|
Hallo Gemeinde... habe heute einen Motor (560se) nach ca 6 Jahren Standzeit versucht wiederzubeleben. Nach Oelwechsel, neuen Benzinpumpen, neuem Benzinfiler und neuen Kerzen, Zündfinger, Verteiler und allg. Durchsicht habe ich den Motor gestartet. Er sprang sofort an, hat aber relativ laut geklackert. Habe es auf die Hydros geschoben und Ihn im Stand weiter laufen lassen. Nach kurzem Gasgeben ging der Motor mit einem Knall aus. Wenn nun der Motor nun per Anlasser gedreht wird, scheint auf der rechten Bank bei einem Zylinder die Ventile anzuschlagen. Kann es sein, dass ein oder mehrere Hydros gebrochen sind? Hat jemand etwas ähnliches schon mal gehabt?? Lauf Vorbesitzer ist das Fahrzeug intakt abgestellt worden Gruß |
-
Fahrbericht:
Zu diesem Lexus gibt es (fast) keine Alternative
-
Neuvorstellung:
Die schönsten Geschenke macht man sich selbst
- Wirtschaft: Ermittlungen gegen Schweizer Händler
- Technik: Dieser Antrieb setzt sich selbst unter Druck
- Ford: Das Aus nach 91 Jahren
- Verkehr: Norddeutsche fahren am weitesten
- Neuvorstellung: Das coolste am Jeep ist sein Preis
- Ratgeber: Keine Regeln für private Garagen
- Politik: Autofahrer dürfen ihr Kennzeichen behalten
- Mini: Der Mini war schon immer mehr (oder weniger) als ein Auto






Wieviel hat er runter?
Wärs vielleicht möglich dass die Gleitschienen erst durch ca 15 Jahre Nutzung verschlissen sind, und ihnen 6 Jahre Stand dann den Rest gegeben haben?
Das Klackern können Hydros gewesen sein, läge ja Nahe dass die Dinger von Innen völlig vertrocknet sind. Dass die brechen hab ich noch nie gehört. Würde mich auch echt wundern, da die nur eine vertikalbelastung aushalten müssen, und keine Scherkräfte. Abgebrochen kriegst Du die nicht.
Ich vermute eher, dass das deine Steuerkette war, die wegen totem Kettenspanner wie wild im Kettenschacht um sich geschlagen hat, und dabei auf der rechten Seite eine Gleitschiene abgerissen hat. Hat dann zur Konsequenz dass die Bruchstücke der Schiene sich zwischen Nockenwellenrad und Steuerkette setzen, die Steuerzeiten nicht mehr stimmen, und die Kolben Dir die Ventile platthauen.
Dagegen spräche natürlich, dass es sich ja laut Deiner Aussage nur um ein Ventil handelt. Im Falle des beschriebenen Szenario wäre ja eine Bank bzw der ganze Motor hinüber.
Ich hab bei meinem M116 die Schienen im Sommer getauscht. Die innere der linken Zylinderbank war bereits am unteren Bolzen gebrochen, das untere Stück hatte sich quer um Kettenkasten verkeilt und war von der Kette halb zersägt worden - mehr Glück als Verstand.
Das klingt ja wie Backfire - kenn ich aber nur von Gasfahrzeugen - das kann die Stauscheibe himmeln und die Kolben aufsetzen laßen.
Oder es war eine Gleitschiene die durch aufschlagen der Steuerkette zerstört wurde - das kann zu kapitalen Motorschäden führen - mal die Ventildeckel abnehmen und einen Blick auf die obere Gleitschiene werfen.
Viel Glück
Aloha aus Berlin
Mit Pech reicht auch ein Blick in den Motorraum, wo einem Kette und Plastikbrösel bereits durch den Ventildeckel entgegenkommen... :S
... und jetzt kommt der absolute Laie mit seinem ebensolchen, aber logischen Verstand:
Wenn nun durch die Länge Standzeit ein (oder mehrere) Ventil(e) durch Umwelt- und/oder Lagertustände nicht in den originären Betrieb zurückgefunden haben und somit massiv klapperten, würde das nicht auch das Benzin-Luftgemisch derart verändern, dass es zu einer/mehreren kapitalen Fehlzündungen führen würden und sich die Motorsteurung daher entschließt den Betrieb einzustellen?
Wie gesagt ... zerreißt mich nicht, bin ITler und kein Mechatroniker ;-)
Nach langer Standzeit klackert Motor und geht nach Knall aus 560se w126
Das wäre dann der "Backfire"-Fall
Hallo lieber Sternfreund.
Um welchem Baujahr geht es? Ist nicht sicher, dass er schon Hydrostössel gehabt hat.
Laut Deine Informationen, lag das Problem am Kettenspanner.
Der Spanner leistet durch Feder eine Vorspannung, aber die richtige Spannung macht das Öldruck.
Nach dem Motorstarten hatest sicher Öldruck gehabt, nur der Zylinder des Spanners war wahrscheinlich fest geklebt (6 Jahre).
Beim Gasgeben hat die Federspannung nicht mehr gereicht und die Kette ist über einige Zähne gesprungen, das bedeutet min. ein Kolben hat offene Ventile getroffen.
Mit wenig Glück muss nur der getroffene Ventil + Kette + Spanner getauscht werden.
Bitte den Motor nicht mehr durchdrehen!
Beim Spannertausch den Zylinder (Öldruck) auch tauschen oder mind. reinigen + überprüfen, sonst wiederholt sich das Problem.
Viel Erfolg
Stefan
Is zwar nur Nebensache, aber jeder 560 er hat Hydrostößel
Der Rest der Story klingt eigentlich sehr logisch.
Hallo und erst mal Danke an alle Antworter! Der 560er ist Baujahr 1990, 204000km gelaufen und sonst ein schönes Exemplar... Habe heute kurz den rechten Ventildeckel demontiert, Gleitschiene ist hier in Ordnung, die Kette sitzt und hat Spannung. Es sind auch keine Späne oder sonstige Verunreinigungen zu sehen, sieht alles auf den ersten Blick normal aus. Werde hoffendlich heute Abend etwas Zeit finden und genauer schauen können. werde dann berichten.
Hmm, das ist schonmal eine gute Nachricht.
Kontrollier auch die andere Seite nochmal, die innere Schiene der linken Bank ist besonders gefährdet.
Nach langer Standzeit klackert Motor und geht nach Knall aus 560se w126
Hallo nochmal,
habe nun beide Ventildeckel demontiert, folgendes Bild: Alle Gleitlager absolut unverbraucht und i.O. Kette ist gespannt und sieht weder an der Kette noch an den Stirnräder so aus, als ob Sie übergesprungen wäre. Alles ist sauber, keine Späne o.Ä. Wie Stefan schon geschrieben hat müsste bei nicht korrekt schließenden Ventilen der Motor Fehlzündungen, mindestens aber keinen runden Lauf gehabt haben. Er lief, bis auf das Klappern, sehr schön und weich, hatte keinerlei aussetzer. Wir haben Ihn heute mit dem Anlasser drehen lassen und ohne Ventildeckel mal gehört, scheint nicht von daher zu kommen. Kann ein Anbauteil diese Geräusche und einen Totalausfall bewirken? Schwierige Sache...
Hei, Mach halt mal einen Kompressionstest.