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W202 Startprobleme bei Kälte, dreht, aber zündet nicht + ruckeln

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Mercedes C-Klasse W202

W202 Startprobleme bei Kälte, dreht, aber zündet nicht + ruckeln

Themenstarter

Hallo,

habe mir in diesem Monat einen C220D W202 BJ94, Kilometerstand 215TKM zugelegt. Bisher sprang der Daimler immer auf Schlag nach 1-2 Umdrehungen an, lediglich bei extremer Kälte hatte er nach dem Anlassen für etwas 5Minuten Schwierigkeiten eine konstante Drehzahl zu finden. Das heißt er stratete sofort, ruckelte aber nach dem Anlassen als wenn er nur auf 3 Pötten läuft. Die Drehzahl schwankte zudem. In selteneren Fällen drehte er von alleine hoch und ging danach aus. Erneutes Anlassen ohne Probleme.

Heute morgen dann selbes Problem, ich startete, er drehte hoch ging aus und lässt sich seitdem nicht wieder starten. Die Batterie möchte ich mal ausschließen, da er ja dreht ohne Probleme (hängt nun aber mittlerweile auch schon am Ladegerät). Auch der Anlasser, insebsondere Magnetschalter ist auch funktionsfähig (klickt zumindest).

Ich vermute fast dass es mit dem Kraftstoffsystem im Zusammenhang steht. Hatte in der einen klaren Leitung, die wohl vom Dieselfilter zur Pumpe? geht einige Luftbläschen gesehen. Die andere ist leider schwarz. Kann es an diesen kleinen Luftbläschen liegen, dass der Diesel nicht gezündet wird.

Oder gibt es andere Ansätze???

Nun natürlich die Frage, ich wohne auf dem Dorf und habe natürlich nicht gleich die nächste DC Werkstatt um die Ecke um neue Teile zu holen.

 

Wie bekomme ich den Daimler zum Laufen?

Entlüften müsste er ja eig. von alleine?

 

Vielen Dank schon mal im vorraus für eure Lösungsvorschläge.


Lissy HAM Lissy HAM

> W202 - C180 <

Diesel und -20° das war schon immer ein Problem, kippe

5 Ltr. Petroleum mit in den Tank, dann wird er warscheinlich

besser anspringen. Diesel flockt leicht aus bei diesen Temperaturen,

dann gibt es erst richtig Probleme.

Versuche es mit Startpilot.


Hallo,

 

schau mal zusätzlich nach der Vorglühanlage. Der unregelmäßige

Motorlauf nach dem Anspringen läßt vermuten, daß sich eine

Glühkerze verabschiedet hat. Das Vorglührelais ist unter dem Behälter

für das Scheibenwaschwasser. Dort findest Du einen Stecker, der

in Richtung Motor weist. Dort sind vier Kontakte drin. Die gilt es

mit einem Multimeter gegen Motormasse zu messen ( Widerstandsbereich ).

Das Multimeter sollte jeweils nahe 0 Ohm anzeigen.

 

Viel Glück !


Themenstarter

Kontakte habe ich bereits gemessen, diese zeigen alle nahezu 0Ohm an, also auch keine Probleme mit der Vorglühanlage.

Muss ich beim Petroleum was beachten oder ganz einfaches mit beimischen?

Wo sprühe ich den Startpilot hin?

MfG


Lissy HAM Lissy HAM

> W202 - C180 <

Startpilot kommt in den Ansaugtrakt vom Luftfilter rein.

Petroleum kannst du so reinkippen, besser wäre noch etwas nachtanken,

damit es besser vermischt wird.


W202 Startprobleme bei Kälte, dreht, aber zündet nicht + ruckeln

Hallo,

die kleinen Luftbläschen deuten darauf hin, dass du mindestens eine undichte Stelle im Zu-/Rückleitungssystem hast.

Normalerweise steht der Treibstoff nach dem Abstellen des Motors bis an den Einspritzdüsen an.

Wenn irgendwo (Schlauchanschluss, Filterdeckel etc.) die Abdichtung nicht gegeben ist, sorgt der normale atmosphärische Luftdruck dafür, dass der Treibstoff zurück in den Tank läuft.

Beim nächsten Starten erhält der Motor dann in der Regel die Restspritmenge, die sich noch zwischen Pumpe und Einspritzdüse oder zwischen Filter und Pumpe befindet. Und dann ist schluss.

Dann muss erst mal die Luft aus der Leitung bis zum Tank raus bzw. der Diesel neu hochgesaugt werden. Wenn dann aber wieder Luft von außen angesaugt wird, schafft es die Pumpe nicht, den Diesel hochzuholen.

Undichtigkeiten treten bei älterem Material gerade bei kalten Temperaturen verstärkt auf.

Ich hatte das Problem mal im Winterurlaub bei minus 22°C. Habe die undichte Stelle an einem Anschluss der Niederdruckleitung zur Niederdruckpumpe (CDI) gefunden und festgestellt, dass die Leitung leer war.

In meiner Not habe ich dann mit einer Pipette eines Arzneimittelfläschchens den Diesel aus meinem Reservekanister in die Leitung geträufelt. Nach mehreren Versuchen hat er Motor dann die Versorgung selbst wieder hergestellt.

Bei erwärmtem Motor war der Anschluss auch wieder fast dicht. Habe dann aber noch am selben Tag in einer entfernt gelegenen MB-Werkstatt alle Niederdruckschläuche wechseln lassen.

Ein anderes Mal hatte ich im Winter den Dieselfilter gewechselt. Würde ich nie wieder (im Winter)machen.

Der Deckel war einfach nicht dicht zu bekommen. Man konnte sehen, wie der Diesel immer wieder vom Filter zurück in den Tank lief.

Letztendlich habe ich mir mit einem Fön geholfen. Gehäuse und Deckel handwarm gemacht und verschraubt. Dann war Ruhe.

Ich wollte eigentlich keinen Roman schreiben, da dieses Problem schon vielfach ausführlich hier behandelt wurde. An deinem Beitrag und den ersten gut gemeinten Antworten meinte ich dennoch Informationsbedarf erkannt zu haben.

 

Freundliche Grüße

Dieter


Themenstarter

Nun ist es inzwischen schon wiedr um einiges wärmer geworden und ich wollte mal eine kurze Rückmeldung geben. Die massiven Kaltstartprobleme kame tatsächlich von den zu kalten Temparaturen in Verbindung mit dem Diesel, als Starthilfe habe ich ein wenig WD40 in den Ansaugtrakt gesprüht welches natürlich auch die Zündung verursachte. Sollte man aber besser nur ganz wenig von dosieren.

 

Heute morgen allerdings hat der Benz auch wieder ein wenig länger zum Starten benötigt und die Spirale hatte nach dem Start nach geleuchtet, so dass ich davon ausgehe, dass sich wohl doch eine Glühkerze ganz langsam verabschiedet. Bevor ich allerdings wild drauf los schraube wollte ich erst einmal messen. Den Stecker unter dem Wischwasserbehälter habe ich bereits freigelegt, den Deckel vom Stecker abgezogeb. Aber wie messe ich jetzt genau?

Zündung an, aus oder bei laufendem Motor?

Welche Einstellung im Multimeter?

Bleibt der Stecker drauf oder wird dieser abgezogen?

 

Vielleicht könntet Ihr mir nochmal helfen, habe dass noch nie gemacht.

 

MfG


Hallo,

 

am Stecker des Vorglührelais ( der, der zum Motor weist),sind bei

Dir 4 Kontakte bestückt. Sie sind nummeriert ( 1 - 4 ). Dies sind die Zuleitungen

zu den Glühkerzen, Zylinder 1 - 4. Der Stecker wird vom Vorglührelais abgezogen.

Bei der nun folgenden Messung hast Du

den Zündschlüssel in Deiner Tasche. Nun nimmst Du ein Multimeter, Bereich

Widerstand, niederohmig ( Die Schalterstellung ist meist mit einer Diode und/oder

einem akustischen Symbol bezeichnet ) und mißt diese Kontakte gegen Motormasse.

Wie oben schon von mir beschrieben, sollte der Meßwert kleiner 5 Ohm sein.

Er sollte noch geringer sein, jedoch spielen hier die Widerstände der Meßleitungen

und die Kontaktwiderstände der Meßspitzen mit rein.

 

Viel Glück !


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