Käfer
VW Käfer:

welche Zündspule für kontaktlose Zündung?

welche Zündspule für kontaktlose Zündung?

Hallo,

 

für die neue Saison möchte ich meinem Käfer eine kontaktlose Zündung (Pertronix Ignitor, Compufire o.ä.) spendieren. Sollte ich auch eine neue Zündspule einbauen? Wenn, welche denn? Hab bei verschiedenen Shops rumgestöbert und die meisten haben allem Anschein nach nur die serienmäßige mit 1,7Ohm im Angebot. Manche bieten aber auch eine mit 3Ohm an wo noch dabei steht das diese Zündspule für kontaktlose Zündungen verwendet werden sollte. Ist alles ein bischen Verwirrend, da ich auch in der "Suche" hier im Forum nicht so ganz schlau geworden bin.

 

Gruß Stefan


hi.

kauf eine bosch blau und alles wird gut.

vg vom steini


Karl-der-Käfer Karl-der-Käfer

Elektrolurch

Ein Vorteil der Transistorzündung ist, dass man höhere Ströme fahren kann als 3A, wie bei der Standard kontaktgesteuerten Zündung. Ein guter Wert ist 5 A. Damit ergibt sich ein Gesamtwiderstand von 2,4 Ohm (Vorwiderstand + der der Zsp. selbst). Ich hatte seinerzeit den Vorwiderstand selbst etwas erniedrigt, indem ich ein Stück des Konstatandrahtes rausgenommen habe. Zu beachten ist, dass die Zündung dann eine Ruhestromabschaltung haben muss, um Batterie und Zsp. zu schonen.


Zitat:

Original geschrieben von Karl-der-Käfer

Ein Vorteil der Transistorzündung ist, dass man höhere Ströme fahren kann als 3A, wie bei der Standard kontaktgesteuerten Zündung. Ein guter Wert ist 5 A. Damit ergibt sich ein Gesamtwiderstand von 2,4 Ohm (Vorwiderstand + der der Zsp. selbst). Ich hatte seinerzeit den Vorwiderstand selbst etwas erniedrigt, indem ich ein Stück des Konstatandrahtes rausgenommen habe. Zu beachten ist, dass die Zündung dann eine Ruhestromabschaltung haben muss, um Batterie und Zsp. zu schonen.

Hallo,kontaktlos u.Transistorzündung sind das nicht 2verschiedene Sachen????ich habe kontaktlose Zündung in meiner Isabella,da fällt doch nur der Unterbrecherkontakt weg,aber der Zündfunke wird nicht verstärkt,oder liege ich da falsch????

Mfg Arno


flatfour flatfour

gaskranker Tuningfritze

Doch es besteht theoretisch ein Unterschied. Bei einer Zündung steigt die indizierte Spannung durch das schnelle(-re) Schliessen und Öffnen des Schaltkreises mit dem elektrotechnischen Hintergrund, dass die Spannung "U" ein Ergebniss der Parameter "Windungszahl" x "magnetischen Fluss" dividiert durch die Zeit "t" ist.

Also rein theoretisch ist mit der schnelleren Schliessung (= Zeit wird kleiner im Nenner) eine höhere Zündspannung das Ergebniss. Und Transistoren oder Thyristoren schliessen eben schneller als jeder mechanischer Kontakt.

Die Praxis sieht leider so aus das bei elektronischen Zündungen der Spannungsabfall typ.0,7Volt beträgt, bei Kontakten um 0,2Volt.

Und dieses macht sich in mH als Induktion bemerkbar. Unter 70mH sind Zündanlagen träger wirkend. Über 100mH deutlich agiler.

So sollte man eigentlich NUR blaue Zündspulen für Kontaktlos oder Kontaktgesteuerte Zündungen nehmen.

 

Meine Erfahrung ist das die Kontaktzündung deshalb untenherum subjektiv mehr Power entwickelt. Obenherum wohl gleichzieht bis etwa 6000U/min. Darüber sind nur neue Kontakte für etwa 1000km gleichwertig.

Der Preis, das häufige Nachstellen, das nachlassen obiger Eigenschaften mit dem Alter der Kontakte oder die Nichterhältlichkeit der Kontakte bringt die meisten dazu auf Kontaktlos umzustellen.

 

Und zum eigentlichen Thema: auch ich habe schon damals gemessen, geprüft und was weiss ich nicht alles mit meiner Ignitorzündung und stumpf die blaue Zündspule dringelassen. Aus'm Käfer raus in den 412(auch blaue) läuft das Teil so seit min. 10Jahren.


Karl-der-Käfer Karl-der-Käfer

Elektrolurch

welche Zündspule für kontaktlose Zündung?

Öhem.....   

muss doch mal kurz den Klugscheißermodus einscchalten

 

Beim Stromfluss durch eine Spule ist die induzierte Spannung bestimmt durch die Induktivität der Spule multipliziert mit der Änderung des Stroms per Zeiteinheit. Mathematisch Ui = L * dI/dT. 

 

Dadurch, dass der Kontakt oder der Transistor den Strom innerhalb von Microsekunden von 3 Ampere auf null abschalten will, entsteht die hohe Induktionsspannung, die durch die Sekundärwicklung der ZSP (eigentlich ist es ein Transformator) nochmals auf die Zündspannung von ca. 15.000 Volt hochgesetzt wird. 

 

Aber jetzt kommt der Clou. Eine sofortige Aschaltung des Stroms durch den Unterbrecher läßt die Spule gar nicht zu, denn sonst würde die Induktionsspannung gegen unendlich gehen. Wenn der Unterbrecher trennt, sucht sich der Strom einen Umweg, über den er etwa eine Millisekunde weiterfließen kann. Und dieser Umweg ist der Kondensator, der parallel zum Unterbrecher hängt. Gäbe es den Kondensator nicht, würde die Induktionsspannung so weit ansteigen, dass sie den Strom über einen Lichtbogen zwischen den gerade geöffneten Kontakten weiterfließen läßt. Der U-Kontakt wäre dann bald hinüber, ein Transistor könnte durch die Überspannung defekt gehen.

 

Nochmal was zur Induktivität. Die sollte hoch sein, denn davon hängt die Induktionsspannung ab. Auf der anderen Seite, muss sich der Strom durch sie, wenn der Kontakt wieder schließt, schnell aufbauen. Je größer die Induktivität (in mH) ist, desto langsamer kommt der Strom auf seinen Endwert von 3...5 Ampere. Die mH der Zsp. sind also ein Kompromiss dazwischen.

 

Um die Zündspannung zu erhöhen, bleibt dann nur übrig, den max.Strom zu erhöhen (geht nur gut mit Transistorzündung) oder eine Hochleistungszünspule mit hohem Übersetzungsverhältnis zu nehmen. Am besten beides kombiniert.

 

Der Hauptvorteil der Transistorzündung ist seine Wartungsfreiheit und die Möglichkeit, dass man den Strom abstellen kann, wenn deer Motor nicht dreht.


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