Sachs

sachs 50 mb erster gang geht nicht rein gangschaltung

Themenstarter

hallo liebe sachs 50 gemeinde..habe da folgendes problem......seit mein motor von einem angeblichen sachs spezialisten überholt wurde kann ich den ersten gang nur sehr schlecht einlegen....während der fahrt runterschalten funktioniert......ich kann im stand kaum den drehgriff in die richtige position für den ersten gang drehen...wenn ich mit pedalantrieb losfahre kann ich den ersten gang einlegen.....habe schon zweimal den motor auseinandergehabt und die position des zahnrads für den ersten gang verändert.....müssen zahnräder und schaltstück in einer bestimmten position zueinander stehen????.........trotz aller vbersuche tut sich nix ...erster gang geht nicht rein.......wer hat plan??? wer kann helfen.....komme aus dem raum dortmund.........

danke im voraus


Wenn Du den Motor bereits schon 2x zerlegt hast, erklär mir bitte mal, wie die Position des 1.Gangrades verändert wurde.

Ich gehe mal davon aus, das die Arretierung im Schaltgriff nicht verschlissen ist, der Bowdenzug absolut leichtgängig ist und gut gefettet ist und das Seil nicht irgendwo aufgerissen ist, was eine einwandfreise Funktion behindert. Die Schaltung wird im 2. Gang eingestellt. Die Stellschraube für den Zug wird so lange verdreht, bis im eingelegten 2.Gang fast spielfrei in der Hülle ist. Das kontrolliert man nur bei aufgebocktem Fahrzeug(Motor aus). Durch Drehen am Hinterrad sollte dann der 2. Gang einrasten im Getriebe.

Durch Einlegen in den 1. Gang (dabei das Hinterrad leicht bewegen) sollte dann der 1.Gang im Getriebe eingelegt sein. Der Zug läßt sich dann nicht weiter ziehen und ist am Anschlag unter Spannung.

Zur Gegenkontrolle für den Leerlauf muss bei eingeschalteten Leerlauf in der Griffarmatur das Hinterrad ohne klackern frei bewegen lassen. Bei klackern berühren sich die 4 Zapfen des Gangraders am Schiebestück, hier dann ggf. nachstellen.

Im Getriebe befinden sich viele Ausgleichscheiben, die auf keinen Fall vertauscht werden dürfen. Sollte sich die Getriebewelle axial um mehr als 2 mm bewegen lassen, sind die Scheiben beim Zusammenbau vertauscht worden und der Motor muss wieder auseinander. In diesem Fall hast Du wahrscheinlich die Scheiben vertauscht und alle Wellen müssen neu ausgemessen werden. Das macht man in der Regel mit Tiefenlehre, Schieblehre und Messbrücke. Das Zerlegen ohne Spezialwerkzeug ist ohnehin sowieso nicht möglich, die kpl. Kupplung, Mittnehmer sowie der Korb muss von der Vorgelegewelle getrennt werden. Der Zusammenbau des Motors sowie Ausmessen der Wellen ist ohne dem Spezialwerkzeug nicht möglich, auch wenn das immer noch viele glauben.

Durchaus wäre es auch möglich, das die beiden Gleitstücke für das Schieberad vertauscht worden sind., welche sich in der Schaltgabel befinden. Dann wäre es durchaus möglich, das der 1.Gang nicht richtig greift.

Die Kupplung wird doch wohl trennen? Was für ein Öl ist im Motor?


  • 1x
Themenstarter

danke erstmal für die ausführliche antwort......ich habe natürlich schon einiges versucht....schaltstück im drehgriff ist neu und original....schaltzug natürlich auch...alles frei beweglich das zahnrad des ersten gangs habe ich so aufgesteckt, dass sich die zapfen von erstem und vom zweiten gang genau gegenüberstehen....bei den distanzscheiben habe ich natürlich peinlich darauf geachtet nichts zu vertauschen.......vorausgesetzt dass der mensch.der sich als sachs spezie ausgegeben hat und meinen motor angeblich ausdistanziert hat keinen mist gebaut hat......nun ja was soll man machen ich habe eine sachs reparaturanleitung und auch das handbuch zu meinem motor vorliegen....trotzdem werde ich gemäß deinen angaben zum einstellen der schaltung nochmals mein glück versuchen....übrigens denke ich dass die kupplung trennt.......auffällig ist dedoch, dass sich das hinterad im leerlauf bei aufgebocktem moped leicht mitdreht......ist das richtig so oder muss es komplett stillstehen...nochmals danke für die tips


Auf der Vorgelegewelle hinter dem hinteren Gangrad befindet sich eine Ausgleichscheibe, danach die große Anlaufscheibe mit den vielen Bohrungen für die Schmierung der Lagerrollen. Erst nach dem Herausziehen der Welle läßt sich das überprüfen. Die Ausgleichscheibe muss eine bestimmte Dicke haben, damit die Schaltgabel das Schieberad mit den 4 Bohrungen in die 4 Zapfen bis zum Anschlag drückt. Fehlt eine Anzahl der/die Ausgleichscheiben, stößt die Schaltgabel bereits schon vorher an die Gehäusewand, ohne das der Kraftschluss richtig hergestellt ist. Mit Hilfe des Rep-Handbuches wirst Du das herausfinden. Diese Scheiben sind nicht bei allen Motoren gleich, da die Gehäuse Fertigungstoleranzen haben. Daher passen auch unterschiedliche Gehäusehälften nicht zueinander, da diese unterschiedlich gespindelt sind. Das nur zur Info, die hier mitlesen und vermutlich einzelne Hälften bei e-bay kaufen. Das passt nicht, die Wellen können abscheren....

Bei laufenden Motor, Maschine aufgebockt und eingelegter Leerlauf, darf sich das Hinterrad nicht mitdrehen, sonst wäre zuwenig Spiel in einer der Wellen. Nur bei kaltem Öl wäre es möglich, das das Hinterrad sich wirklich nur leicht bewegt, bei 2 Rillenkugellagern in der Hinterachse ist das aber eher unwahrscheinlich.

Spreche mal mit Deinem Motorinstandsetzer, ob er sich nicht noch mal der Sache annimmt und der Fehler korrigiert, bevor das ganze Projekt zum Fiasko wird.


  • 1x
Motorrad Oldtimer: sachs 50 mb erster gang geht nicht rein gangschaltung
 
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