Umgang mit juristisch fragwürdigen Beiträgen
Themenstarter
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Mal eine Frage an die Moderatoren, Admins oder wie sie hier auch immer heißen: Wie geht ihr mit Beiträgen um, in denen nagativ über Werkstätten und/oder Händler berichtet wird? Gibt es bei Euch irgend so etwas wie eine feste Vorgabe, was stehen bleiben darf und was zur Vermeidung von Anmahnungen usw. usf. gelöscht oder ein Beitrag zumindest geschlossen werden muß? Bin fürjede Info dankbar! Denn bei uns in 'SAAB-Cars.de' gehen Sub-Admins teilweise einfach mit der großen Heckenschere durch, ohne irgend eine Art von Augenmaß zu zeigen. (Hintergund: Urteil des LG HH gegen die c't, Stichwort betreiberhaftung)
BESTEN DANK VORAB !!! !!! !!! |
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Defendor
Hallo,
ich handhabe es so, dass Namen und Firmen in Erfahrungsberichten nicht genannt werden sollten und editiere das dann auch raus. Zum einen tue ich das, um Regressansprüche zu vermeiden, zum anderen ist es dem Werbeverbot (in Threads) zuträglich. Wo sich jemand beschwert ist auch gleich einer, der was anderes empfiehlt. Leider kann man im Netz bei solchen Sachverhalten nur misstrauisch bleiben, da sehr viel fingierbar ist. Wir können nicht überprüfen, ob sich alles so zugetragen hat wie beschrieben, insofern wollen wir auch nicht dafür im Ernstfall haften. Ich hoffe natürlich, das das nicht als Zensur gewertet wird und baue da auf das Verständnis der Betroffenen.
Prinzipiell sind Erfahrungsberichte/Produktbeurteilungen OK und auch im Rahmen, es kommt jedoch oft vor, dass nur Frust abgelassen wird und die Threads doch recht engstirnig in einem Boykottaufruf enden. Der feine Unterschied zwischen "ich kaufe nie wieder dort" und "kauft nie (wieder) dort" ist das Problem. Ob jemand nur einen schlechten Tag hatte oder man "den falschen erwischte" geht dabei meist unter. "Ich sorg dafür, das nie wieder einer zu dir geht" ist halt schneller gesagt als manche denken.
Insofern ist das Board für "Rachefeldzüge" definitiv nicht geeignet, der einzig richtige Weg ist der über eine Schiedsstelle oder wenn es sein muss den Anwalt.
Bei Produktbeurteilungen z.B. aus dem Zubehör sehe ich es eher so, das sich das alles im normalen Rahmen bewegen sollte, so wie man es im privaten Bereich auch macht : nicht zu oft empfehlen und nicht über den grünen Klee loben. Wird es mir zu auffällig, weise ich darauf hin. Zwischen Begeisterung und kommerziellen Interessen zu unterscheiden ist dabei natürlich nicht einfach und birgt Konfliktpotential.
Man kann jetzt über diese Richtlinien diskutieren, aber letztlich ist der, der mit einem Bein im Knast steht, wohl am längeren Hebel und ich finde dann kann man auch Regeln machen wie man sie für richtig und praktikabel hält. So leid es uns tut.
MfG BlackTM
Das Thema hatten wir schon öfters hier und so richtig geklärt werden wird es wohl nie. Immer wenn mal wieder ein Moderator den Rotstift zu stark strapaziert hat, entsteht im sagt´s uns wegen der eingetretenen Verunsicherung ein solcher thread.
Im Grunde ist fast jeder thread juristisch angreifbar. Man muss nur spitzfindig genug sein um die Schelte gegen die betroffene Firma herausarbeiten zu können.
So ist es das Los der Moderatoren zwischen Willkür und fundiertem juristischen Sachverstand einen Drahtseilakt zu wagen.
MT ist aber nicht allein. Viele Zeitungen/Zeitschriften oder auch die Stiftung Warentest (Uschi Glas) werden verklagt, weil geschäftsschädigende Tests oder Aussagen veröffentlicht werden. Wichtig ist in erster Linie, dass man in Erfahrungsberichten die Wahrheit sagt (schreibt) und keine Mutmaßungen oder eigene Schlussfolgerungen hinzufügt.
So habe ich z.B. mit meinem Motorrad schlechte Erfahrungen mit dem Autoreisezug der DB gemacht, weil die Mitarbeiter der DB mein Motorrad beim Beladen umgekippt haben. Auch das Frühstück der Mitropa hat mir nicht geschmeckt. Ich fahre deshalb nicht mehr mit dem Motorrad mit dem Autoreisezug der DB.
Wenn bei anderen die Fahrt problemlos verlaufen ist, kommen die sicherlich zu anderen Erfahrungsberichten.
So macht letztendlich die Summe der individuellen Erfahrungen das Käuferverhalten des Konsumenten aus. Durch das Lesen von Testberichten oder threads werden die Erfahrungen anderer zur eigenen Meinung summiert und als Meinungsbildung verarbeitet. Vor diesem Hintergrund können viele negative threads zu einem Thema durchaus ihre Wirkung erzielen. Auch da hat MT ja bereits Erfahrungen mit Ries und seinem Kampf gegen das BMW Integral ABS gemacht.
Zum Glück gibt es aber auch positive Beispiele mit positiven Verstärkern.
Waldvernichter
Hallo,
leider ist die Grenze von einem Erfahrungsbericht zu übler Nachrede oder Rufmord ziemlich fließend. Ich lese entsprechende Beiträge sehr genau. Solange jemand sinngemäß nur schreibt, dass er aus der Erfahrung x heraus mit Autohaus y unzufrieden ist, lasse ich es stehen.
Leider neigt man aber gerade als Betroffener dazu, sich im Ton zu vergreifen. Alleine "ich glaube, da wird gepfuscht" ist da schon zuviel. Aus dem Grund bin ich auch recht schnell mit meiner "Mod-Heckenschere" dabei, lasse aber in sicheren Fällen auch mal einen Namen stehen.
Grüße,
qp
...
Ich grüsse Euch!
Ich bin seit 1979 KFZ-Mechaniker in einem Betrieb.
Der Name wurde bisher in keinem Thread, Beitrag etc. öffentlich benannt!!!
Ist nicht notwendig, absolut uninteressant!!!
Jeder User sollte ohne Vorbehalt einen Laden betreten können und sich seine eigene Meinung bilden...
Seine eigene Meinung kann er dann noch über PN durch das ganze Forum tratschen...
Positiv oder Negativ ist dann sein Problem...