Welcher Wagen für Nordschleife/Freies Fahren/Alltag?

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Derzeit fahre ich einen MX-5. Damit bin ich auch schonmal über die Nordschleife gefahren, aber mit 160 PS zieht man da nicht gerade die Wurst vom Teller, schon gar nicht bergauf.

 

Ich suche nach einem Fahrzeug, das mehr Leistung hat, so dass ich auch mal ein paar spaßige Runden Nordschleife pro Jahr damit abspulen kann.

 

Gleichzeitig sollte es agil genug sein, um auch in engeren Kurven bei Freien Fahren z.B. in Weeze (fahrspass.org) Spaß zu bringen.

 

Dann wäre mir ein geschlossenes Fahrzeug ganz recht, da der MX-5 im Alltag dann doch etwas nervig sein kann, wenn man bei Tempo 120 und geschlossenem Verdeck schon deutlich lauter sprechen muss um sich mit dem Beifahrer zu verständigen, das nervt einfach. Und der sogenannte Alltag ist schließlich das, was bei mir 70-80% der Km im Jahr ausmacht, insofern sollte das durchaus Gewicht haben.

 

Kurz: Ich suche einen guten Allrounder. Da ich eine gewisse BMW-Affinität nicht leugnen kann (nach einem E30 und zwei E39), habe ich mich mal in dem Lager umgesehen. Gut gefallen bis auf einen Punkt hat mir eine Probefahrt in einem Z4 QP 3.0si, welches mit Bilstein B16 PSS9 Fahrwerk gut abgestimmt war. Die Agilität war ausreichend vorhanden, doch das Feedback war erheblich geringer als im MX-5. Das habe ich doch sehr vermisst. Kann ich im MX-5 genau sagen wenn ich eine Kurve mit Tempo x fahre, wieviele kmh ich noch draufpacken kann oder ob ich schon nah am Grenzbereich bin, hat mich der Z4 da stark im Dunkeln tappen lassen. OK, ich bin nur 20 km damit gefahren und es ist vielleicht Gewöhnungssache, aber ich habe es halt vermisst.

 

Alternativ habe ich schon folgende Modelle gedacht:

 

Z3 Coupe 3.0

330ci E46

130i vor dem Facelift (also noch ohne elektrohydraulische Lenkung).

 

Beim Z3 Coupe stört mich vor allem für den Alltagsbetrieb eigentlich, dass es schon relativ "alt" ist und auch so aussieht. Vor allem im Innenraum liegen Welten zwischen dem und einem 330ci mit halbwegs guter Ausstattung.

330ci und 130i sind schätzungsweise zu schwer um eine gewisse Agilität zu vermitteln. Aber mir fehlen da noch die Erfahrungswerte. Ich habe da auf eure Hilfe gehofft, um erstmal ein wenig "vorsortieren" zu können und nicht blind irgendwelche Probefahrten zu machen.

 

Die Tatsache, dass ich ganz bewusst hier im Motorsportforum poste, obwohl die meisten Fahrten "Alltag" sind, liegt halt daran, dass ich schon viel Wert darauf lege, dass man mit dem Auto auch Spaß haben kann, wenn es mal nicht nur geradeaus auf der Autobahn geht. Um vernünftig driften zu können, würde ich auch ein Sperrdiff nachrüsten (außer beim Z3, da ist es ja serienmäßig). Wie gesagt, Feedback, Agilität und Driftvermögen sind mir halt schon wichtig.

 

So, nun das größte Problem an der Geschichte: Das Budget. Anschaffungspreis ist nicht das Thema, da geht bis 25.000 Euro alles. Schwierig wird es beim Unterhalt. Mein Gehalt hat Grenzen und wenn man im Jahr 20.000 bis 25.000 km fährt und sich auch noch ein paar Spaßveranstaltungen und Nordschleife leisten will, ist da nicht mehr sooo viel Spielraum. Daher gehen leider auch keine zwei Autos, sonst würde sich mir die Frage nach dem Allrounder nicht so stellen.

Um dem ganzen einen halbwegs sinnvollen Rahmen zu geben, setze ich mal die Unterhaltskosten eines Z4 3.0si Coupe als Maximum an, den ich auf 20-30% mehr einschätze als ich den MX5. Insofern fallen Exoten wie 350Z, Cayman BMW M & Co leider flach.

 

Ach und ganz wichtig: Ich bin beruflich auf das Auto angewiesen, daher ist Zuverlässigkeit oberstes Gebot und die Autos sollten nicht zu alt sein. 10 Jahre sehe ich als das Maximum an, sonst würde ich mir ja ggf. einen E30 kaufen, aber wenn der dann mal aufgrund einer Altersschwäche streikt, stehe ich erstmal dumm da und komme kaum zur Arbeit. Aus dem gleichen Grund fällt auch irgendein Gebastel am MX-5 mit Turbo etc. flach.

 

So, haut in die Tasten... es muss doch irgenwo das richtige Auto für mich geben ;-)

 

Edit: Nur Heckantrieb bitte. Wie ich bereits erwähnte, drifte ich auch schonmal ganz gerne.


  • 1x

Die Eierlegendewollmilchsau ?

hmm.. dann lieber zwei autos !

 

Der M Coupe wäre dann auch meine wahl für einen Alleskönner. Evt. doch mal weiter aus dem Fenster schauen ! Gibt ja genügend Fahrzeuge in dem Bereich die nicht zur BMW Grupper gehören! Subaru STI, Lancer Evo, Focus RS, Lotus Elise, Mini Works, ect.


  • 1x

Da ist guter Rat teuer. Ich denke Du wirst die Aufgabe nicht zufriedenstellend lösen können mit dem angegebenen Budget. Und da geht es wie Du schon selbst richtig sagst nicht um die Anschaffung, sondern den Unterhalt. Das was Du vor hast (Nordschleife, Driften...) geht ins Material wenn Du es "richtig" machst und da stellt sich doch wieder sehr schnell die Frage, ob Du nicht etwas weiter sparst und Dir dann Dein eigenes Ringtool (bzw. Drifttool) aufbaust. Ich denke da geht im Bereich von 10.000 Euro was. Also: Günstigen 3er BMW o.ä. kaufen und aufbauen. Falls Du was fürs schrauben übrig hast. Ist bei mir beispielsweise nicht der Fall und ich bin mittlerweile dazu über gegangen mir für die Nordschleife Autos zu mieten. Das ist auf den ersten Blick nicht billig, aber auf den zweiten und dritten rechnet es sich sehr schnell UND macht eine Mordslaune die mir ein "normales" Straßenauto so schnell nicht bieten kann :D

 

Ich leie mir gerne einen Rennwagen für die Nordschleife bei Rent4Ring. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist super und das Allerbeste ist, das die Autos (vor allen Dingen die etwas teureren Varianten) konsequent auf Nordschleifentauglichkeit und SPASS getrimmt sind. Das geht bei Semislicks los und hört bei dem ordentlich röhrenden Sportauspuff nicht auf. Der Laden ist für mich also mittlerweile die erste Wahl wenn es um Mietwagen für die Nordschleife geht. Es gibt auch andere wie z.B. Rentaracecar,RSRNürbrug etc... die haben teils auch ganz schweres Gerät bis zum Porsche GT3 aber ich behaupte, dass das für die meisten Kunden mit Kanonen auf Spatzen geschossen wäre. Einen GT3 artgerecht über den Ring zu bewegen erfordert einiges. Abgesehen davon ist es richtig teuer. Aber bestimmt auch toll!

 

Du schreibst, dass man mit 160 PS auf dem Ring keine Wurst vom Teller zieht. Da kann Dir so ein Suzuki Swift von Rent4Ring ganz schnell mal das Gegenteil beweisen. Auf dem Ring ist Leistung nicht das Maß der Dinge. Ganz besonders nicht, wenn man zu denen gehört die auf dieser Strecke noch was zu lernen haben und das sind die Allermeisten von uns. Wichtig ist ein gutes Fahrwerk, ein agiles (=leichtes) Fahrzeug, sicheres Handling und eben die Semislicks. Das ist ein ganz krasser Unterschied zu Serienbereifung und wenn Du die Nordschleife kennst, fährst Du mit so einem Auto wesentlich leistungsstärkeren um die Ohren.

 

Ich kann Die empfehlen einfach mal einen Swift auszuprobieren. Nicht unbediongt um danach Swift-Fan zu sein sondern um zu sehen, was auch mit vermeintlich leistungsarmen Autos möglich ist wenn sie richtig aufgebaut sind. Ist zwar kein Heckantrieb aber ich bin mir sehr sicher, dass Du danach anders über die Nordschleifentauglichkeit eines Fahrzeugs mit 130-150PS denkst. Mir ging es vorher genau wie Dir. :)


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