Ökostromnetz Europa wird gebaut
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http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,670106,00.html
So nun ist es auch publik - die Dezentralisierung der Stromversorgung kommt in Riesenschritten und ist bereits in wenigen Jahren spürbar da - und zwar in großem Stil.
Die Industrie und die Politik hat diese Notwendigkeit schon längst erkannt - und macht nun das was dafür notwendig ist, den massive Ausbau der Infrastruktur, Entscheidungen in diese Richtung gibt es ja bereits seit vielen Jahren.
Mit der Inbetriebnahme nutzt man eben das Netz als Puffer/Speicher für Ökostrom - und gewinnt dadurch eine sehr hohe Flexibilität - zumal die Installationskosten bei Wind und Solar schneller verfallen als der Immobilienwert eines Ein-Familienhauses in einer amerikanischen Vorstadt |






30 Milliarden € nur für die nötige Anbindung und Vernetzung, wenn es um Ökologie und CO2 geht spielt Geld eben keine Rolle mehr.
"Den größten Teil der Kosten solle die Wirtschaft tragen."
Egal ob es die Wirtschaft oder der Staat auf die Strompreise umlegt, "tragen" müssen es die Bürger.
Das Netz kann weder Puffern noch Speichern, nur Strom transportieren. Gilt auch für "Ökostrom".
Das Fraunhofer Institut - und das ist ja sicher eines der renommiertesten Forschungsinstitute Deutschlands gibt es seit vielen Jahren schon die Erkenntnis, dass GRID-ähnliche Stromnetze aus sicher heraus natürlich Speicher sind - das ergibt sich durch den Aufbau.
Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung ISI, 1999
"Bei verteilten, aber netzgekoppelten Solarzellenkraftwerken oder Windenergiekonvertern lässt sich das Stromnetz als »virtueller Speicher« verwenden."
Es geht hier nicht um physikalisches Speichern sondern um die Funktionsweise eines Speichers, und die ist gegeben - man kann sinnvoll zum Zeitpunkt X überschüssigen Strom einspeisen und zum Zeitpunkt Y woanders überschüssig erzeugten Strom entnehmen - damit ist für (fast) jeden Knoten des Systems das Netz ein Speicher - ausgenommen natürlich Wasserkraft etc, die eher reine Einspeiser sind.
Beim Stromnetz mit vielen kleinen unterschiedlichen Einspeisern und Verbrauchern kommen ja viele Vorteile und sicher auch Nachteile aus der Grid / Swarm und Cloud Thematik zur praktischen Anwendung - nicht weil man das will sondern weil das System eben so ist - deshalb ist das ganze ja auch recht spannend, und fast ein Dauerthema in der Fraunhofer Forschung - zumindest gibt es fast jedes Jahr sehr viel interessante Publikationen durch ISI.
Man darf eben nur nicht den Fehler machen das Speichern und Laden von Außen zu betrachten - sondern man muss es aus den Knoten heraus sehen, von außen gilt immer der Energieerhaltungssatz - sprich man kann eh nie Energie speichern oder gewinnen (höchstens mal ein wenig verlieren)
30 Milliarden / 8 Länder ist nicht wirklich viel, das macht für das etwas grössere Deutschland vielleicht 7-8 Milliarden - sprich 750 Mio / Jahr..... das ist überschaubar und sicher sinnvoll angelegt angesichts der Möglichkeiten.
1xAuto-selbst-Reparierer
Hättest du man bloß den Text in den Klammern weggelassen, denn auch Energie verlieren geht nicht.
http://www.youtube.com/watch?v=TcsrT7n-Kog
Grüße
H2-Fanatiker
Doch Energierverlust ist möglich wenn auch nur in Form der Hawking Strahlung - sprich hat das betrachtete System ein schwarzes Loch im letzten Zyklus geht Information und damit Energie verloren - und zwar unwiederbringlich.
http://de.wikipedia.org/wiki/Hawking-Strahlung
Das ist aber auch die vermutlich einzige Möglichkeit - deshalb hab ich die auch mal nur in Paranthese angeführt, aber man weiss ja nie was man so unter dem Sofa rumliegen hat, besonders wenn der LHC wieder überall schwarze Löcher erzeugt
denn gerade die vom LHC in Masse u.U. erzeugten Microlöcher leiden ja unter der Energieverdampfung ins Nichts - wäre dem nicht so hätten wir ja ein Problem 
Schön ist dass nun Europa sich endlich auch mit etwas mehr Innovation in die Richtung Smart Grid bewegt, bisher haben das ja die Amerikaner (IBM, Cisco) für uns gemacht.... denke da wird man sicher durch so ein Projekt auch eigene Kompetenzen aufbauen können - für Deutschland dessen wichtigste Industrie inzwischen greenTech ist, ist das ja besonders wichtig.
Ökostromnetz Europa wird gebaut
Nur wenn ein System betriebswirtschaftlich funktioniert kann es in unserer Wirtschaft überleben. Dadurch liegt es selbstverständlich auf der Hand dass letztendlich der Verbraucher die Zeche zahlt. So funktioniert eben der Markt.
Ja so sollte die Marktwirtschaft eigentlich funktionieren.
Wenn es nicht Politiker gäbe die das System per Gesetze oder Subventionen einfach außer kraft setzen.
Dann kann auch der allergrößte Schwachsinn überleben (OK da gibt es deutlich schlimmere Beispiele als das geplante Stromnetz).
Stimmt ja ich bin auch dafür dass die Polizei nur noch demjenigen hilft der am meisten zahlt ...... wär ja auch viel betriebswirtschaftlicher.
Basisinfrastruktur - und dazu zählt auch Strom - ist eben nicht immer betriebswirtschaftlich zu sehen sondern ist vor allem volkswirtschaftlich zu sehen.
Da geht es eben nicht drum welcher Konzern soll sich die Taschen mit dem Besitz / Betrieb des Stromnetzes vollstopfen sondern wie baut man eine Energieversorgung die allen Deutschen, Niederländern, Dänen etc insgesamt nützt.
Es gibt eben neben dem Shareholder Value auch noch die gesamtwirtschaftliche Betrachtung und die muss die Politik eben vor allem auch berücksichtigen.
Dann hat vielleicht der RWE Chef nur noch 12 Porsche anstatt geplanter 14
dafür haben vielleicht ein paar hundert oder tausend Kleinunternehmer einen Vorteil aus dieser Konstellation.