Harley-Davidson

Neues Freihandelsabkommen mit den USA - Neue Hoffnungen

Wenn das neue Freihandelsabkommen mit den USA in Kraft treten sollte, könnten wir uns vielleicht neue Hoffnung machen wieder in den USA Harley-Teile und Klamotten zu bestellen? Oder wird alles beim Alten bleiben? Man müsste mal einen Brief an das Auswärtige Amt schreiben und auf diesen Misstand aufmerksam machen. Vielleicht wissen die davon nichts? Freihandel ist für mich immer noch "freier Handel"!


Jo, das wäre natürlich geil :cool:

 

Aber ob das wirklich so schnell passiert wie wir uns das wünschen bezweifle ich :rolleyes:

 

Gruß Herby


Mmmmh,

 

geht es bei so einem Freihandelsabkommen nicht um Zölle und ein leichteren Handel zwischen den Ländern, also die staatlichen Restriktionen rund umd en Handel mit Gütern und so was???

 

Glaube nicht, dass das etwas an der ausschliesslich firmeninternen Entscheidung von HD ändern wird.... :) in den USA verstoßen ja nicht gegen Gesetze oder Bestimmungen in den USA oder hier, wenn sie etwas in die EU verkaufen, Harley kündigt "nur" den Vertrag mit ihnen....

 

Gruß Brus

 

Edit: Hatte nicht ein :) in den USA gegen diese Entscheidung von HD geklagt? Weiß einer, was da raus gekommen ist?


Hi!

 

Mein erster Gedanke war auch: Geil!

Wenn man es aber genauer betrachtet stehen die Chancen relativ mau, dass sich da für uns etwas nennenswert verbessert.

 

"Frei" handeln im Sinne wie Du das meinst, Flitzer, kann man ja von Staats wegen schon. Du kannst Waren im nicht EU Ausland kaufen und dann einführen. Du musst aber Zoll und Steuern drauf bezahlen. Das einzelne Hersteller ihre Weisungsbefugnisse gegenüber ihren Vertriebspartnern ausnutzen, um (in ihren Augen) die Händler vor Ort zu schützen bzw. (in unseren Augen) unfaire Handelsbeschränkungen durchzusetzen wäre wohl auch mit einer Freihandelszone nicht zu verhindern. Ich denke also, die MoCo würde genau wie jetzt nach Kräften dafür sorgen, dass man ihr hiesiges Händlernetz nicht so ohne weiteres umgehen kann.

Dass sie einen kaum nachzuvollziehbaren Einfluss auf Deutsche Behörden zu haben scheinen steht auf einem ganz anderen Blatt und ist m.E. auch nicht wirklich i.O.!

So sind z.B. Anweisungen an den deutschen Zoll pauschal alle als "Harley Davidson Ware" erkennbaren Sendungen erst einmal zu ihren Patentanwälten zu schicken, um monatelange Lieferverzögerungen zu verursachen, die den Erwerb ihrer Produkte in den USA noch zusätzlich unattraktiv machen sollen oder gar die Beeinflussung verschiedener TÜV-Organisationen mit Briefen in denen kolportiert wird, dass ein Harley Davidson Motorrad nur dann sicher betrieben werden kann wenn es von der MoCo selber importiert oder mit deren "Umrüstungskit" ausgetattet wurde, schon starker Tobak! Aber wie gesagt, das hat alles nix mit der Idee einer Freihandelszone EU-USA zu tun.

 

Sicher ist es das Ziel der Amerikaner ihre Produkte bei uns günstiger zu machen, aber wieviel ist denn speziell bei unserem Steckenpferd drin? Beim Selbstimport fallen 6% Zoll an (keine Ahnung ob beim Gewerblichen Import ein anderer Zollsatz fällig wird). Das fiele weg. Einfuhrumsatzst. fiele evtl. auch weg, aber würde beim Neukauf ja eh 1:1 von der MwSt. ersetzt. Sparpotential also maximal 6%. Da sich die Händler offensichtlich trotz der hohen Preise nicht vor Kunden retten können würden sie diese Ersparnis sicher nicht einmal zu 100% an die Kunden weitergeben. Ich stelle mir vor, dass man vollmundig Preissenkungen ansagt und dann am Ende ein, zwei Hunderter vom Listenpreis runtergehen.

 

Würde die Einfuhrumsatzsteuer beim Handel USA-EU wegfallen wäre natürlich der Privatimport von Gebrauchtmopeds plötzlich der totale Burner- 19% Einsparpotenzial. Aber da wäre dann mit Sicherheit wieder mit einer Import-Verhinderungs-Offensive der MoCo zu rechnen, denn wenn die bisher schon so protektionistisch und unfair auftreten werden die angesichts einer solchen Marktunterwanderung amok laufen...

 

Mal ganz davon abgesehen, dass die ganze Sache noch fast vollständig in den Sternen steht, wäre eine Freihandelszone grundsätzlich nicht nur für hieseige Konsumenten sondern auch für hiesige Produzenten ein Gewinn- insbesondere im Wettkampf mit den Massenproduzenten aus Schwellenländern und Fernost.

 

Schaumermal

Kwik


Zoll kosten und Einfuhrumsatzsteuer fallen immer an egal ob Privat oder gewerblich.

bei freihandelsabkommen würden die kosten wegfallen, für jeden, ist sowieso ein durchlaufender posten den Vater Staat bekommt.


Neues Freihandelsabkommen mit den USA - Neue Hoffnungen

Wir sollten uns zunächst mal in Geduld üben , das wird nicht so schnell gehen , wie viele sich das wünschen:(

Erfahrungsgemäß dauern solche Prozesse in D bzw. in der EU seehr lange ...! Außerdem haben sich bereits die ersten Bedenkenträger gemeldet , sozusagen schon während Obama noch geredet hat :rolleyes:

Und was dann rauskommt , wenn alle Beteiligten an den neuen Gesetzesvorlagen " rumgezerrt " haben , das wird man sehen:confused:


Und der tolle "Geiz ist geil" Gedanke kocht weiter in uns ohne zu merken, dass uns genau dieses Verhalten in dieses finanzielle Dilemma geführt hat.

 

Wenn der Staat auf Einnahmen aus dem Zoll verzichtet, holt er sie sicher woanders wieder rein.

 

Die paar Euros die wir "kleinen Leute" uns durch Direktimport bei ein paar Teilen "vielleicht" ersparen, bezahlen wir außerdem mit Sicherheit woanders. Denn wenn unser Händler mit dem Preisniveau bei Waren mithalten "muss", werden eben die Dienstleistungen teurer damit er Miete Löhne etc. bezahlen kann.

 

Das Freihandelsabkommen wird kommen, der Staat holt sich die fehlenden Beiträge wo anders und der Händler wird bei den Dienstleistungen teurer. Also wer gewinnt dabei? Wir sicher nicht.

 

lg


Es wird doch eh nur regelmäßig ein bischen hin und her geschoben wo wir dann mehr oder weniger zahlen dürfen, damit wir uns ab und zu wieder freuen können was zu "sparen"!


Zitat:

Original geschrieben von mkn31

.

Wenn der Staat auf Einnahmen aus dem Zoll verzichtet, holt er sie sicher woanders wieder rein.

Schon, aber nicht unbedingt so, dass "dem kleinen Mann" eine andere Abgabe, Steuer o.ä. aufoktruiert wird.

Ich denke die ganze Idee ist das sich die Einnahmeverluste beim Zoll mehr als kompensieren lassen durch Einnahmen die im Zusammenhang mit einer wachsenden und Gesunden Wirtschaft stehen, mit Jobs die geschaffen werden wenn die Betriebe brummen, weil der Absatzmarkt grösser wird. Deutschland als Land mit einer stark exportorientierten Wirtschaft wird genau wie beim Europäischen Binnenmarkt überproportional profitieren. Dadurch steigen die Einnahmen bei allem von der Einkommenssteuer bis zur Mehrwertsteuer, ohne das irgendjemand dabei persönlich zusätzlich belastet wird.

Sicher sind keine Preissenkungen zu erwarten, die Harleys oder andere Güter aus den USA zu kompletten Schnäppchen werden lassen, aber schlecht ist das ganze auf keinen Fall. Vielleicht auch nur weil sich der eine oder andere in einer leistungsfähigen Wirtschaft mehr leisten kann.

 

Ciao

Kwik

 

Aus dem Wiesbadener Kurier heute:

"Billigere Autos in Handelszone"

Berlin (dpa)

Autokäufer können durch ein Freihandelsabkommen Europas mit den USA auf billigere Preise hoffen. Der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, sagte:"Autos könnten- wenn alle Handelshemmnisse beseitigt werden- um einige hundert Euro günstiger werden."Die EU und die USA wollen noch in diesem Jahr mit den Verhandlungen über eine Freihandelszone beginnen.

Wissmann verwies darauf, dass allein deutsche Automobilhersteller pro Jahr rund eine Milliarde Euro an Zöllen im transatlantischen Verkehr zahlten- 550 Millionen für den Export in die USA sowie 410 Millionen für den Import aus den USA in die EU.


Zitat:

Original geschrieben von Brus

 

Edit: Hatte nicht ein :) in den USA gegen diese Entscheidung von HD geklagt? Weiß einer, was da raus gekommen ist?

Das war nach meinem Wissen Harley Chicago. Die haben etwa 2/3 ihres Umsatzes im Onlinehandel (ein großer Teil mit europäischen Kunden) gemacht.

 

Die Klage wurde leider abgelehnt.

 

Schade für uns! Ich war vor einigen Jahren rein informativ bei Harley Chicago im Laden, als es hier bei uns das Motorenüberhol- Programm noch nicht angeboten wurde. Sie boten mir damals einen neuen EVO-Motor für 2600 Dollar an, das waren zu dem Zeitpunkt ca. 1900 €.

 

 

 

Wurnie


Neues Freihandelsabkommen mit den USA - Neue Hoffnungen

Ich sehe das mit meiner nagelneuen Road King mal so :

 

In den Staaten Kostet mein Bike 18500 Dollar ... und Hier 23000 € ....

wenn die Handelsschranken fallen fällt auch der Preis für die Harleys in Deutschland ...auch der gebrauchten ... u.U verlieren hier also einige ganz schön viel Geld ..

 

Nutzniesser werden wie immer die grossen Konzerne sein ... aber warten wir das mal in Ruhe ab .. (die Amis sind Pro Kopf höher verschuldet als die Griechen und werden nur noch von den Japanern übertroffen ) ... was da noch draus wird ...

 

LG

 

Klaus


Selbst wenn die Handelsbeschränkungen fallen.

Warum sollte Harley die Preise für die bikes hier senken?

Die verkaufen sich doch die letzten Jahre immer besser.

Wäre für die verschenktes Geld.

 

Gruß nighttrain


Das wird nie passieren!

Im Gegenteil, Harley hat die Preise zumindest bei uns in Austria bei allen Modellen erhöht!


nur eine weitere Hintertür um neoliberale Interessen voranzutreiben -

ganz schlecht für den arbeitenden Bürger ....


Glaube auch nicht, dass die Harleys weniger kosten werden.... Aber würde jemand von Euch ernsthaft sein Produkt günstiger verkaufen als er könnte??? Insbesondere dann, wenn das Produkt gerade sehr gefragt ist???

 

Gruß Brus


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