und Sinn. Schon jetzt sind die heutigen Fahrzeuge aufgrund ihrer sinnlosen Komplexität tickende Zeitbomben. Ein so gehonter Motor ist doch dann nicht mehr nachzuhonen. Vielleicht ist es auch kalkuliert das sich Reparaturen die früher bezahlbar waren (Getriebe oder Motorenrevisionen) heute für viele Autos bereits in frühen Jahren das wirtschaftliche Aus bedeuten. Folge sind früher Anfall von Müll, verschwendete Energie, hohe Kosten für Mobilität usw.

 

Imho geht der Trend in die falsche Richtung. Wir brauchen wieder langlebigere Autos, die sich modular upgraden lassen und ganz nebenbei auch wirtschaftlich reparieren und warten lassen. Vielleicht auch etwas weniger auf Kante genäht sind.


Themenstarter

genau so seh ich das auch.

Und letzte Woche einen Vortrag von Conti gehört. Die allg. Versuchsabteilung hat nun von den OEM wieder die Vorgaben die Sachen (Pedalerie, Steuergeräte, Deckel, Verschlüsse usw usw) nicht wie bisher auf 3 Jahre zu testen sondern inzw. wieder mindestens 150 000km bzw je nach Bauteil Lebenszeit zu testen.

Klar das is natürlich für die Versuchs / Test abteilung um welten schwieriger, versuch mal Lebenslang naturgetreu in en paar Monaten Testzeit zu simulieren.

 

Aber, wenn die Geschichte war ist, können wir wenigstens froh sein das wenigstens die meisten Produkte von den OEMs wieder die Langlebigkeitsvorgabe haben.

 

Aber interesanterweise fällt mir gerade ein Bericht ein, den ich vor ca 2 Jahren mal gelesen hab, wo Ford USA eine neue Plasmabeschichtung für die Zylinderwände eingeführt hatte (zu der Zeit nur für Cobra Motoren), und lustigerweise mindestens das gleiche erreichte wie die hier mit ihrem hohnen - nur ohne die jenseits Kosten :D

Und es war eine einfache Methode die man nach jedem neuen Hohnvorgang wieder machen konnte.


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