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PKW-Leasing für Kleinunternehmer
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Hallo alle zusammen,
ich bin Student und arbeite nebenbei als Promoter auf Gewerbeschein. Jetzt möchte ich mir ein Auto kaufen/finanzieren/leasen.
Jetzt meine Frage an die Experten. Da ich bis Dezember noch Kindergeld bekomme, darf ich nicht mehr als 7680 € Gewinn machen.
Wenn ich jetzt ein Auto lease mit sagen wir mal 3000 € Anzahlung und 120 € Monatsraten auf 24 Monate.
Da ich als Kleinunternehmer ja keine Steuern zahle, kann ich natürlich nichts absetzten. Die Frage ist: Kann ich die Monatsraten, also 1440 € im Jahr als Werbungskosten oder was auch immer in der Steuer angeben? Sagen wir ich habe 10.000 € verdient, davon ziehe ich 1440 € ab, bleiben noch 880 € offen, die ich mit anderen Kosten wettmache. Geht diese Rechnung auf, oder geht das, was ich vorhabe gar nicht? Nächstes Jahr, wenn ich kein Kindergeld mehr bekomme darf ich ja schon 17.000 € glaube ich verdienen
Wäre für eine Aufklärung wirklich sehr dankbar Vielen Dank schonmal aybal |
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Wer hat dir denn erzählt, dass du als Kleinunternehmer KEINE Steuern zahlst?
Du kannst als Kleinunternehmer auf die Umsatzbesteuerung verzichten und kannst dann - folgerichtig - auch keine Vorsteuer ziehen. Dabei kommt es aber auf die Höhe des Umsatzes, nicht des Gewinns an.
Deinen Gewinn musst du ganz normal der Einkommensteuer unterwerfen. Es fällt lediglich keine an, wenn er (zusammen mit allen anderen Einkünften) unter den ca. 7.600 Grundfreibetrag bleibt.
Bei der Ermittlung des Gewinns würden die Leasingraten als Betriebsausgaben abgezogen. Gleichzeitig aber für die private Nutzung 1% des Listenpreises als Privatentnahme dem Gewinn hinzugerechnet. Das muss man bei der Planung berücksichtigen.
Mit Werbungskosten hat man im Bereich der Gewinneinkunftsarten nichts am Hut.
In deinem Fall könnte es dadurch funktionieren, dass auch die Leasingsonderzahlung zu Aufwand führt und du damit deinen Gewinn in diesem Jahr eventuell unter der "magischen Grenze" hältst. Der Wagen muss aber zu mindestens 50% betrieblich genutzt werden. Sonst kannst du ihn nicht als "betrieblich" behandeln.
Danke für die schnelle Antwort.
Mit keine Steuern zahlen meine ich, dass ich auf meinen Rechnungen die USt nicht ausweisen muss und somit keine Vorsteuer beziehe, die ich später ans Finanzamt schicken muss, weil ich keine 17.000 € im Jahr verdiene.
Wenn ich deine Aussage richtig verstanden habe geht meine Rechnung also auf. Ich kann die Leasingraten vom Gewinn abziehen um unter der Grenze zu bleiben. Müsste 1% vom aktuellen Preis des Wagens (soll ja wahrscheinlich ein gebrauchter sein) draufrechnen - das wären bei 20.000 € 200 €. Die Leasingsonderzahlung dürfte ich dann wieder vom Gewinn abziehen.
Den Wagen werde ich zu ca. 70-80 % betrieblich nutzen, das sollte kein Problem sein
Die Grenze von 7680 € gilt ja nur für das Kindergeld. Ich darf ca. 17.000 € verdienen, ohne USt bezahlen zu müssen.
Vielen Dank, war sehr hilfreich
Ich sehe, wir kommen weiter... also bei der Umsatzsteuer hast du kein Problem, so lange dein UMSATZ unter den Grenzen bleibt.
Du musst aber für die EINKOMMENsteuer aufpassen, dass dein GEWINN unter der Grenze bleibt... sonst musst du (erstens) selbst Steuern zahlen und (zweitens) bekommen deine Eltern kein Kindergeld mehr. Grundsätzlich funktioniert das, aber die Hinzurechnung für den geldwerten Vorteil geht nicht vom aktuellen Wert, sondern vom Bruttolistenpreis inkl. allen Sonderausstattungen, hier musst du also genau aufpassen und nachrechnen.
(Ob es für den Kindergeldbezug noch weitere Besonderheiten gibt, weiß ich aus dem Kopf nicht... da geht es ja um "Bezüge", nicht um "Einkommen", aber im Normalfall sollte das in dem Fall dasselbe sein)
... verdammt, wo ist denn der "EDIT"-Knopf hin?
PS: Man kann natürlich - wenn dem Grunde nach die Behandlung als Betriebs-PKW gerechtfertigt ist - auch Benzin, Versicherung, KFZ-Steuer und Reparaturen als Kosten absetzen.
Da du als Promoter wohl hauptsächlich gewerbliche Kunden hast, könntest du auch darüber nachdenken, von der Kleinstunternehmer-Regelung gar keinen Gebrauch zu machen. Die Kunden würde ja die auf den Rechnungsbetrag aufgeschlagene USt gar nicht jucken, und du hättest auf deine Eingangsrechnungen Vorsteuerabzug.
Vielleicht mal ein paar Euros investieren und sich vom Profi beraten lassen... könnte sich hier lohnen
EDIT: Hab den EDIT-Knopf wiedergefunden, er ist da, wird nur nicht angezeigt... super Idee
I Love Munich!
PKW-Leasing für Kleinunternehmer
Da mußt aber aufpassen, auch wenn es ein "gebrauchter" werden soll, wird für die 1% Regel der Bruttolistenneupreis genutzt zur Berechnung.
Soll heißen Du least Dir einen gebrauchten A3 für 20k, der aber vor 3 Jahren knappe 45k gekostet hat.
Also wird in dem Fall mit der Zahl 450EUR gerechnet!
Wonei Leasing bei nem gebrauchten meines erachtens nicht gerade so sinnig ist.
Kostet meist genausviel wie Neuwagen Leasing.